Aufpassen bei dubiosen Anlageversprechen

Kryptowährungen wie Bitcoin waren eine Zeitlang der große Renner. In den letzten Monaten ist es etwas ruhiger geworden um diese Währungen, die auf der Blockchain-Technologie aufbauen. Doch jetzt heißt es besonders gut aufpassen, denn zahlreiche Betrüger versuchen Privatanleger hinters Licht zu führen. Zuletzt wurde in Österreich der Fall einer Krypto-Plattform mit Sitz auf den Marshall-Inseln bekannt, die Kunden um mehrere Tausend Euro erleichtert hat. Dabei wurde versprochen, das Geld durch Investition in angeblich steigende Kryptowährungen zu vermehren. Als die Erfolge ausblieben, sollte immer mehr nachgeschossen werden. Irgendwann fiel der Betrug auf, Kunden wandten sich an die Arbeiterkammer. Allerdings ist der Kampf gegen die Betrüger schwierig, denn diese verschanzen sich hinter Briefkastenfirmen und Websites, die dann plötzlich lahmgelegt werden. Verdächtig ist es, wenn anfangs kleinere Beträge zu einem (kleineren) Gewinn führen – das verleitet Anleger dazu, immer mehr Geld in das angeblich tolle Geschäft zu stecken.

Ein anderer Fall des Betrugs: Angebliche Vermögensverwalter kontaktieren Personen telefonisch oder via E-Mail und versprechen ein tolles Aktiengeschäft. Sie hätten Kenntnis, dass bestimmte Börsenkurse demnächst in die Höhe schießen würden. Dabei werden sogar Broschüren vorgelegt, die jenen von echten Vermögensberatern täuschend ähnlich aussehen. Auch die Websites der Betrüger, die oft in Hong Kong oder Taipei sitzen, sehen sehr professionell aus. Es wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut, die Betrüger gehen psychologisch sehr geschickt vor. Doch bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Sache einen Haken hat. Das Unternehmen hat gar keine Bankkonzession in Österreich oder verspricht irre Renditen.

Anleger sollten sich genau informieren, bevor sie in solche waghalsigen Aktionen ihr Geld stecken: Gibt es diese Firma wirklich? Wie werden Anleger kontaktiert? Seriöse Unternehmen belästigen Privatpersonen nicht mit Anrufen oder E-Mails. Es ist empfehlenswert die Aussagen zu überprüfen: Weshalb sollten die Kurse eines bestimmten Unternehmens demnächst stark steigen, gibt es dazu Anhaltspunkte in internationalen Medien?

Höchste Gefahr besteht, wenn Investitionen auf ausländische Konten getätigt werden sollen. Aufpassen heißt es auch wegen eines möglichen Datenklaus, etwa Kontodaten oder sogar Transaktionsnummern – damit können die Gauner nach Belieben Geld abheben.


Robert Prazak verantwortet die Online-Redaktion von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 1995 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale, aber auch für Social Media Agenturen, Banken sowie PR-Verlage.