Vorfälligkeitsentschädigung

Die Banken rechnen bei der Vergabe eines Kredits mit bestimmen Einnahmen über einen längeren Zeitraum. Wird der Kredit vom Kreditnehmer allerdings früher zurückbezahlt, sinken diese Einnahmen. Daher können die Banken eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung bzw. Vorfälligkeitsgebühr verlangen. Das muss allerdings schon im Kreditvertrag verankert werden, diese Vereinbarung sollte man sich daher vor dem Unterschreiben des Vertrags genau ansehen – eventuell gibt es da auch noch einen gewissen Verhandlungsspielraum. Bei diesen Entschädigungen muss zwischen fixen und variablen Krediten unterschieden werden: Bei fixem Zinssatz kann innerhalb eines Jahres ein Betrag von bis zu 10.000 Euro ohne Nebenkosten zurückbezahlt werden, danach gibt es die besagte Pönale (Vorfälligkeitsentschädigung) von bis zu 1 Prozent. Bei variabler Verzinsung muss eine Rückzahlung stets ohne Extrakosten möglich sein. Für Wohnkredite mit Fixzins- und variablem Teil ist die Bestimmung der jeweiligen Zinsperiode gültig.

Wie berechne ich eine Vorfälligkeitsentschädigung?

Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung bzw. Vorfälligkeitsgebühr hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von der Art des Kredits, Kredithöhe, vereinbartem Zinssatz und so weiter. Generell gilt aber: Diese Entschädigung darf bei Krediten, die nach Juni 2010 abgeschlossen wurden, auf keinen Fall höher als 1 Prozent des vorzeitig zurückbezahlten Betrags sein. Das gilt für Kredite, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr ausmacht. Bei Krediten, die noch weniger als ein Jahr laufen würden, dürfen sogar nur 0,5 Prozent Gebühr bzw. Entschädigung verlangt werden. Bei älteren Krediten (abgeschlossen vor Juni 2010) können noch deutliche höhere Vorfälligkeitsentschädigungen anfallen.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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