Wie kann ich jetzt sparen?

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss der Sparstift angesetzt werden – auch im Privathaushalt. Jetzt heißt es: Kosten reduzieren, wo es nur möglich ist. In vielen Bereichen schlummert ein ordentliches Sparpotenzial. Für diverse Versicherungen, für Darlehen und Konten zahlen wir oft zu viel. Das liegt daran, dass wir uns nicht die Zeit nehmen, die bestehenden Verträge mal genauer unter die Lupe zu nehmen und günstigere Angebote einzuholen.

Doch in Krisenzeiten macht sich das Durchforsten der Fixkosten doppelt bezahlt: Man hat das Gefühl, aktiv etwas zu tun und außerdem bleibt dadurch mehr Geld für andere Dinge – zum Beispiel für das Sparen für den nächsten Urlaub (und der wird sicher kommen!).

Die gute Nachricht: Das Vergleichen ist heute viel einfacher als früher. Mit wenigen Klicks können die Angebote der unterschiedlichen Spezialisten transparent und einfach dargestellt und verglichen werden. Mühsame Anfragen oder stundenlanges Recherchieren auf den einzelnen Portalen entfällt.

In welchen Bereichen können wir nun sparen? Wir haben einige Tipps und Empfehlungen zusammengestellt:

Versicherungsverträge durchforsten

Gut abgesichert zu sein kann gerade in Zeiten wie diesen die Nerven beruhigen. Andererseits knabbern teure Versicherungen das Haushaltsbudget an – und das ist in den meisten Fällen gar nicht nötig. Denn durch einen Versicherungswechsel können bei Haushalts-, Lebens- und Kfz-Versicherungen deutliche Einsparungen erzielt werden. Außerdem sollten die Verträge auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft werden, oftmals bestehen für ähnliche Bereiche gleich mehrere Versicherungen. Hingegen wird oft vergessen, neue Versicherungen nach Änderungen der Lebenssituation anzulegen – beispielsweise bei einem neuen Haustier oder bei einem neuen Hobby (Stichwort Fahrradversicherung).  

Umschuldung überlegen

Aus Bequemlichkeit und aus Angst vor dem vermeintlich hohen Aufwand scheuen viele Kreditnehmer vor der Möglichkeit einer Umschuldung zurück. Dabei bietet der Umstieg die Chance auf deutlich reduzierte Fixkosten. Zu berücksichtigen sind dabei Laufzeit (je länger, desto eher macht eine Umschuldung Sinn), derzeitige Konditionen und Kosten einer Umschuldung. Nicht vergessen: Die Banken stehen in einem harten Wettbewerb, was den Konsumenten nur recht sein kann.

Investment-Chancen nutzen

Nicht nur die Kosten sollten im Auge behalten werden, auch die Geldanlage gehört wegen der aktuellen Lage laufend überprüft. Es wäre schade, wenn das mühsam Ersparte schlecht angelegt wird. Die Möglichkeiten reichen von Festgeld und Tagesgeld bis zu Online-Brokern. Auch hier bringt das Vergleichen Vorteile, etwa hinsichtlich der laufenden Gebühren.

Niedrige Zinsen ausnutzen

Die wirtschaftliche Schieflage als Folge der Coronakrise führt dazu, dass die Zinsen auf absehbare Zeit auf einem extrem niedrigen Niveau bleiben werden. Was für die Geldanlage negativ ist, hat für neue Darlehen positive Auswirkungen: Derzeit sind Kredite besonders günstig und wer jetzt die passenden Angebote vergleicht, darf mit Zinskonditionen rechnen, die auch über einen längeren Zeitraum attraktiv bleiben.

Energiekosten optimieren

Die Energiekosten sind ein großer Brocken der monatlichen Fixkosten. Daher ist ein Überprüfen der bestehenden Verträge und ein möglicher Umstieg auf einen anderen Versorger empfehlenswert.

Haushaltsbuch führen

Eine Übersicht über die monatlichen Ausgaben ist einfacher, wenn alles übersichtlich festgehalten wird. Dann ist auch ersichtlich, in welchen Bereichen Sparmaßnahmen einen großen Effekt haben.


Robert Prazak verantwortet die Online-Redaktion von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 1995 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale, aber auch für Social Media Agenturen, Banken sowie PR-Verlage.

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