Aktuelle Festgeldzinsen – hohe Zinsen trotz Zinssenkung
In unserem Festgeldvergleich erfahren Sie:
- Trotz Leitzinssenkung der EZB auf 2,50% gibt es noch gute Festgeldzinsen, die für die Laufzeit garantiert sind – Experten raten, jetzt zu nutzen, bevor Zinsen weiter sinken.
- Beste Angebote laut Capitalo-Vergleich: Spitzenzinsen bei der Klarna Bank AB mit 2,11 % p.a. für 12 Monate und Anadi Bank mit 2,00 % für 6 Monate.
- Vorteile Festgeld: Sicherheit durch garantierte Zinsen & Rückzahlung, meist höhere Zinsen als Sparbuch speziell bei längerer Laufzeit, EU-Einlagensicherung bis 100.000€ pro Person & Bank.
So kommen Sparer und Anleger in Österreich jetzt noch in den Genuss hoher Zinsen für Festgeld – Update Jänner 2026.
Die jüngste Zinssenkung der EZB Mitte Oktober bestätigte die Richtung: Es geht weiter bergab. Der aktuelle Einlagesatz der EZB beträgt nun 2,50 Prozent. Die Zinsen konnten gesenkt werden, weil die Inflation zurückgegangen war.
Capitalo hat sich angesehen, welche Folgen die jüngste Zinssenkung für Sparer hat und welche Vorteile das Festgeld bietet. Über einen Festgeldvergleich werden die aktuellen Top-Angebote mit allen wichtigen Details wie Gebühren und Sicherstellung in einer Rangliste dargestellt.
Was bedeutet die Senkung des Leitzinses?
Vereinfacht gesagt: Kredite werden billiger, dafür gibt es weniger Geld fürs Sparen und Anlegen. Allerdings wird sich die jüngste Zinssenkung für die Sparer nicht allzu stark auswirken, denn sowohl klassischen Banken als auch die immer stärker auftretenden Online-Broker haben bereits in den vergangenen Monaten die Zinsen teilweise nach unten geschraubt. Außerdem ist der Konkurrenzkampf groß und neue Anbieter wollen in Österreich Kunden gewinnen.
Das aktuelle Capitalo-Ranking beweist: Mit einem Spitzensatz von derzeit 2,50 % Prozent pro Jahr ist Festgeld nach wie vor eine ausgezeichnete Möglichkeit, sein Geld auf sichere und bequeme Weise anzulegen.
Werden die Zinsen weiter sinken?
Ganz genau kann das natürlich niemand sagen, denn zunächst gilt es, die Folgen der aktuellen Zinssenkung zu beurteilen. Die EZB trachtet ja generell danach, die Wirtschaft anzukurbeln und zugleich stabile Preise für die europäischen Verbraucher zu garantieren. Dafür ist ein Balanceakt beim Leitzins nötig.
Der Hintergrund: Bei hohen Zinsen wird mehr gespart, was den Konsum bremst; zugleich werden weniger Kredite vergeben, was speziell für die Bau- und Immobilienbranche weitreichende Folgen hat. Im Gegensatz sollen sinkende Zinsen zur Vergabe von mehr Krediten und zu einem höheren Konsum führen – genau das hat die EZB mit der jüngsten Zinssenkung im Sinn. Ausschlaggebend für diesen Schritt war zudem der Umstand, dass die Inflation in Europa zuletzt etwas gesunken ist. Ein weiterer Zinsschritt scheint möglich, aber wann dieser kommen könnte, ist unklar.
Wo gibt es die besten Festgeldzinsen in Österreich?
Wie sieht es nun aber mit Zinsen für Festgeld in Österreich aus? Die österreichische Vergleichsplattform Capitalo analysiert laufend die konkreten Angebote und stellt diese in einer Vergleichstabelle übersichtlich und auf verständliche Weise dar. Dabei können wie erwähnt zunächst der gewünschte Anlagebetrag sowie die geplante Anlagedauer definiert werden. Dann werden die besten Angebote dafür in absteigender Form – die höchsten Zinssätze zuerst – angezeigt.
Der aktuelle Capitalo-Vergleich zeigt die Klarna Bank AB an der Spitze: Mit einem Zinssatz von 2,11 % pro Jahr für eine Laufzeit von zwölf Monaten bietet sie eine garantierte Verzinsung für Beträge bis zu 500.000,00 Euro. Es fallen keine Gebühren an, und die Kontoeröffnung sowie -führung sind kostenlos. Die KOMMUNALKREDIT INVEST liegt bei 2,00 % für zwölf Monate. Auf dem dritten Platz folgt die Anadi Bank, ebenfalls mit 2,00 %, verfügbar für Einlagen bis zu 500.000,00 Euro und einer Mindestanlage ab 1.000,00 Euro.
Dicht dahinter rangieren die DenizBank und Denzelbank mit jeweils 1,95 % bzw. 1,90 Zinsen für eine Laufzeit von zwölf Monaten. Die DenizBank akzeptiert Anlagesummen bis zu 1.000.000,00 Euro bei einer Mindesteinlage von 1.000,00 Euro, während Denzelbank eine niedrigere Einstiegshürde mit einer Mindestanlage von nur 500,00 Euro setzt.
Exkurs – Was ist Festgeld?
Das Wichtigste: Festgeld bietet gute Zinsen im Vergleich zu anderen Anlage- und Sparformen, vor allem gegenüber dem traditionellen Sparbuch oder auch einem Girokonto. Es ist eine festverzinsliche Variante, bei der der gewählte Betrag zu einem fest vereinbarten Zinssatz und eine vereinbarte Laufzeit bei der Bank – also genauer gesagt am Festgeldkonto – bleibt. Im Gegensatz zu Tagesgeld kann dabei nicht rasch auf das Geld zugegriffen werden. Festgeld eignet sich daher nicht, um für unvorhergesehene Ausgaben gewappnet zu sein; dafür ist Tagesgeld besser geeignet. Allerdings ist im Fall der Fälle und zu bestimmten Bedingungen bereits vor Ablauf der Laufzeit das Geld verfügbar – die genauen Bestimmungen hängen vom Anbieter ab. Jedenfalls könnten bei einer vorzeitigen Auflösung die Zinsen deutlich niedriger sein.
Festgeld erfreut sich in Österreich steigender Beliebtheit und hat das klassische Sparbuch abgelöst.
Vorteile von Festgeld
- Garantierter Zinssatz und garantierte Rückzahlung am Ende der vereinbarten Laufzeit – das gibt hohe Sicherheit.
- Kein Risiko: Rückzahlung und Top-Zinsen am Ende der Laufzeit einer Festgeld-Anlage sind garantiert, fixe Anlagedauer gibt Planbarkeit.
- Vergleichsweise höhere Zinsen als vergleichbare Anlageprodukte. Vor allem höhere Zinsen bei längerer Laufzeit.
- Absicherung zusätzlich dank des österreichischen Einlagensicherungsfonds (bis 100.000 Euro, gilt im gesamten EU-Raum).
- Wer mit einem steigenden Zinsniveau rechnet, könnte jetzt einen bestimmten Betrag auf einem Festgeldkonto „parken“, um dann in naher Zukunft – beispielsweise in einem Jahr – auf ein anderes Anlageprodukt umzusteigen.
Nachteile von Festgeld
- Feste Laufzeit, keine Kündigungsmöglichkeiten vor dem Ende.
- Keine Möglichkeit, von höheren Zinsen zu profitieren.
- Weniger Flexibilität als bei anderen Formen der Geldanlage.
- Sichere Variante, um kurzfristig Geld anzulegen oder als Teil einer langfristigen Strategie (etwa für die Altersvorsorge). Dazu müssen Anleger auf das Laufzeitende achten und die Wiederanlage bedenken, damit sie nicht um gute Zinsen umfallen.
Wie wähle ich das beste Festgeldangebot in Österreich aus?
Es gibt immer mehr Angebote von Festgeld, weil das Interesse an dieser flexiblen Spar- und Anlagevariante steigt. Allerdings ist die Auswahl nicht einfach, denn es gibt eine Vielzahl von Details zu beachten. Wichtig sind vor allem die folgenden Kriterien:
- Zinssatz (wichtig ist der effektive Zinssatz)
- Laufzeit
- Mindest- und Höchstanlage (Beträge)
- Gebühren, u.a. für Eröffnung und Führung des Kontos
- Wann erfolgen Zinsgutschriften?
- Details zur Einrichtung des Festgeldkontos (Online-Einrichtung, Videoident, App, etc.)
- Besonderheit beim Angebot (zum Beispiel Laufzeiterinnerung etc.)
Ist Festgeld in Österreich abgesichert?
Ja, bis zu einer bestimmten Höhe sind Einlage auf Festgeldkonten und ähnlichen Finanzprodukten in Europa sicher. Man spricht hier von der Einlagensicherung. Diese gilt für alle Staaten der EU, also auch für Österreich und Deutschland. Maximal 100.000 Euro sind pro Person und Bank auf diese Weise abgesichert. Das heißt: Die gesetzliche Einlagensicherung gilt auch für Verträge, die mit einer Bank aus einem anderen europäischen Land abgeschlossen werden. Ein seriöser Vergleich wie jener von Capitalo führt auch an, in welchem Land der Anbieter seinen Sitz hat.
Aber wie gesagt: Durch die Einlagensicherung sind europäische Konsumenten auf jeden Fall abgesichert.
Voraussetzungen, um eine Festgeldanlage nutzen zu können
Um eine Festgeldanlage nutzen und ein Festgeldkonto (auch als Termingeldkonto bezeichnet) eröffnen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Man muss in Österreich gemeldet sein und benötigt ein Girokonto bzw. Sparkonto bei einem österreichischen Anbieter – dieses dient als Referenzkonto. Außerdem gilt ein Mindestalter des Inhabers von 18 Jahren bzw. von 16 Jahren, falls es die Zustimmung des Erziehungsberechtigten gibt. Die Kontoeröffnung kann am einfachsten bei den Direktbanken erfolgen, zum Teil erfolgt die Legitimation via Video-Ident; man nutzt dabei also die Webcam am Laptop, um sich zu legitimieren.
Weitere Tipps für Festgeld in Österreich
- Wichtige Begriffe für die Auswahl von Festgeld sind „thesaurierend“ und „ausschüttend“. Thesaurierend bedeutet, dass die erzielten Renditen nicht ausbezahlt werden, sondern wieder investiert werden. Durch den Zinseszinseffekt wächst das Vermögen dadurch rascher. Bei ausschüttenden Varianten wird die Rendite hingegen ausbezahlt, und zwar auf das sogenannte Referenzkonto (Girokonto).
- Längere Laufzeiten bedeuten in der Regel höhere Zinsen, allerdings können manche Angebote davon abweichen. Angesichts möglicher weiterer Zinssenkungen erscheinen länger laufende Festgeldverträge jetzt attraktiv.
- Festgeldangebote erfordern ein Girokonto oder ein Sparkonto, über das abgerechnet wird.
Zinsentwicklung der letzten 5 Jahre im Überblick
| Jahr | 1 Jahr* | 2 Jahre* | 3 Jahre* | 5 Jahre* |
|---|---|---|---|---|
| 2019 | 1,19 % | 1,30 % | 1,41 % | 1,68 % |
| 2020 | 1,01 % | 1,22 % | 1,30 % | 1,52 % |
| 2021 | 0,95 % | 1,17 % | 1,29 % | 1,31 % |
| 2022 | 0,70 % | 0,95 % | 1,07 % | 1,09 % |
| 2023 | 2,75 % | 2,50 % | 2,40 % | 2,00 % |
| 2024 | 2,25 % | 2,15 % | 2,00 % | 2,35 % |
| 2025 | 1,85 % | 2,00 % | 2,00 % | 2,15 % |
Fragen zum Festgeld in Österreich
Üblich sind Laufzeiten zwischen 6 und 120 Monaten. Am besten immer Angebote ähnlicher Laufzeiten miteinander vergleichen.
Alle Einlagen innerhalb der EU sind bis zu einer Summe von 100.000 Euro gesichert. In Österreich und einigen anderen EU-Ländern wie Deutschland beträgt die Entschädigungsfrist sogar nur 7 Tage.
Tatsache ist: Die niedrigen Zinsen sind derzeit quer durch alle Anlageklassen zu beobachten, auch beim Festgeld waren die Zinsen schon mal deutlich höher. Doch bei längeren Laufzeiten können sich die Zinsen schon zu einer ansehnlichen Summe addieren, von den sonstigen Vorteilen wie Sicherheit und Planbarkeit abgesehen.
Die Kündigung von Festgeld bzw. Termingeld ist in den meisten Fällen möglich, allerdings werden dann keine Zinsen bezahlt. Möglicherweise sind auch Gebühren zu bezahlen. Diese Details sind beim jeweilen Festgeld-Konto genau zu betrachten.
Bei manchen Anbietern von Festgeld sind schon Beträge ab 100 Euro möglich, bei anderen beträgt die Mindesteinlage 10.000 Euro. Der maximale Betrag ist theoretisch nach oben unbegrenzt, zu bedenken ist aber die gesetzliche Einlagensicherung in der EU – diese garantiert nur bis zu 100.000 Euro.
Die Zinsen werden meistens einmal jährlich, in bestimmten Fällen auch monatlich, ausbezahlt. Dafür gibt es bei den meisten Festgeld-Konten 2 Varianten: Entweder werden diese Zinsen ausgeschüttet, also beispielsweise auf das Referenzkonto (Girokonto) überwiesen. Oder die Bank legt die Zinsen wieder auf dem Festgeldkonto an, wodurch sich ein Zinseszinseffekt ergibt. Der Zinsertrag ist jedenfalls ein wichtiges Argument für Festgeld.