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Bauzinsen aktuell: Zinsentwicklung in Österreich

Geschrieben von Christian Bammert
Stand: Juni 2024
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Die aktuellen Bauzinsen in Österreich für eine Standardfinanzierung liegen bei rund 3,25 % effektiv. Die Höhe der Bauzinsen basiert auf dem Leitzins der Europäischen Zentralbank, der derzeit bei 4,25 % liegt.

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Aktuelle Bauzinsen im Vergleich

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Die aktuellen Bauzinsen in Österreich liegen bei einem effektiven Zinssatz von 3,50%. Dies basiert auf einer Kreditsumme, die 80% des Immobilienwerts entspricht, und einer Zinsbindung von 10 Jahren, wobei der Leitzins der Europäischen Zentralbank bei 4,25% liegt.

Wie steht es aktuell um Kreditzinsen?

Aktuell wirken verschiedene Faktoren auf die Kreditzinsen. Das Marktzinsniveau ist aufgrund der EZB-Leitzinsanhebungen hoch. Langfristige Zinsen haben mögliche Rückgänge bereits eingepreist. Die Inflationsrate im Euroraum war rückläufig, stieg jedoch im Dezember wieder an. Die EZB hat die Leitzinsen vorerst unverändert gelassen und wird sie auf hohem Niveau belassen, bis die Inflation ihr mittelfristiges Ziel von 2 % erreicht.

Die Vergaberichtlinien für Immobilienkredite wurden verschärft. Es sind nun 20% Eigenmittel des Kaufpreises erforderlich, die monatliche Rückzahlungsrate darf 40% des Nettoeinkommens nicht überschreiten und die maximale Laufzeit beträgt 35 Jahre. Diese Vorgaben führen zu größeren Unterschieden zwischen den Banken und innerhalb der Institute.

Es gibt Wettbewerb durch Großbanken und deutsche Institute, was zu starken Margenaufschlägen und Zinsverteuerungen führt. Die Geschäftspolitik variiert jedoch von Bank zu Bank und beeinflusst, welche Fälle genehmigt oder abgelehnt werden.

Geldpolitische Einflüsse auf Bauzinsen

Die Europäische Zentralbank (EZB) dirigiert über die Leitzinspolitik wesentlich die Kreditzinsen. Eine Anhebung führt regelmäßig zu höheren Bauzinsen.

In Reaktion auf die konjunkturelle Lage und Inflation steuert die EZB die Geldpolitik und damit indirekt auch die langfristigen Bauzinsen, die für Immobilienkredite relevant sind.

Durch Anpassungen der geldpolitischen Ausrichtung kann die EZB folglich Druck auf die Konditionen für Baukredite ausüben und damit auf die Immobilienmärkte einwirken.

EZB-Leitzins und Zinsentwicklung

Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert mit dem Leitzins maßgeblich die Kreditkosten in Europa.

Im Jahr 2024 lag der EZB-Leitzins zeitweise bei einem historischen Hoch von 4,5 Prozent.

Durch Anhebungen des Leitzinses reagiert die EZB auf Inflationsentwicklungen, wodurch sich letztlich auch die Bauzinsen in Österreich erhöhen.

Eine restriktive Geldpolitik führt dazu, dass Finanzierungskosten steigen – ein Umstand, der potenzielle Bauherren direkt betrifft.

Aktuelle Kreditzinsen in Österreich

Es gibt vier Bereiche, die berücksichtigt werden sollten: die wirtschaftlichen und geldpolitischen Rahmenbedingungen des Euroraums, die Geschäftspolitik heimischer Banken, die vorherrschende Wettbewerbssituation am österreichischen Kreditmarkt und regulatorische Rahmenbedingungen. Die Konkurrenz am Kreditmarkt beeinflusst die Zinsaufschläge bei variablen Zinssätzen und die Abstände zwischen langfristigen Fixzinsen und relevanten Euro-Swapsätzen. Ein Großteil der in Österreich abgeschlossenen Wohnbaukredite sind bereits Fixzinskredite. Weitere Informationen finden Sie in unserem Finanzierungs-Trend zum Verhältnis von fix und variabel verzinsten Wohnbaukrediten.

Im Euroraum hat sich das BIP-Wachstum bis zum dritten Quartal 2023 verlangsamt. Die Inflationsrate fiel von 10,6 % auf 2,9 % und die Kerninflation geht ebenfalls zurück. Die Teuerung von Dienstleistungen und Industriegütern hat sich verringert. Die Erzeugerpreise sind seit November 2023 um 8,8 % rückläufig. Die EZB hat ihre Leitzinsen unverändert gelassen. Dies ist auf eine niedrigere Nachfrage und die Schwäche von Chinas Exporten und Konjunktur zurückzuführen.

Seit dem 1. August 2022 gelten aufgrund der Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (KIM-V) strengere Rahmenbedingungen für den österreichischen Kreditmarkt. Variabel verzinste Wohnbaukredite sind um 2,71 Prozentpunkte auf durchschnittlich 5,099 % gestiegen. Die Zinssätze am langen Ende sind volatil, und die Kreditkonditionen haben sich insgesamt verschlechtert. Die Leistbarkeit von Wohnraum hat sich drastisch verschlechtert, da die Preise für Neubauten gestiegen sind. Die hohe Inflation, strengere Vergaberichtlinien und höhere Zinsen haben zu einem Rückgang des Volumens neu vergebener Wohnbaukredite um 55,8 % auf 9,79 Mrd. EUR in den ersten 11 Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr geführt. Weitere Informationen finden Sie in unserem Trendbericht zum Volumen neu vergebener Wohnbaukredite.

Was kosten Bauzinsen aktuell?

Die aktuellen Bauzinsentwicklung in Österreich für eine Standardfinanzierung liegen bei rund 3,50 % effektiv. Dabei entspricht die Kreditsumme 80 % des Immobilienwerts und die Zinsbindung beträgt zehn Jahre. Die Höhe der Bauzinsen basiert auf dem Leitzins der Europäischen Zentralbank, der derzeit bei 4,25 % liegt.

Zinssituation für variable Verzinsung

Variable Zinsen bleiben volatil.

Die Kreditkosten für variabel verzinste Wohnbaukredite sind signifikant gestiegen. Österreichische Kreditnehmer sehen sich mit einem Zinsniveau konfrontiert, das durch die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und das Marktumfeld beeinflusst wird. Diese Entwicklungen machen es unabdingbar, aktuelle Kreditangebote präzise zu vergleichen.

Anpassungen erfolgen meist quartalsweise.

Insbesondere die Referenzzinssätze wie der EURIBOR steigen. Diese Anpassungen an die aktuellen Marktbedingungen führen dazu, dass Kreditnehmer mit variablen Zinsen von Schwankungen direkt betroffen sind – eine Tatsache, die Planungssicherheit erschwert.

Prognosen sind mit Unsicherheit behaftet.

Die Prognosen für die kommende Zinsentwicklung sind mit Vorsicht zu genießen. Experten empfehlen daher eine kontinuierliche Beobachtung des Marktes, um etwaige Zinssenkungsphasen für Umschuldungen oder Kreditoptimierungen nutzen zu können. Die Entscheidung für einen variabel verzinsten Kredit sollte stets unter Einbeziehung einer langfristigen strategischen Finanzplanung erfolgen.

Fixzinsen im langfristigen Vergleich

Stabilität trotz Fluktuation versprechen die Fixzinsen.

Die Fixzinsbindung stellt einen langfristigen Anker dar. Sie ermöglicht Kreditnehmern, während der Laufzeit ihres Kredits, einen festen Zinssatz zu sichern. Unabhängig von den Kapitalmarktbedingungen bleibt diese Zinsbelastung konstant. Solche Stabilität ist besonders wertvoll in Zeiten der Volatilität, wie wir sie aktuell erleben – eine Sicherheit, die variabel verzinste Darlehen gewöhnlich nicht bieten können.

Langzeittrends zeigen ein aufschlussreiches Bild.

Betrachtet man den historischen Verlauf der Fixzinsen, so erkennt man maßgebliche Trends. Insbesondere im Rückblick auf die vergangenen Dekaden können Kreditnehmer abschätzen – trotz gegenwärtiger Höhepunkte – wie sich die Zinssätze im zeitlichen Kontinuum entwickelt haben und somit die Aussichten für ihre langfristige Kreditplanung schärfen.

Die Risiken sind trotzdem präsent.

Gleichwohl gilt zu bedenken, dass langfristige Fixzinsbindungen ihren Preis haben. Zwar bieten sie Absicherung vor Zinserhöhungen, jedoch bergen sie bei unvorhergesehenem Zinsrückgang die Gefahr, dass Kreditnehmer an höhere Sätze gebunden sind. Demzufolge ist eine profunde Analyse der eigenen finanziellen Situation und der Marktprognosen essentiell, um das Optimum zwischen Sicherheit und Flexibilität zu erlangen.

Wer bietet die günstigsten Kreditzinsen in Österreich?

In Österreich gibt es viele Banken, und es ist schwer zu sagen, welche die günstigsten Kreditzinsen anbietet. Dies hängt von verschiedenen Faktoren wie Bonität, Eigenmitteln und dem gewählten Kreditmodell ab. Es empfiehlt sich, verschiedene Kreditangebote von unabhängigen Kreditvermittlern einzuholen, um das beste Angebot zu finden. Unser Zinsrechner kann Ihnen eine erste Indikation zu den aktuellen Kreditzinsen geben.

Zinsprognose: Möglicher Verlauf der Kreditzinsen in Österreich

Es ist schwierig, eine genaue Vorhersage über die zukünftige Entwicklung der Kreditzinsen in Österreich zu treffen. Dennoch lassen sich einige mögliche Szenarien skizzieren:

  1. Anhaltendes Niedrigzinsumfeld: Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) ihre expansive Geldpolitik fortsetzt und die Leitzinsen auf hohem Niveau belässt, könnten die Kreditzinsen in Österreich weiterhin teuer bleiben.
  2. Fallende Inflation und Zinsen: Sollte es zu einer deutlichen Senkung der Inflation kommen, könnte die EZB gezwungen sein, ihre Geldpolitik anzupassen und die Leitzinsen zu senken. In diesem Fall könnten auch die Kreditzinsen in Österreich fallen.
  3. Wettbewerb und Angebot-Nachfrage-Dynamik: Der Wettbewerb zwischen den Banken und die Nachfrage nach Krediten können ebenfalls Einfluss auf die Kreditzinsen haben. Wenn der Wettbewerb zunimmt oder die Nachfrage nach Krediten abnimmt, könnten die Zinsen sinken. Umgekehrt könnten steigende Nachfrage oder geringerer Wettbewerb zu höheren Zinsen führen.

Ein langfristiger Faktor, der berücksichtigt werden sollte, ist Basel IV. Dieses Regelwerk führt zu strengeren Bewertungen von Krediten und erfordert höhere Eigenmittel. Dadurch könnten Banken höhere Risikoaufschläge verlangen und die Konditionen für Neukredite könnten sich insgesamt verteuern. Die Unterschiede zwischen Kreditnehmern mit Top-Bonität und solchen mit ausreichender Bonität könnten größer werden. Top-Bonitäten könnten von günstigeren langfristigen Fixzinsbindungen profitieren. Es ist wichtig, diese Entwicklungen im Auge zu behalten.

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