Debit Card

Wie bitte? Debitkarte? Ein neuer Begriff macht derzeit in Österreich die Runde. Seit dem Frühjahr können unter anderem die Kunden von Erste Bank und Sparkassen diese neue Karte zum Abheben von Geld und zum Einkaufen im Internet verwenden; bis Ende 2020 sollen alle Kunden dieser Banken die neue Debitkarte verwenden. Auch weitere Banken wie die Bank Austria setzen inzwischen diese Karte ein. Hier erklären wir, was dahinter steckt und welche Vorteile diese Karte bietet.

Was ist eine Debitkarte und welche Vorteile bietet sie?

Eine Debitkarte ist eine Mischung aus der bisher üblichen Bankomatkarte bzw. Maestrokarte und einer Kreditkarte. Dabei werden Zahlungen nämlich direkt und zeitnah vom Konto des Besitzers abgebucht. Das englische Wort „Debit“ steht für „Lastschrift“. Der Begriff Debitkarte war in anderen Ländern längst üblich, in Österreich aber bisher weitgehend unbekannt. Das hat sich mit Einführung der Debitkarte durch Erste Bank und Sparkassen aber geändert.erste-bank-debit-card

Was kostet die Debitkarte?

Die Debitkarten werden von den Banken beispielsweise als Debit Mastercard als Teil eines Girokonto-Pakets ausgegeben. Die Konditionen für die Debitkarte entsprechen jenen einer klassischen Bankomatkarte.

Wie funktioniert eine Debitkarte?

Wie bisher bei den klassischen Bankomatkarten kann man damit am Geldautomaten weltweit Geld abheben. Außerdem können damit wie bei einer Kreditkarte Einkäufe im Ausland getätigt werden. Für bestimmte Zielgruppen könnte damit eine eigene Kreditkarte überflüssig werden, da die neue Debitkarte viele Funktionen übernimmt. Auf der Vorderseite der neuen Debitkarte ist eine 16-stellige Kreditkartennummer aufgedruckt, auf der Rückseite Kontonummer (IBAN) und Bankleitzahl (BIC).

Was ist der Unterschied zwischen Debitkarte und Bankomatkarte?

Im Prinzip ist die Debitkarte eine Erweiterung der bisherigen Bankomatkarte bzw. Maestro-Bankkarte (fallweise BankCard genannt). Wie gewohnt kann man damit am Automaten Geld abheben, zusätzlich aber auch sicher im Internet einkaufen. Es ist also eine Kombination aus Bankomat- und Kreditkarte. Außerdem können damit mehrere Giro- und Sparkonten mit einer einzigen Karte verwaltet werden.

Wie funktioniert damit die Bezahlung im Internet?

Das Einkaufen im Internet ist einer der Vorteile der neuen Debitkarte – bisher war dazu eine klassische Kreditkarte nötig. Mittels eines mehrstufigen Authentifizierungsverfahrens (beispielsweise ein TAN, der auf das Mobiltelefon zugestellt wird, sowie die Angabe der Prüfzahl auf der Karte) wird sichergestellt, dass nur der Besitzer selbst das Online-Shopping durchführt. Außerdem können mit der Debitkarte auch Internet-Abos für Dienste wie Netflix oder Spotify verwaltet werden. Kunden von Erste Bank und Sparkassen können zudem über die Banking-App George das Online-Bezahlen mit ihrer Debitkarte deaktivieren, falls sie dies wünschen.

Gibt es eine Versicherung bei der Debitkarte?

Nein, bei einer Debitkarte ist keine Versicherung inkludiert. Im Gegensatz zu einer klassischen Kreditkarte stehen hier das Abheben von Geld, das Online-Shopping sowie das bargeldlose Bezahlen bei Einkäufen im Vordergrund.

Wo und wieviel Bargeld kann ich am damit am Geldautomaten abheben?

An Geldautomaten kann man im Regelfall bis zu 400 Euro pro Tag mit der Debitkarte abheben. An den Selbstbedienungsautomaten der eigenen Bank können hingegen höhere Limits möglich sein, im Regelfall bis zu 1000 Euro pro Tag. Die Limits können aber individuell unterschiedlich sein. Da die Abbuchung direkt vom Konto erfolgt, muss dieses aber ausreichend gedeckt sein, damit Abhebungen möglich sind.

Muss ich am Bankomaten Gebühren zahlen, wenn ich Bargeld abheben?

Abhebungen im Inland und innerhalb des Euroraums sind wie bisher kostenlos möglich. Bei Abhebungen in anderen Ländern und in anderen Währungen werden von den Banken Gebühren pro Transaktion eingehoben.

Kann ich mit der Debitkarte im Ausland und auf Reisen bezahlen?

Ja, die Debitkarte kann wie eine Kreditkarte im Ausland zum Bezahlen verwendet werden. Allerdings fallen Gebühren für die Umrechnung der Fremdwährung in Euro Spesen an. Allerdings heißt es auf die sogenannte GeoControl-Funktion einer Debitkarte aufpassen – damit können Abhebungen in Ländern außerhalb Europas und Nordamerikas sowie das bargeldlose Einkaufen gesperrt sein. Vor einer Reise in solche Länder muss daher die GeoControl-Sperre aufgehoben werden.

Kann ich die Debitkarte für Apple Pay nutzen?

Ja, Debitkarten können prinzipiell für den Bezahldienst von Apple verwendet werden. Sie müssen dafür allerdings freigeschalten werden bzw. müssen die Daten am iPhone bzw. iPad hinterlegt werden. Dann kann kontaktlos bei Händlern mit einem Apple-Gerät bezahlt werden. Zur Authentifizierung werden Face ID oder Touch ID (Fingerabdruck) verwendet.apple-pay

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Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet die Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.

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