💳 Prepaid-Kreditkarten in Österreich gibt es ab 16,50 EUR/Jahr (Paylife) bzw. 1,50 EUR/Monat (Card Complete).
🛒 Kaufen kannst du sie hauptsächlich online – in Trafiken und Tankstellen gibt es keine echten Prepaid-Kreditkarten mehr.
✅ Keine KSV-Prüfung nötig – ideal für Jugendliche, Budgetkontrolle und Online-Shopping.
⚠️ Einschränkung: Bei Mietwagen und manchen Hotels werden Prepaid-Karten oft nicht akzeptiert.
Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert auf Guthabenbasis – du kannst nur ausgeben, was du vorher aufgeladen hast. In Österreich bieten Paylife und Card Complete die bekanntesten Prepaid-Karten an. Hier erfährst du, wo du sie bekommst, was sie kosten und für wen sie sich lohnen.
Was ist eine Prepaid-Kreditkarte?
Eine Prepaid-Kreditkarte ist eine Zahlungskarte auf Guthabenbasis. Anders als bei einer klassischen Kreditkarte erhältst du keinen Kreditrahmen – du kannst nur das ausgeben, was du zuvor auf die Karte geladen hast. Ist das Guthaben aufgebraucht, funktioniert die Karte nicht mehr, bis du sie erneut auflädst.
Prepaid-Kreditkarten laufen über das Visa- oder Mastercard-Netzwerk. Daher kannst du sie grundsätzlich überall einsetzen, wo Visa oder Mastercard akzeptiert werden – im Geschäft, online und am Bankomat.
Was aber unterscheidet eine Prepaid-Karte von einer Debitkarte? Bei einer Debitkarte wird der Betrag direkt von deinem Girokonto abgebucht. Eine Prepaid-Karte ist hingegen nicht an ein Konto gebunden – du lädst ein separates Guthaben auf. Daher brauchst du auch kein Bankkonto, um eine Prepaid-Kreditkarte zu nutzen.
Prepaid-Kreditkarten in Österreich im Vergleich
Der österreichische Markt für Prepaid-Kreditkarten ist überschaubar. Die beiden Hauptanbieter sind Paylife (Mastercard) und Card Complete (Visa). Zusätzlich bietet Wise eine Debitkarte auf Prepaid-Basis an, die in vielen Punkten günstiger ist.
| Paylife Mastercard RED | Card Complete Visa Prepaid | Wise Visa | |
|---|---|---|---|
| Netzwerk | Mastercard | Visa | Visa |
| Jahresgebühr | 49,50 EUR / 3 Jahre (16,50 EUR/Jahr) | 1,50 EUR/Monat (18 EUR/Jahr) | Einmalig 8 EUR |
| Aufladegebühr | 1% (min. 1,50 EUR) | 1,65% | Kostenlos |
| Bankomat Inland | 3,3% (min. 3,50 EUR) | 2x kostenlos, dann 3 EUR | Bis 200 EUR/Monat kostenlos |
| Fremdwährung | 1,5% | 1,65% | Kostenlos mit Währungsguthaben |
| Max. Guthaben | 5.000 EUR | 2.500 EUR | Keine feste Grenze |
| KSV-Prüfung | Nein | Nein | Nein |
Grundsätzlich gilt: Wer die Karte regelmäßig nutzt, fährt mit der Paylife Mastercard RED günstiger als mit Card Complete – über drei Jahre kostet sie pauschal 49,50 EUR. Wer hingegen vor allem im Ausland bezahlen oder Bargeld abheben möchte, profitiert von der Wise Visa, da hier keine Fremdwährungsgebühren anfallen.
👉 Du suchst eine Karte mit Kreditrahmen statt Prepaid? Dann wirf einen Blick auf unseren Kreditkarten Vergleich.
Wo kann ich eine Prepaid-Kreditkarte in Österreich kaufen?
Die Frage „Wo kaufen?" ist einer der häufigsten Suchbegriffe rund um Prepaid-Kreditkarten in Österreich. Hier die ehrliche Antwort:
Online bestellen – der Standardweg 2026
Der einfachste und heute übliche Weg führt über die Websites der Anbieter:
- paylife.at – Paylife Mastercard RED online beantragen
- cardcomplete.com – Card Complete Visa Prepaid per Video-Ident bestellen
- wise.com – Wise-Konto eröffnen und Karte bestellen
Die Registrierung erfolgt per Video-Ident-Verfahren oder ID Austria (ehemals Handysignatur). Du brauchst einen gültigen Lichtbildausweis und einen Wohnsitz in Österreich. Nach der Verifizierung wird die Karte per Post zugestellt – in der Regel innerhalb weniger Werktage.
Banken – regional möglich
Manche Raiffeisen- oder Sparkasse-Filialen bieten Prepaid-Karten an. Allerdings hängt das Angebot von der jeweiligen Regionalbank ab. Frag am besten direkt in deiner Filiale nach.
💡 Prepaid-Karte in der Trafik oder Tankstelle?
Viele suchen nach Prepaid-Kreditkarten in der Trafik oder an der Tankstelle. Die Realität: In österreichischen Trafiken und Tankstellen gibt es keine echten aufladbaren Visa- oder Mastercard-Kreditkarten mehr. Was du dort findest, sind Bezahlkarten wie die Paysafecard – das ist ein Gutscheincode für Online-Zahlungen, aber keine vollwertige Kreditkarte. Du kannst damit nicht im Geschäft bezahlen oder am Bankomat Geld abheben.
Was kostet eine Prepaid-Kreditkarte?
„Komplett kostenlos" gibt es bei Prepaid-Kreditkarten in Österreich praktisch nicht. Die Kosten setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:
Kartengebühr – Bei Paylife zahlst du einmalig 49,50 EUR für drei Jahre Gültigkeit (umgerechnet 16,50 EUR pro Jahr). Card Complete verrechnet 1,50 EUR monatlich, also 18 EUR im Jahr. Wise erhebt einmalig 8 EUR für die physische Karte.
Aufladegebühr – Jedes Mal, wenn du Guthaben auf deine Karte lädst, fällt eine Gebühr an: bei Paylife 1% (mindestens 1,50 EUR), bei Card Complete 1,65%. Bei Wise ist das Aufladen kostenlos.
Bankomat-Gebühr – Bargeld abheben ist der teuerste Posten. Paylife verlangt 3,3% (mindestens 3,50 EUR). Card Complete bietet zwei kostenlose Abhebungen pro Abrechnung, danach 3 EUR. Wise ermöglicht bis 200 EUR pro Monat kostenlos.
Fremdwährungsgebühr – Für Zahlungen außerhalb des Euro-Raums kommen bei Paylife 1,5% und bei Card Complete 1,65% dazu. Wise berechnet keine Fremdwährungsgebühren, wenn du Guthaben in der Zielwährung hast.
👉 Eine gratis Kreditkarte in Österreich gibt es – allerdings nicht als reine Prepaid-Variante, sondern als Debit- oder Charge-Karte ohne Jahresgebühr.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- ✅ Keine Schulden möglich – du gibst nur aus, was aufgeladen ist
- ✅ Keine KSV-Prüfung – auch ohne Bonität erhältlich
- ✅ Volle Kostenkontrolle – Budget im Voraus festlegen
- ✅ Bereits ab 12 Jahren – ideal als Taschengeld-Karte
- ✅ Sicherer beim Online-Shopping – bei Diebstahl ist nur das Guthaben betroffen
- ✅ Weltweit einsetzbar – über Visa- oder Mastercard-Netzwerk
Nachteile
- ❌ Mietwagen oft nicht möglich – Hertz und Sixt akzeptieren keine Prepaid-Karten
- ❌ Hotels problematisch – Kaution blockiert Guthaben, manche Hotels lehnen ab
- ❌ Nicht kostenlos – Jahresgebühr, Aufladegebühren und Abhebungsgebühren
- ❌ Aufladen nötig – kein spontanes Überziehen bei Engpässen
- ❌ Kein Kreditrahmen – keine Ratenzahlung, keine finanzielle Flexibilität
- ❌ Begrenzte Akzeptanz – vereinzelt wird Prepaid trotz Visa/MC-Logo abgelehnt
Für wen eignet sich eine Prepaid-Kreditkarte?
Jugendliche und Studierende – Eltern können die Karte mit Taschengeld aufladen. So lernen Jugendliche den Umgang mit bargeldlosen Zahlungen, ohne ins Minus zu rutschen.
Menschen ohne oder mit negativem KSV-Eintrag – Da keine Bonitätsprüfung stattfindet, ist die Prepaid-Karte eine zugängliche Alternative zur klassischen Kreditkarte. Auch eine Kreditkarte ohne KSV ist in diesem Fall eine Option.
Online-Shopper – Wenn du deine Hauptkreditkarte nicht bei jedem Online-Shop hinterlegen möchtest, kannst du eine Prepaid-Karte gezielt für Einkäufe im Internet nutzen.
Budget-bewusste Konsumenten – Wer seine monatlichen Ausgaben strikt begrenzen möchte, profitiert von der Guthabenbasis.
Reisende – Besonders mit einer Wise-Karte kannst du in über 40 Währungen kostenlos bezahlen – ein Vorteil gegenüber klassischen Prepaid-Karten mit Fremdwährungsgebühren.
Häufige Fragen zu Prepaid-Kreditkarten in Österreich
Wo kann ich eine Prepaid-Kreditkarte in Österreich kaufen?
Der einfachste Weg führt über die Websites von Paylife (paylife.at) oder Card Complete (cardcomplete.com). Dort beantragst du die Karte online per Video-Ident oder ID Austria. In Trafiken und an Tankstellen gibt es keine echten Prepaid-Kreditkarten – dort findest du nur Bezahlkarten wie die Paysafecard.
Gibt es kostenlose Prepaid-Kreditkarten in Österreich?
Nein, eine komplett kostenlose Prepaid-Kreditkarte gibt es in Österreich praktisch nicht. Die günstigste Option ist die Paylife Mastercard RED mit 16,50 EUR pro Jahr. Wise erhebt zwar nur einmalig 8 EUR, ist aber streng genommen eine Debitkarte auf Prepaid-Basis.
Brauche ich eine KSV-Prüfung für eine Prepaid-Kreditkarte?
Nein. Da du keinen Kredit erhältst, sondern nur dein eigenes Guthaben ausgibst, ist keine Bonitätsprüfung bei der KSV1870 nötig. Du brauchst lediglich einen gültigen Lichtbildausweis und einen Wohnsitz in Österreich.
Kann ich mit einer Prepaid-Kreditkarte einen Mietwagen buchen?
In den meisten Fällen nicht. Große Anbieter wie Hertz und Sixt akzeptieren Prepaid-Karten nicht, da sie eine Kaution blockieren müssen, die den Kreditrahmen voraussetzt. Informiere dich vor der Buchung direkt beim Vermieter.
Wie lade ich meine Prepaid-Kreditkarte auf?
Die Aufladung erfolgt in der Regel per Überweisung oder Online-Banking. Bei Paylife kannst du zwischen 10 und 5.000 EUR aufladen, bei Card Complete zwischen 20 und 2.500 EUR. Die Bearbeitung dauert ein bis zwei Werktage.
Was ist der Unterschied zwischen Prepaid-Kreditkarte und Debitkarte?
Eine Debitkarte ist an dein Girokonto gebunden – jede Zahlung wird sofort vom Konto abgebucht. Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert unabhängig vom Bankkonto: Du lädst ein separates Guthaben auf und zahlst damit. Daher brauchst du für eine Prepaid-Karte kein Girokonto.
Ab welchem Alter bekomme ich eine Prepaid-Kreditkarte?
Bei manchen Anbietern ist eine Prepaid-Karte bereits ab 12 Jahren möglich – oft mit Zustimmung der Eltern. Die genauen Altersvoraussetzungen variieren je nach Anbieter. Card Complete setzt beispielsweise einen Wohnsitz in Österreich und einen Lichtbildausweis voraus.
Was passiert, wenn meine Prepaid-Karte gestohlen wird?
Lass die Karte sofort sperren – Card Complete bietet einen 24/7-Sperrservice. Laut dem Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG 2018) haftest du bei unbefugten Transaktionen mit maximal 50 EUR, sofern du den Verlust unverzüglich gemeldet hast. Der finanzielle Schaden ist zudem auf das aufgeladene Guthaben begrenzt.
So bewerten wir Kreditkarten: Der Capitalo Score
Unsere Bewertungsmethodik
Warum wir anders bewerten
Die meisten Vergleichsportale zeigen dir Sternchen – aber nicht, wie sie entstehen. Wir machen das anders: Der Capitalo Score ist eine transparente, nachvollziehbare Bewertung nach über 100 Kriterien, die wir für jede Produktkategorie individuell entwickelt haben.
Unser Versprechen:
- Transparent: Jede Bewertung ist nachvollziehbar
- Objektiv: Kriterien basieren auf messbaren Fakten
- Aktuell: Quartalsweise Anpassung an Marktentwicklungen
- Rechtlich fundiert: Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben
Bewertungsskala (Schwellenwerte):
- 92-100 Punkte: Hervorragend
- 82-91 Punkte: Sehr gut
- 70-81 Punkte: Gut
- 62-69 Punkte: Befriedigend
- 52-61 Punkte: Ausreichend
- 40-51 Punkte: Mangelhaft
- < 40 Punkte: Ungenügend
Bewertungskategorien
So setzt sich der Capitalo Score zusammen
Je mehr Punkte ein Produkt erreicht, desto besser die Bewertung.
9 Kategorien werden objektiv bewertet
Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger
Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.
