Fixzinskredit

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Um zu verstehen, was ein Fixzinskredit ist, sollte man zunächst erläutern, wie sich ein Darlehen, beziehungsweise ein Kredit zusammensetzt.

Der Kreditnehmer legt mit der Bank eine Summe fest, die über eine gewisse Laufzeit zu einem bestimmten Zins von der Bank ausgeliehen wird. Dieser Betrag und die anfallenden Zinsen müssen dann vom Kreditnehmer in Tilgungsraten abgezahlt werden. Grundsätzlich gibt es für die Verzinsung die Möglichkeit, fixe oder variable Zinsen festzulegen. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Vorteilen eines Kredits mit einem fixen Zinssatz. Zusätzlich werden die wichtigsten Aspekte erläutert, auf die man bei einem Fixzinskredit achten sollte. Nutzen Sie in jedem Fall das Vergleichstool von CAPITALO um das beste Kreditangebot für sich ausfindig zu machen.

Was ist das Besondere an einem Fixzinskredit?

Bei einem Fixzinskredit bleibt – wie der Name bereits verrät – der Zins, sowie die anderen Konditionen über die gesamte Laufzeit konstant. Der Fixzinskredit ist attraktiv und die Nachfrage nach einem Fixzinskredit ist in Österreich größer denn je. Das liegt zum einen an den vergangenen hektischen Zeiten in der Finanzwirtschaft und zum anderen an der Niedrig-Zins-Phase, die einen solchen Kredit sehr günstig macht. Die Laufzeit eines Fixzinskredits erstreckt sich in der Regel von 3 bis zu 20 Jahren, in Einzelfällen sogar länger. Bedenken Sie bei einem Abschluss des Vertrags stets, dass Sie über viele Jahre diesen Kredit abbezahlen müssen. Kommt es zu Schwankungen des Leitzinses, sind sie davon nicht betroffen. Je länger also die Laufzeit ist, umso höher ist die Planungssicherheit. Das ist vor allem bei der Finanzierung ihres Eigenheims oder anderen größeren und langfristigen Investitionen von Vorteil, da man vor negativen Überraschungen geschützt ist.

Worauf muss bei Krediten mit Fixzins man achten?

Als Faustregel kann man sich merken: Je kürzer die Laufzeit ist, desto niedriger fallen die Zinsen aus. Nichtsdestotrotz sollten Sie vor jedem Abschluss einen Vergleich aller Anbieter mit einem Vergleichstool durchführen, um den besten Anbieter mit den passendsten Konditionen herauszusuchen. Des Weiteren können Sie sich ebenfalls einen Kreditrechner zur Hilfe nehmen, um zu kalkulieren, wie sich eine veränderte Laufzeit beispielsweise auf die Zinsen auswirkt. Spielen Sie alle Kreditvarianten durch, damit Sie Ihre Risiken und Chancen kennenlernen. 

Welche Optionen stehen zur Verfügung?

Die Entscheidung über festen oder variablen Zins muss der Kreditnehmer von seiner Risikobereitschaft und dem aktuellen Zinssatz abhängig machen. Bei variablen Zinsen ist der Zinssatz im Schnitt niedriger, da er sich der Wirtschaftslage flexibel anpasst. Dagegen ist der Fixzins unabhängig vom aktuellen Referenzzinssatz. Dadurch werden während der gesamten Laufzeit positive und negative Schwankungen vermieden. Es resultiert eine enorme Risikoentlastung, was besonders bei langfristigen Krediten Sicherheit verleiht.

Entscheidet man sich für den Fixzinskredit gibt es zwei Optionen für den Kreditvertrag. Zum einen gibt es den reinen Fixzinskredit. Dieser macht am meisten Sinn, wenn der Kreditnehmer ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat. Außerdem ist der reine Fixzins günstig, wenn die Laufzeit des Kredits nicht besonders lang ist und eine Leitzinserhöhung bevorsteht. Da der Fixzins in der Regel teurer ist als ein variabler Zins, muss man für die Sicherheit mit dem höheren Zins bezahlen.

Für Kreditnehmer, die gerne eine Variante aus beiden Möglichkeiten favorisieren, gibt es die Finanzierung mit einer teilweisen Fixverzinsung. Der Vorteil dieser Variante besteht darin, dass die normalerweise hohen Zinskosten beim Fixzinskredit gesenkt werden, hingegen hat man keine Sicherung der Zinsen über die gesamte Laufzeit. Der Fixzins sichert somit den Anfang der Finanzierung ab, danach wird der restliche Teil mit einem variablen Zins verzinst. Diese Mischfinanzierung macht nur Sinn, wenn das Kreditvolumen nicht so hoch ist, da dann die Schwankungen des Leitzinses keine großen Schäden anrichten können.           

Verzinsung Szenario 1
keine Zinssteigerung
Szenario 2
Steigerung der Zinssätze
100% variabel Jahre 1-10: Zinssatz 1%
Zinskosten 1.000€
Jahre 1-5: Zinssatz 1%
Jahre 6-10: Zinssatz 3%
Zinskosten 2.000€
100% fix Jahre 1-10: Zinssatz 1,5%
Zinskosten 1.500€
Jahre 1-10: Zinssatz 1,5%
Zinskosten 1.500€
Mischfinanzierung (50/50) Jahre 1-10: Zinssatz 1% und 1,5% (50/50)
Zinskosten 1.250€
Jahre 1-5: Zinssatz 1% und 1,5%
Jahre 6-10: Zinssatz 1,5% und 3%
Zinskosten 1.750€

Warum sollte man einen Fixzinskredit abschließen?

Sobald Sie mit dem Gedanken spielen, eine Immobilie zu finanzieren, ist es in den meisten Fällen ratsam einen Fixzinskredit abzuschließen, da es um große Geldbeträge geht, die über einen langen Zeitraum rückfinanziert werden müssen. Niemand kann wissen, wie sich der Leitzins in einer Periode von 20 Jahren ändert. Es kann sein, dass er sinkt, was zum Vorteil des Kreditnehmers wäre. Allerdings kann er auch steigen, wodurch die Raten deutlich teurer werden. Zu den größten Vorteil des Fixzinskredits gehört somit die sichere Planbarkeit durch vorhersehbare Tilgungsraten mit minimalen Zinsrisiken. Auf eine Einschränkung sollte man allerdings achten: Es kann vorkommen, dass man bei einem Fixzinskredit Einschränkungen bei einer Sondertilgung hat, wenn diese nicht ausdrücklich im Vertrag vereinbart wird.   

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