Haben österreichische Staatsanleihen ausgedient?

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Christian Tiessen
Christian Tiessen

Bundesanleihen gelten Sparern aufgrund der sehr guten Bonität Österreichs als sicherer Hort für ihr Geld. Attraktive Renditen lassen sich dabei aber kaum mehr erwirtschaften.

Im Gegenteil: Auf jede dritte Staatsanleihe in der Euro­Zone gibt es bereits negative Zinsen. Der Grund dafür liegt in der aggressiven Geldpolitik der EZB. Europas Währungshüter erwerben seit einigen Wochen im Rahmen ihres Anleihen­kaufprogramms Obligationen in verschiedensten Euro­staaten ­natürlich auch in Österreich. Die Staaten kommen dadurch günstig an frisches Geld.

Renditen im Keller

Gleichzeitig sorgt dieses milliardenschwere Kaufprogramm für Knappheit bei den Staatsanleihen – und treibt damit deren Preis in die Höhe. Im Klartext bedeutet das: die Zinsen und Renditen sinken! So konnten Anleger laut statista im März 2015 für eine österreichische Staatsanleihe mit zehnjähriger Laufzeit gerade noch jährliche Zinsen von 0,37 Prozent lukrieren. Bei Nachbarn Deutschland lag der Zinssatz für das entsprechende Produkt bei 0,26 Prozent, in den Niederlanden bei 0,34 Prozent und in Frankreich bei 0,54 Prozent. Höhere Renditen im Euroraum bieten lediglich Staaten mit vergleichsweise niedriger Bonität, etwa Italien mit 1,28 Prozent, oder Portugal mit 1,73 Prozent.

Zinssätze von Staatsanleihen ausgewählter Länder nach Anlagedauer


Quelle: Statista, Zinssätze von Staatsanleihen ausgewählter Länder nach Anlagedauer

Griechenland als trauriger Renditestar

Steht ein Land kurz vor der Pleite und benötigt ad hoc enorme Summen, um seine Schuldner ruhig zu stellen, dann werden geradezu fantastische Renditen versprochen. Bestes Beispiel hierfür ist aktuell der Kriesenkandidat Nummer eins, Griechenland: Astronomische 10,65 Prozent Zinsen pro Jahr bekommt hier der mutige Investor auf eine 10­Jahres­Staatsanleihe. Als sicheres Investment darf diese Anlageform allerdings wohl kaum gelten. Ob Anleger auch in Zukunft dazu bereit sein werden, den Staaten Geldprämien in Form von Negativzinsen zu zahlen, um diesen ihre Ersparnisse leihen zu dürfen, ist mehr als fraglich. Aktuell ist den meisten Menschen die Sicherheit einer Anlage nach wie vor wichtiger als die Rendite – zu Recht. Und Gewinne lassen sich in Österreich je nach Laufzeit einer Bundesanleihe ja immer noch erzielen. Nur dauert das eben im derzeitigen Niedrigzinsumfeld mindestens sieben Jahre.

Savedo: bis zu 2,6 Prozent aufs Festgeld

Schneller und dabei ebenso sicher lässt sich da der Spargroschen durch klassische Anlageformen wie Festgeld vermehren. Bei Banken in Österreich lassen sich hier derzeit zwar kaum gute Angebote finden, aber in unseren Nachbarländern stellt sich die Situation zum Glück anders dar.

Hier werden nach wie vor ordentliche Renditen aufs Festgeld gezahlt. Und seit April können auch Österreicher von diesen Angeboten profitieren: So bringt zum Beispiel Savedo, ein Online­Marktplatz für EU­weite Festgelder, österreichische Anleger mit den hochverzinsten Angeboten europäischer Banken auf seiner Plattform zusammen.

Mit Zinsen von 1,8 Prozent für ein 1­-jhriges Festgeld steht Savedo zusammen mit seiner tschechischen Partnerbank J&T Banka aktuell ganz oben auf dem Stockerl im Zinsranking österreichischer Vergleichsportale wie CAPITALO.

Je nach Laufzeit bringt eine Anlage über Savedo Österreichern bis zu 2,6 Prozent Zinsen pro Jahr. Mindestens 10.000 Euro müssen Konsumenten veranlagen, wollen sie eine Anlage tätigen. Die maximale Anlagesumme hat das Berliner Unternehmen auf 100.000 Euro begrenzt, damit die Einlagen der Sparer im Falle einer erneuten Wirtschaftskrise oder einer Bankinsolvenz vollständig abgesichert sind.

Mehr Informationen Veranlagung in unseren Nachbarländern gibt es auf www.savedo.at.

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