Ablebensversicherung bei einer Baufinanzierung sinnvoll?

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Mit einer Ablebensversicherung kann jeder Immobilienkredit für den Todesfall günstigen besichert werden. Seid Ihr eine junge Familie mit Kindern, ist dies sogar dringend zu empfehlen. Verstirbt ein Hauptverdiener, könnt Ihr dank der vereinbarten Versicherungssumme den Kredit sofort ablösen und das eigene Heim so erhalten.

Ist eine teure Hausfinanzierung vereinbart und stirbt plötzlich ein Familienmitglied, ist das finanzielle Chaos meist vorprogrammiert. Denn die Gefahr ist groß, dass der hinterbliebene Partner alleine die laufenden Raten nicht bedienen kann und schlimmstenfalls zusammen mit den Kindern das erträumte Eigenheim aufgeben muss. Dieses Szenario lässt sich mit einer günstigen Ablebensversicherung vermeiden – allerdings gilt es hierbei einige Dinge zu beachten.

Passende Todesfallsumme vereinbaren

Zuallererst steht hier die Versicherungssumme im Fokus. Sie sollte bei jeder Ablebensversicherung ausreichen, um im Todesfall die bestehende Kredithöhe komplett abzulösen. Konkret bedeutet dies: Zu Versicherungsbeginn sollte die Summe mindestens genauso hoch sein, wie das aufgenommene Darlehen für Haus oder Wohnung.

Weiters darf die Absicherung Deiner Angehörigen nicht vergessen werden. Verstirbt beispielsweise bei einem Ehepaar mit zwei Kindern einer der Eheleute, sollte zusätzlich ausreichend Geld zur Verfügung stehen, um die laufenden Lebenshaltungskosten sowie die Ausbildung der Kinder dauerhaft besichern zu können. Denn staatliche Leistungen wie Witwen- und Halbwaisenrente reichen gerade in jungen Jahren hierfür bei weitem nicht aus. Versicherungsexperten empfehlen in Sachen Summe zur Unterhaltsvorsorge das Drei- bis Fünffache des aktuellen Bruttojahreseinkommens. Auch dies sollte bei Bedarf zusätzlich zur Kreditsumme besichert werden – und ist angesichts günstiger Online-Angebote selbst bei Gesamtsummen von 300.000 Euro für rund 10 Euro pro Monat möglich.

Wichtig für Deine individuelle Besicherung: Entscheide Dich im Zweifel für eine konstante Versicherungssumme. Grundsätzlich sind Ablebensversicherungen meist mit konstanter, fallender oder freier Versicherungssumme wählbar. Bei konstanter Versicherungssumme bleibt die Todesfallleistung während der gesamten Laufzeit gleich – und wird im Todesfall während der Vertragslaufzeit in genau dieser Höhe ausgezahlt. Mit fallender Versicherungssumme verringert sich die Todesfallleistung hingegen Jahr für Jahr. Zwar sinken hier auch die Versicherungsbeiträge, für die Absicherung eines Immobilienkredits eignet sich diese Variante aber nur selten.

Zur Besicherung eines Immobiliendarlehens ist eine Ablebensversicherung mit annuitätisch fallender Versicherungssumme besser geeignet – hier sinkt die Todesfallsumme der Polizze in etwa gleich schnell wie die Summe der aktuellen Restschuld der Immobilienfinanzierung. Seltener sind weiters Polizzen mit wahlfreien Versicherungssummen, bei denen sich die Todesfallleistung jedes Jahr frei wählen oder anpassen lässt. Diese Variante ist aber nur sinnvoll, wenn hohe Sondertilgungen des Kredits fix geplant und im Haushaltsbudget möglich sind.

Tipp: Plane Deine Versicherungssumme bei der Ablebensversicherung stets so, dass zu keinem Zeitpunkt eine Unterversicherung droht. Mit passendem Tarif ist dies kein Problem und selbst bei einer klassischen Absicherung mit konstanter Summe sehr günstig.

Ebenso wichtig – die richtige Laufzeit

Um die eigenen vier Wände wirklich zu besichern, sollte die Vertragslaufzeit Deiner Ablebensversicherung die gesamte Tilgungsdauer des Immobilienkredits abdecken. In der Praxis heißt das: Da Baudarlehen oft zwanzig Jahre und mehr laufen, sollte auch Deine Laufzeit bei der Ablebenspolizze mindestens so lange dauern.

Wichtig dabei: In der Regel läuft beim Kreditvertrag mit der Bank die Erstfinanzierung nach einigen Jahren aus und für die verbliebene Kreditsumme muss eine Anschlussfinanzierung vereinbart werden. Auch diese sollte möglichst von Beginn mit eingeplant werden.

Tipp: Schließe Deine Ablebensversicherung nicht nur für die Laufzeit des Erstdarlehens ab, sondern für die gesamte Zeitspanne, bis das komplette Darlehen voraussichtlich an die Bank zurückgezahlt ist.

Ablebensversicherung – Partner und Nachwuchs nicht vergessen

Auf jeden Fall sollte eine Ablebenspolizze auf das Leben des Hauptverdieners abgeschlossen werden. Sind in Eurer Familie beide Partner berufstätig, gilt es aber das Leben beider zu besichern. Gerade wenn sich beispielsweise Dein Partner hauptsächlich um die Erziehung der Kinder kümmert, muss eine Risikolebensversicherung auch für sie oder ihn mit abgeschlossen werden. Denn im Todesfall kommen auf den überlebenden Partner die Kosten einer Kinderbetreuung oder der Ausbildung weiterhin zu.

Wahrheitsgemäße Angaben sind wichtig: Gerade bei hoher finanzieller Belastung durch eine Immobile sollten alle Verdiener im Haushalt in der Polizze mit aufgenommen werden. Wichtig dabei: Beantwortet obligatorische Gesundheitsfragen im Antrag vollständig und ehrlich. Versicherer fragen hier unter anderem nach Eurem allgemeinen Gesundheitszustand und den Lebensgewohnheiten, gefährlichen Hobbys oder Sportarten und Berufen mit überdurchschnittlichen Risiken.

Tipp: Flunkern beim Antrag lohnt sich nicht. Wenn Ihr Euch beispielsweise zum Nichtraucher macht oder Vorerkrankungen verschweigt, riskiert Ihr Vertragskündigungen und im Ernstfall sogar Euren kompletten Versicherungsschutz.

Interessante Themen – Nachversicherungsgarantie, Überschussbeteiligung, Berufsunfähigkeit

Im Zusammenhang mit einer Ablebensversicherung solltet Ihr aber auch weitere Themen im Blick haben – unter anderem beispielsweise:

  • Nachversicherungsgarantie: Diese ist bei der Ablebensversicherung gerade im Zusammenhang mit Baufinanzierung und Familienplanung bei jungen Familien durchaus sinnvoll. Hier könnt Ihr die Versicherungssumme ohne eine erneute Gesundheitsprüfung nachträglich erhöhen, um beispielsweise bei der Geburt eines Kindes die Todesfallleistung aufzubessern – unter Umständen steigt nur die monatliche Prämie.
  • Überschussbeteiligung: Versterben weniger Versicherte als angenommen, fallen in der Ablebensversicherung Überschüsse beim Versicherer an. Hieran kannst Du als Versicherte(r) beteiligt werden – entweder werden diese mit den Beiträgen verrechnet oder die Todesfallsumme erhöht sich. Zur Absicherung einer Immobilie eignen sich Tarife mit Beitragsverrechnung. Polizzen mit Todesfallbonus sind in Sachen Baufinanzierung hingegen nicht leiwand. Erwirtschaftet Euer Versicherer weniger Überschüsse als angenommen, sinkt die vereinbarte Todesfallsumme. Dies kann für Hinterbliebene im Todesfall unter Umständen zum zusätzlichen finanziellen Risiko bei der Rückzahlung des aufgenommenen Immobilienkredits werden. Zudem liegen die Beiträge meist höher.
  • Berufsunfähigkeit: Oft vergessen wird weiters das Risiko des Verlusts der eigenen Arbeitskraft. Wenn Ihr Euren Beruf durch schwere Krankheit oder Unfall plötzlich nicht mehr ausüben könnt, gibt es in der Regel zwar staatlichen Versicherungsschutz in Österreich. Allerdings fällt die staatliche Erwerbsminderungsrente gerade bei jungen Konsumenten mit kurzer Erwerbsbiografie oft sehr schmal aus. Selbstständige oder Berufsanfänger mit wenigen Versicherungsjahren gehen hier unter Umständen sogar leer aus. Eine private zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung mit monatlich garantierter Rentenleistung ist also – gerade beim Erwerb einer Immobilie – eine durchaus sinnvolle Ergänzung zur Ablebensversicherung. Die vereinbarte Rentensumme sollte allerdings Lebenshaltungskosten sowie monatliche Raten für den Immobilienkredit unbedingt abdecken.

Klassische Kapitallebensversicherung – keine geeignete Alternative

Beliebt bei Versicherungsvertreten zur Absicherung eines Immobilienkredits ist oftmals die Kapitallebensversicherung. Diese ist für Euch aber unnötig teuer, kombiniert sie doch den Risikoschutz mit einem meist starren Sparvertrag. Willst Du also zusätzlich Geld ansparen, solltest Du dies besser getrennt von einer günstigen Ablebensversicherung tun. So bleiben Du und Deine Familie flexibel und Ihr bezahlt für Euren Risikoschutz zur Baufinanzierung nicht mehr als wirklich nötig.

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