Darum ist eine gute Geldanlage wichtig

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Wer Geld anlegt, verfolgt immer einen Zweck. Der Zweck besteht darin, aus den verschiedensten Gründen zu sparen. Die einen sparen für das Alter, andere für größere Anschaffungen und wieder andere wollen Geld auf die hohe Kante legen für den Nachwuchs. Aber es gibt auch noch einen anderen Grund, Geld anzulegen: die Inflation.

Geld, das heute unterm Kopfkissen oder auf dem Girokonto liegt, ist in einigen Jahren nicht mehr genauso viel wert. Durch die Inflation verringert sich der Wert des Geldes mit der Zeit. Was lässt sich dagegen tun? Es gibt eigentlich nur ein Gegenmittel gegen die Geldentwertung durch die Inflation. Das Geld muss so angelegt sein, dass es eine Rendite einbringt, die mindestens so hoch ist wie die Inflation. Eine Geldanlage kann auch dem langfristigen Vermögensaufbau dienen. Dazu kommen Anlagen infrage – mit einer Laufzeit von zehn oder mehr Jahren.

Das magische Dreieck

Bei Geldanlagen gibt es ein magisches Dreieck, das Anleger stets mi Auge behalten sollten: Sicherheit, Rendite, Liquidität. Verändert sich einer dieser Aspekte, führt das zwangsläufig dazu, dass sich auch die anderen Elemente des Dreiecks verändern. Dabei gibt es auch eine unrealistische Konstellation: eine Geldanlage, die absolut sicher ist, pro Jahr eine Rendite von sechs Prozent einbringt.

Zu den Anlageklassikern gehören Festgeld und Tagesgeld.  Am Zinsmarkt ist allerdings schon seit ein paar Jahren  Flaute. Im Januar hat die Europäische Zentralbank EZB die Niedrigzinsstrategie bestätigt. Es geht weiter mit null Prozent Zinsen. Durch das Aufkaufen von Staatsanleihen soll billiges Geld in den Markt gelangen, das die Inflation antreibt und damit indirekt auf die Wirtschaft wirkt, um einen Aufschwung zu begünstigen. Die Folge: Tages- und Festgeld haben nicht mehr die Renditen wie noch vor einigen Jahren. Dennoch gibt es noch Angebote für Tagesgeldkonten, die sich lohnen. Mit dieser Anlageform lässt sich zumindest der Verlust durch die Inflation ausgleichen.

Weitere Anlagen – aber nicht immer ganz risikofrei

An der Börse gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Geld anzulegen. Natürlich ist damit ein gewisses Risiko verbunden. Es wäre nicht das erste Mal, dass es zu einem Börsen-Crash kommt. Aber trotz aller Börsen-Crashs ist es langfristig immer bergauf gegangen. Wer in einen Fonds investiert, setzt sein Geld nicht einfach auf ein einzelnes Unternehmen. Die Investition erfolgt in mehrere Unternehmen, wodurch das Geld auf unterschiedliche Gebiete verteilt wird und das Risiko sich am Ende verringert. Rauscht beispielsweise der Kurs eines Unternehmens in den Keller, muss nicht gleich der ganze Fonds  an Wert verlieren.

Eine weitere Möglichkeit sind Aktien. Sie sind quasi die Rockstars an der Börse. Käufer von Aktien erwerben einen realen Anteil am betreffenden Unternehmen und werden so Miteigentümer. Meist zahlen die Unternehmen jährlich eine Dividende an die Aktionäre aus. Im Vergleich zu den üblichen Zinsen aus Tages- oder Festgeldkonten fallen die Dividenden teilweise viel höher aus. Aktien unterliegen häufig starken Schwankungen. An einem Börsentag kann es schon mal passieren, dass der Kurs um einige Prozentpunkte nach unten geht. Das sollte aber niemanden verunsichern. Wer die Aktie eines Unternehmens hält, das gute Zukunftsaussichten hat, das auf robusten Beinen steht und die Aktie zu einem vernünftigen Preis erworben hat, braucht sich darüber keine Sorgen zu machen. Die Aktien sollten hinsichtlich der Unternehmen und der Anlageklassen gestreut sein.

Wenn die Inflation das Gesparte aufzehrt

Die Inflation liegt in Österreich stabil bei 2,2 Prozent, so die Informationen der Österreichischen Nationalbank. Das heißt, wer jeden Monat einen Betrag x spart und zur Seite legt, wird dennoch automatisch ärmer. Das heißt, dass sich nicht nur das Ersparte auf dem Konto oder dem Sparbuch nicht vermehrt. Im Gegenteil: Es verliert sogar an Kaufkraft. Laut Berechnungen der UniCredit Bank Austria haben die Sparer in Österreich im vergangenen Jahr real 4,7 Milliarden Euro verloren. Selbst wenn die EZB die Zinsen jetzt nach und nach anhebt auf ein Prozent, ist das noch nicht genug, um die Inflation auszugleichen.

Das Geld retten und sogar vermehren

Die Österreicher hängen – trotz null Prozent Zinsen – an ihrem Sparbuch. Dort liegt aktuell die Hälfte des Vermögens. Viele sind, was Geldanlagen anbelangt, eher konservativ. Nur etwa 25 Prozent sind in Wertpapieren angelegt. Bei einem umgekehrten Verhältnis wäre der reale Inflationsverlust nur noch etwa halb so hoch mit knapp 2,5 Milliarden Euro.

Eigentlich gibt es sogar viele Gründe, die dagegen, sprechen Geld anzulegen: die Weltwirtschaftskrise 2008/2009, die Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende, die Destabilisierung Europas. Deshalb sind seriöse und sichere Geldanlagen sehr wichtig. Bei der Auswahl der Geldanlage spielen Sicherheit und Seriosität eine wichtige Rolle.

Lohnende Geldanlagen trotz Niedrigzinsphase – offene und geschlossene Fonds

Offene Fonds sind generell sehr beliebte Finanzprodukte. Anleger sind vermögende Privatkunden und auch die einfachen Sparer, die mit Fondssparplänen ein bisschen Geld auf die Seite legen möchten. Wichtig bei der Auswahl des richtigen Fonds sind die Renditegesichtspunkte. Immobilienfonds, Aktienfonds und gemischte Fonds sind hier vorzuziehen. Geschlossene Fonds und (außerbörsliche) Beteiligungen sind ebenfalls eine reditestarke Alternative. Dafür ist jedoch ein bisschen mehr Kapital notwendig. Die Mindesteinlagen betragen häufig 20.000 Euro und mehr. Ein gewisses Fachwissen ist bei diesen Fonds von Vorteil, denn das Geld ist zum einen für mindestens vier bis fünf Jahr gebunden. Außerdem erfolgt die Investition in nur ein Projekt, sodass es hier keine Risikostreuung gibt.

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