Einlagensicherung

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Wie sicher ist Ihr Geld auf dem Festgeldkonto?

Einlagensicherungssysteme in Österreich dienen dem ausdrücklichen Schutz von Sparern und deren Guthaben. Sie gelten auch dann, wenn eine Bank in Konkurs geht oder zahl­ungsunfähig wird. Für Festgeld gilt die Einlagensicherung ebenso, wie für alle anderen Spar- und Sichtkonten. Geht eine Bank Pleite, springt die Einlagensicherung somit für Ihr Erspartes auf dem Festgeldkonto ein. Das gilt für alle Banken, auch für diejenigen, die ihren Sitz im Ausland haben.

In Sachen Einlagensicherung gilt: Jedes Kreditinstitut, das in Österreich Einlagen entgegen nimmt, muss die Ein­lagen sicherstellen und einer so genannten „Sicherungseinrichtung“ an­ge­hör­en.

Die Gesetzliche Einlagensicherung (neu)

Die neue österreichische Einlagensicherung ist in ein­em eigenen Bundes­ge­setz (Einlagensicherungs- und An­leger­ent­schädig­ungs­ge­setz) geregelt. Sie gilt seit 15. August 2015. Basis der neuen gesetzlichen Regel­ung ist eine EU-Richtlinie. Spareinlagen sind mit 100.000 Euro pro Kunde und Bank ab­ge­sich­ert. Innerhalb dieser Wertgrenze sind auch etwaige Zinsen besichert. Guthaben auf Gemeinschaftskonten sind ebenso abgesichert, sodass Mehr­fach­aus­zahl­ung­en – für jeden Kontoinhaber – möglich sind. Es lohnt sich also für Sie, Beträge über 100.000 Euro auf mehrere Institute bzw. Konten zu verteilen.

Sicherungseinrichtungen in Österreich

In Österreich gibt es folgende Sicherungseinrichtungen:

  • Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H.
  • Sparkassen-Haftungs AG
  • Österreichische Raiffeisen-Einlagensicherung eGen
  • Volksbank Einlagensicherung eGen
  • Hypo-Haftungs Gesellschaft m.b.H.

Tipp: Ab 2019 gibt es eine einheitliche Sicherungseinrichtung, die von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) betrieben wird.

Einlagensicherungsfonds der Banken

Die Haftung für die zu sichernden Einlagen liegt bei den jeweiligenBanken. Diese müssen regel­mäßig in die neu eingerichteten Fonds der jeweiligen Sich­er­ungs­ein­richt­ung einzahlen müssen. Nach dem Gesetz kann der Bundesminister für Fin­anz­en nach Maßgabe besonderer gesetzlicher Ermächtigung die Bundeshaftung für Kreditoperationen der Sicherungseinrichtungen übernehmen, die diese für die rechtzeitige und vollständige Auszahlung der Ansprüche durchführen.

Für welche Konten gilt die Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung in Österreich gilt für Guthaben folgender Konten und Verträge:

Gilt die Einlagensicherung für Guthaben auf Bausparverträgen?

Ja! Neben Sparbücher (z.B. täglich fällige Sparbücher, Prämien-, Kapitalsparbücher) und Guthaben auf Konten (Girokonten, Festgeldkonten, Sparcards, Online-Spar­konten, Wertpapierverrechnungskonten), sind auch Guthaben von Bausparverträgen über die Einlagensicherung besichert.

Zählt für Gemeinschaftskonten die doppelte Einlagensicherung?

Die gesetzliche Einlagensicherung gilt pro Kunde und Bank. Haben Sie also ein gemeinsames Sparkonto oder Girokonto abgeschossen, dann sind über die gesetzliche Einlagensicherung 200.000 Euro abgedeckt. Auch Ihre Kinder genießen jeweils die Einlagensicherung, wenn das Festgeld oder das Festgeld auf den Namen des Kindes lautet. Sie sollen also durchaus für die ganze Familie Konten eröffnen.

Einlagensicherung bei ausländischen Kreditinstituten

Niederlassungen von Banken aus anderen EU-Staaten in Österreich unterliegen dem Sicherungssystem des jeweiligen EU-Landes. Somit werden Guthaben auf Festgeldkonten ausländischer Banken gemäß dem Sicherungsfonds deren jeweiligen Herkunftsländer besichert. Nach geltendem EU-Gesetz sind hierüber ebenfalls 100.000 Euro pro Kunde und Bank ab­ge­sich­ert.

Unser Tipp: Falls Sie nicht sicher sind, welch­em Sicherungsverband Ihr aktuelles Kreditinstitut angehört, finden Sie auf einlagensicherung.at eine Mitgliederliste der Einlagensicherung der Banken und Bankiers.

Wie lange dauert es, bis die Einlagensicherung auszahlt?

Die Auszahlung bzw. Erstattung erfolgt antragslos. Hierzu müssen Sie der jeweiligen Sicherungseinrichtung aber ein Konto bekanntgeben, auf welches der Forderungsbetrag ausbezahlt werden soll. Weiters gilt: Die derzeit gültige Auszahlungsfrist von 20 Tagen wird ab 2019 bis 2024 schrittweise auf 7 Tage verkürzt. Banken in der EU haben allerdings bis 2024 Zeit die Auszahlungsfristen anzupassen. Auch verjähren künftig Ihre Ansprüche erst nach zehn Jahren, statt bislang fünf Jahren. Wichtig: Auch Guthaben auf Fremdwährungskonten sind erstattungsfähig. Die Aus­zahlung erfolgt hier in Euro. Für bestimmte Einlagen – beispielsweise aus Immobilientransaktionen im Zu­sam­men­hang mit privat genutzten Wohnimmobilien – gilt in Österreich eine höhere Einlagensicherungssumme bis zu 500.000 Euro. Diese ist zeitlich begrenzt für den Zeitraum von 12 Monaten nach Gutschrift des Betrages auf dem Konto des Sparers. Wichtig: Für die Auszahlung von Einlagen mit höherer Deckungssumme ist jedoch ein Antrag erforderlich.

Unser Tipp: Neben einer guten Verzinsung Ihrer Ersparnisse ist auch die Sicherheit ein entscheidender Faktor. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihre Festgeld-Bank einen Sitz innerhalb der Europäischen Union hat. Denn nur dann greift im Falle einer Bankenpleite die Europäische Einlagensicherung und schützt die Ersparnisse bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunden und Institut.

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Unser Tipp: Neben dem Zinssatz, Ihrer Rendite und der Laufzeit, sehen Sie im Vergleich auch alle weiteren relevanten Produktdetails der verschiedenen Festgeldangebote. Somit ist ein umfassender, informativer und einfacher Festgeldvergleich für Sie möglich – und dies völlig spesenfrei.

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