Günstiger wohnen

Kaufen oder mieten? Wohnkredite sind wegen der niedrigen Zinsen derzeit sehr attraktiv. Doch der Teufel steckt im (Vertrags)Detail, wie die Arbeiterkammer nun warnt. Denn trotz der interessanten Angebote kann die finanzielle Belastung hoch sein – nicht zuletzt wegen der Menge an Nebenkosten, die dazu gerechnet werden müssen. Denn mit dem Kreditbetrag alleine ist es nicht getan: Bearbeitungsgebühr, Schätzkosten, Kontoführung, Bonitätsprüfung und Pfandrechtsgebühr sind einige Punkte, die nicht vergessen werden sollten. Viele Kreditnehmer nehmen sich zur Absicherung außerdem eine Versicherung, die ebenfalls ins Haushaltsbudget einberechnet werden muss.

Laut Arbeiterkammer kommt es vor allem auf das Verhandlungsgeschick zukünftiger Kreditnehmer an, ob sie sich langfristig viel Geld sparen können. So könnte man sich bei einem Wohnkredit über 200.000 Euro und einer Laufzeit von 25 Jahren bei günstigen Bedingungen für Zinssatz und Spesen mehr als 27.000 Euro sparen.

Worauf sollten Kreditnehmer bei einem Wohnkredit aufpassen?

  • Nebenkosten wie Kontoführung oder Schätzkosten können viel ausmachen. So reicht die Bandbreite bei den Kosten fürs Konto von 5 bis 18 Euro monatlich. Im Regelfall sind viele dieser „Nebengeräusche“ eines Wohnkredits aber verhandelbar – Kreditnehmer sollten auf keinen Fall gleich die Bedingungen der Bank akzeptieren.
  • Je besser die Bonität, desto günstiger die Bedingen für den Kredit. So hängt der Zinsaufschlag davon ab.
  • Variabel oder fix: Diese grundsätzliche Frage sollten Kreditnehmer vorab für sich entscheiden. Bei einer fixen Variante wird der Zinssatz über einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben, dafür sind diese Kredite etwas teurer. Bei der variablen Variante kann der Zinssatz je nach Entwicklung an den Finanzmärkte sinken oder steigen – das erhöht das Risiko.
  • Welche Kosten fallen bei einer Beendigung des Kredits an, etwa für das Löschen des Pfandrechts der Bank?
  • Das Vergleichen der konkreten Angebote der Banken ist unverzichtbar: Die Unterschiede sind auf den ersten Blick nicht groß, doch über den langen Zeitraum eines Wohnkredits können sie beträchtlich sein.

Robert Prazak verantwortet die Online-Redaktion von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 1995 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale, aber auch für Social Media Agenturen, Banken sowie PR-Verlage.