Rechtsschutzversicherung Vergleich

Welche Rechtsschutz­versicherung brauche ich?


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Gut zu wissen

Warum eine Rechtsschutz­versicherung für Sie sinnvoll ist sinnvoll ist

Wer klagt oder angeklagt wird, muss die Kosten für Anwälte, Gericht und Gutachten tragen. Sollte es dazu kommen, dass man den Prozess verliert, muss man ebenfalls die Anwaltskosten der Gegenseite übernehmen. Alles in allem wird es immer schwieriger, das Kostenrisiko eines bevorstehenden Rechtsstreites abzuschätzen.

Gut beraten ist derjenige, der eine Rechtsschutzversicherung hat.

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Rechtsschutz Vergleich
Was kostet eine private Rechtsschutzversicherung?
ARAG ab 21,36 €/mtl.
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Schutz für Privat, Beruf, Kfz- und Strafrechtsschutz
Selbstbehalt max. 250 €
Deckungssummen bis 275.000 €
Roland ab 16,86 €/mtl.
Single Tarif
Schutz für Privat, Beruf, Kfz- und Strafrechtsschutz
Selbstbehalt max. 250 €
Deckungssummen bis 275.000 €
Uniqa ab 17,19 €/mtl.
Single Tarif
Schutz für Privat, Beruf, Kfz- und Strafrechtsschutz
Selbstbehalt max. 350 €
Deckungssummen bis 150.000 €
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Markus Reßl

Ihr Finanz- und Versicherungsberater

Informationen

Private Rechtsschutzversicherung in Österreich

Das Wichtigste in Kürze

Rechtliche Schwierigkeiten zählen zu den unangenehmsten Dingen, die man erleben kann. Zum Stress und zum Ärger mit Gericht und Behörden kommen noch die finanziellen Schwierigkeiten, denn der Umgang mit der Justiz ist leider auch eine Sache des Vermögens. Rechtsanwälte kosten nämlich viel Geld – und die besten sind die teuersten. Generell sind Verfahren keine billige Sache und rasch können Schulden in beträchtlichem Ausmaß entstehen, wenn man vor Gericht zieht.

Aus diesem Grund schließen immer mehr Österreicher eine Rechtsschutzversicherung ab. Hier erfährst du, welchen Grund das hat, welche Bereiche damit abgedeckt werden können und worauf man beim Vergleichen und Abschließen einer solchen Versicherung achten sollte.

Was ist eine Rechtsschutzversicherung?

Diese Form einer Versicherung ist dazu da, die Kosten für Rechtsstreitigkeiten im privatrechtlichen Lebensbereichen zu übernehmen. Der Versicherungsnehmer will also sicherstellen, dass die Ausgaben für die Wahrung seiner rechtlichen Interessen von der Versicherung übernommen werden. Dabei geht es vor allem um Anwaltskosten und Gerichtskosten, aber beispielsweise auch um Ausgaben für Gutachter oder sonstige Aufwendungen.

Eine Polizze deckt nicht automatisch jeden Rechtsstreit im Leben ab. Daher sollten Sie vor dem Abschluss einer solchen Versicherung genau prüfen, für welchen Bedarf und welchen speziellen Rechtsschutzfall Sie welchen Rechtsschutz brauchen.

Mediation, Schlichtung und Schiedsgericht

Konflikte lassen sich im Geschäftsleben nicht immer vermeiden. Doch der Weg zum Gericht, so sinnvoll und notwendig er in manchen Fällen auch ist, muss nicht immer der beste sein. Schlichtung, Mediation oder ein Schiedsgutachten können nicht nur die schnellere und günstigere Lösung sein, sondern auch die nachhaltigere.

Wozu brauche ich eine Rechtsschutzversicherung?

Es kann so rasch gehen: Ein Autounfall mit Schäden am eigenen und am fremden Fahrzeug ist passiert. Aber wer ist schuld? Und wer bezahlt den Schaden? Die Versicherung der Gegenseite weigert sich beharrlich, die Kosten zu übernehmen. Es folgt ein langwieriger Prozess – und Privatpersonen haben nicht die Nerven und die finanziellen Möglichkeiten, das jahrelang durchzuhalten. Hier kann eine Rechtsschutzversicherung Gold wert sein. Das gilt auch für viele andere Bereiche des Lebens, in denen es zu Rechtsstreitigkeiten und einer dadurch entstehenden hohen finanziellen Belastung kommen kann: Von Erbstreitigkeiten in der Familie über Probleme am Arbeitsplatz (ungerechtfertigte Kündigung etc.) bis zu Schäden am Haus oder Streitfall mit dem Vermieter wegen zu hoher Betriebskosten.

Wer bietet eine Rechtsschutzversicherung an?

In Österreich gibt es eine große Auswahl an Versicherungen, die Rechtsschutzversicherungen anbieten. Das sind einerseits Unternehmen, die sich auf diese Form der Versicherung spezialisiert haben, andererseits haben auch andere Versicherungen diese Varianten im Angebot. Zu den in Österreich tätigen Anbietern zählen unter anderem Arag, D.A.S., Grawe, HDI, Helvetia, Uniqa, VAV, Zurich und Roland.

Für welche Bereiche gibt es eine Rechtsschutzversicherung?

Die beiden wichtigsten Rechtsbereiche sind der Kfz-Rechtsschutz, Privatrechtsschutz und Familienrechtsschutz. Weiters sind unter anderem Mietrechtsschutz, Wohnrechtsschutz, Vermieterrechtsschutz sowie Rechtsschutz in beruflichen bzw. arbeitsrechtlichen Angelegenheiten (Berufsrechtsschutz) möglich. Je nach Versicherung werden unterschiedliche Bausteine angeboten, die kombiniert oder einzeln in Anspruch genommen werden können. Es ist besser, sich das passende Modul herauszupicken, statt pauschal einfach alles zu versichern. Eine Absicherung für Selbstständige braucht ein Angestellter nicht.

Die Versicherungsleistungen der Rechtsschutzversicherung

  • Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten: Wenn wegen der Steuer oder anderer Abgaben, z. B. Gebühren oder Zölle, ein Prozess notwendig wird, etwa weil das Finanzamt die Einkommensteuererklärung nicht anerkennen will.
  • Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz: Wenn man seine Interessen als Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümer oder als Mieter behaupten muss, z. B. bei Mieterhöhungen, Kündigungen oder Streit um Betriebskostenabrechnungen.
  • Arbeitsrechtsschutz und Kündigungsrecht: Für Auseinandersetzungen rund um das Arbeitsverhältnis, z. B. wenn einem gekündigt wird oder der Arbeitgeber einem Geld schuldet.
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht: Wenn man im Privatbereich Ansprüche aus Verträgen des täglichen Lebens geltend machen oder abwehren muss, z. B. aus einem Kaufvertrag, einem Reparaturauftrag oder einem Reisevertrag.
  • Strafwidrigkeiten-Rechtsschutz: Wenn man sich in einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Verletzung von Strafvorschriften oder in einem Bußgeldverfahren verteidigen muss, z. B. wenn man beschuldigt wird, sich im Straßenverkehr vorschriftswidrig verhalten oder fahrlässig einen Menschen verletzt zu haben.
  • Verkehrs-Verwaltungs-Rechtsschutz: Wenn es in einem Widerspruchsverfahren vor der Verwaltungsbehörde und in einem anschließenden Verfahren vor dem Verwaltungsgericht um den Führerschein geht, z. B. wenn einem der Führerschein wegen Verletzung von Verkehrsvorschriften entzogen wird.
  • Beratungs-Rechtsschutz im Familienrecht: Wenn sich in Fragen des Familien- und Erbrechts die Rechtslage ändert und man sich anwaltlich beraten lässt, z. B. wenn man nach einem Erbfall wissen möchte, welche Ansprüche man hat.
  • Schadenersatz-Rechtsschutz: Für die Durchsetzung der Ansprüche auf Schadenersatz, z. B. nach einem Verkehrsunfall.
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz: Bei Prozessen vor einem österreichischen Sozialgericht, z. B. wenn die gesetzliche Kranken-, Unfall-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung nicht angemessen leistet.

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Worauf sollte ich achten? Was ist nicht versichert?

  • Freie Anwaltswahl: Ein wichtiger Punkt ist die freie Wahl des Anwalts. Das erhöht zwar den monatlichen Tarif, kann aber mehr Flexibilität bei rechtlichen Problemen bringen, wenn bei der Anwaltssuche selbst bestimmen darf - welchen Anwalt man konkret beauftragen möchte. Wer darauf verzichtet, kann dadurch seine Monatsprämie reduzieren; in diesem Versicherungsfall schlägt die Versicherung einen Anwalt vor.
  • Deckungssumme: Wichtig ist die Deckungssumme – das bedeutet, bis zu welchem Betrag die Versicherung sich an einem Rechtsschutzfall oder einer Strafkaution beteiligt. Achtung: Die möglichen Kosten werden oft unterschätzt, dabei können Prozesskosten und Anwaltshonorare rasch mal im sechsstelligen Euro-Bereich sein. Jahrelange Verfahren können zu großen Schulden führen. Also besser die Versicherungssumme etwas höher ansetzen, das macht bei den Prämien recht wenig Unterschied. Im Gegenzug sollte man eher jene Bausteine eines Rechtsschutzes weglassen, die man nicht braucht.
  • Zusatzleistungen: Vielfach bietet eine Rechtsschutzversicherung interessante zusätzliche Leistungen an, unter anderem kostenlose Erstberatung beim Anwalt (beispielsweise einmal monatlich ohne zusätzlichen Tarif) oder telefonische Rechtsberatung.
  • Leistungsausschlüsse: Bestimmte Rechtsfälle sind vom Versicherungsschutz in vielen Fälle ausgeschlossen, etwa vorsätzliche Straftaten oder Unfälle unter dem Einfluss von Drogen – darauf sollte man bei einem Vergleich der verschiedenen Angebote achte. Auch bei Fällen, deren Ursprung in die Zeit vor dem Abschluss der Versicherung fällt, gibt es meistens keine Absicherung.
  • Versicherung gegen Versicherung: Im Regelfall schließt eine Rechtsschutzversicherung mögliche Rechtsstreitigkeiten gegen die Versicherung selbst aus. Das bedeutet: Wenn man bspw. bei der Haushaltsversicherung einen Rechtsfall hat, sind daraus folgende rechtliche Streitigkeiten nicht abgedeckt, wenn der Rechtsschutz ebenfalls beim Rechtsschutzversicherer besteht.

Wie viel kostet eine Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt im Schadensfall die Kosten, die die eigene Geldbörse am meisten belasten. Entscheidend ist dabei natürlich auch die Frage, ob die Versicherung Kosten und Gebühren bei Streitigkeiten außerhalb Österreichs übernimmt – also im europäischen Ausland und darüber hinaus. Diese Kosten sollte der Versicherer in der Regel übernehmen:

  • Kosten für den Rechtsanwalt
  • Kosten bei Gerichtsverfahren oder Behördenangelegenheiten
  • Aufwendungen für die Ermittlung des Streitwertes (Zeugen, Sachverständige und Gutachter)
  • Kosten und Kautionen für Verfahren im Ausland

Eine solche Versicherung kostet weniger, als man denken würde. Schon für einen Tarif ab ungefähr 12 Euro pro Monat gibt es die Versicherung. Angesichts der zum Teil horrenden Kosten für einen möglichen Prozess und für Anwälte ist diese monatliche Ausgabe durchaus zu überlegen.

Der Vorteil: Man muss nicht pauschal eine große Variante mit allen möglichen Bereichen nehmen, sondern kann sich jene Teile herauspicken, die für einen selbst Sinn ergeben – also beispielsweise den Kfz-Rechtsschutz. Ein Vergleich des besten Rechtsschutzes – am besten online – zahlt sich aus!

Was ist die Wartefrist bei dieser Versicherung?

Ein wichtiger Aspekt ist die Wartefrist. Diese besagt, ab wann der Rechtsschutz eintritt. Wenn also etwa für den Kfz-Rechtsschutz eine Wartefrist von 3 Monaten gilt, sind Fälle erst dann versichert, wenn diese Zeitspanne abgelaufen ist.

Versicherungsschutz erhalten Sie nur für Streitigkeiten, deren erste Ursache nach Ablauf der Wartezeit eingetreten ist. In der Regel im drei bis sechs Monate Wartezeit je nach Leistungsart.

Tipps für die Auswahl der Rechtsschutzversicherung

  • Die Angebote sind auf den ersten Blick ähnlich, die Prämienunterschiede minimal. Doch genaues Vergleichen lohnt sich – dabei sollten unter anderem Deckungssumme, genauer Umfang des Rechtsschutzes, Zusatzleistungen, Wartefrist und freie Anwaltswahl beachtet werden.
  • Rabatte werden gewährt, wenn die Versicherung über einen längeren Zeitraum abgeschlossen wird. Wer vor dem Ablauf dieser Zeitspanne den Versicherungsvertrag kündigt, muss eventuell bereits gewährten Rabatt zurückzahlen. Also die Vertragslaufzeit nicht zu lange wählen. Auf diese Weise können später andere interessante Angebote von Rechtsschutzversicherungen in Anspruch genommen werden.
  • Die Vereinbarung eines Selbstbehalts (zum Beispiel 10 Prozent der Versicherungssumme) reduziert zwar die Monatsprämie, kann aber bei Rechtsfällen doch zu einer finanziellen Belastung führen.
  • Auf das Kleingedruckte achten: So können vom Versicherer jene Fälle abgewiesen werden, bei denen nach Ansicht der Versicherung keine Chance auf einen siegreichen Abschluss des Prozesses gibt.
  • Einige Rechtsschutzversicherer arbeiten österreichweit mit Partneranwälten zusammen. Solch ein Partneranwaltsnetz stellt hochqualifizierte Anwälte aus allen Fachgebieten zur Verfügung. So gewährleistet der Rechtsschutzversicherer Ihnen jederzeit eine fachkundige Interessenvertretung in Ihrer Nähe. Durch die qualifizierten Partneranwälte erhöhen Sie die Chance, Ihr Recht durchzusetzen.

Wie kommt die Versicherungsprämie bei der Rechtsschutzversicherung zustande?

Für welche Deckungssumme Sie sich als Versicherungsnehmer entscheiden, etwa ob 250.000 Euro oder 800.000 Euro, ist für die Höhe der Versicherungsprämie eher zweitrangig. Einen erheblich größeren Einfluss auf den monatlichen, halbjährlichen oder jährlichen Versicherungsbeitrag haben vor allem die verschiedenen Bausteine, für die Sie sich als Versicherungsnehmer beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung entscheiden.

So ist beispielsweise eine Rechtsschutzversicherung, die ausschließlich Ihren Privat- und Familien-Bereich integriert hat, deutlich preiswerter, als wenn Sie etwa den Rechtsbereich den Berufsrechtsschutz oder Arbeitsrechtsschutz, des Mietrechtsschutzes oder den Verkehrsrechtsschutz in Ihrer Versicherung mit inkludiert haben.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Preisgestaltung ist auch die gewählte Selbstbeteiligung. Je höher dieser ausfällt, desto günstiger wird Ihr Versicherungsschutz. Bei neuen Versicherungen sind hier um die 10 bis 20 Prozent an Prämien-Ersparnis durchaus möglich.

Je nach den gewählten Bausteinen können Sie für einen durchschnittlichen privaten Rechtsschutz-Tarif in Österreich mit einer Prämie zwischen 150 und 300 Euro im Jahr rechnen. Mit Selbstbehalt und jährlicher Zahlungsmethode kann dieser Wert noch deutlich sinken.

Kfz-Rechtschutz: Worauf sollte ich achten?

Sind Sie eine Halterin oder ein Halter eines Kfz, sollten Sie unbedingt eine Verkehrsrechtsschutz-Polizze besitzen. Prüfen Sie allerdings vorab, ob Sie eine derartige Versicherung nicht bereits über einen Automobilclub oder über Ihre Kfz-Versicherung abgeschlossen haben.

Beim Kfz-Rechtsschutz ist es wichtig, auf bestimmte Kriterien zu achten:

  • Welche Kfz sind versichert? Gilt die Versicherung beispielsweise für alle Fahrzeuge in meinem Haushalt?
  • Welche Vertragssumme ist angegeben?
  • Was ist wirklich abgedeckt – so gibt es Kfz-Rechtsschutz, der auch Streitigkeiten mit Werkstätten nach mangelhaften Reparaturen abdeckt oder Ordnungswidrigkeiten in der Freizeit.
  • Besteht eventuell bereits eine Rechtsschutzversicherung für ein Fahrzeug? Oft wird eine solche im Rahmen von Kaskoversicherungen angeboten.
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