- Auto Belehnen und Weiterfahren – das Pfandleihhaus-Prinzip in modernem Gewand
- Den Wagen für Werbezwecke freigeben
- Sharing: Vermieten, wenn der Wagen ohnehin steht
- Fahrzeug für Aufnahmen und Events vermieten
- Mitfahren lassen: Kosten senken statt Gewinne erzielen
- Fixkosten reduzieren: Versicherungen, Steuer und Wartung optimieren
- Fazit: Automobilität lässt sich vielseitig entlasten
Preisfrage: Was haben ein Auto und ein tropfender Wasserhahn gemeinsam? Beide kosten andauernd Geld – doch es gibt zahlreiche praxistaugliche Wege, ein Auto finanziell weniger belastend zu machen.
Was also tun, wenn der Wagen selbst dann Geld in Form von Steuern und Versicherungen kostet, wenn er keinen einzigen Meter bewegt wird? Die folgenden Ansätze können sich dann durchaus kräftig lohnen.
Auto Belehnen und Weiterfahren – das Pfandleihhaus-Prinzip in modernem Gewand
Theoretisch und praktisch könnte man seinen Wagen durchaus in einem klassischen Pfandleihhaus zu Geld machen. Um jedoch beim Beispiel aus der Einleitung zu bleiben, wäre das in etwa so, als würde man den Wasserhahn demontieren und müsste dann zusehen, wo man das klare Nass künftig zapft. Denn bei einem herkömmlichen Pfandleihhaus erhält man zwar Geld, der Wagen wird jedoch vom Pfandleiher einbehalten, bis man diesen Kredit zurückgezahlt hat.
Allerdings gibt es eine viel praxistauglichere Alternative – hauptsächlich groß gemacht durch den Autopfandhaus-Spezialisten Pfando. Das Prinzip nennt sich Kfz-Pfandleihe mit Weiterfahroption, auch bekannt als Auto Belehnen und Weiterfahren:
01 – Kontakt und Bewertung
Man kontaktiert Pfando online oder telefonisch und erhält dabei einen Vor-Ort-Termin. Dabei wird der Wagen von Fachleuten begutachtet und bewertet. Im Anschluss erhält der potenzielle Autopfandhaus-Kunde ein ausführliches Beratungsgespräch und kann, falls Ihm die Konditionen zusagen, den Vertrag unterzeichnen.
02 – Auszahlung und Weiterfahren
In dem Fall zahlt Pfando die vereinbarte Summe innerhalb von höchstens wenigen Stunden aus – ungeachtet des KSV-Eintrags. Gleichzeitig erhält man sein Auto zurück und kann es sofort weiterbenutzen wie gehabt.
Über die kommenden Monate zahlt man nun Zinsen und Gebühren bis zum Vertragsende an Pfando.
Das heißt, obwohl man das Geld sofort auf dem Konto oder sogar in der Hand hat, verlässt man das Autopfandhaus auf den eigenen vier Rädern. Und die einzige Grundbedingung dafür ist, dass man der Eigentümer des Fahrzeugs ist.
Den Wagen für Werbezwecke freigeben
Werbung ist nicht nur gefühlt überall, sie ist auch ein gigantisches Business. Bei uns in Österreich wurden 2024 dafür satte 7,8 Milliarden Euro ausgegeben. Um das in Relation zu setzen: Im selben Jahr hatte der österreichische Staat etwa 123,5 Milliarden für Ausgaben zur Verfügung.
Ein kleines Stück dieses Milliarden-Kuchens kann jeder Autobesitzer mitnehmen – ohne größeren Aufwand. Denn Firmen suchen ständig nach neuen Flächen, auf denen ihre Logos, Kampagnen oder Web-Adressen möglichst breit sichtbar sind. Und ein Auto, das täglich durch die Gegend fährt, ist für Werbetreibende eine Art rollende Litfaßsäule.
Der Ablauf ist einfach: Plattformen nehmen Fahrzeuge in laufende Kampagnen auf, wenn diese gepflegt sind und in der richtigen Region unterwegs sind. Danach erfolgt je nach Auftrag:
Die Vergütung bewegt sich üblicherweise zwischen 30 und 250 Euro pro Monat, abhängig von Sichtbarkeit, Modell und Strecke. Die Folien werden professionell angebracht und rückstandslos entfernt.
Die meisten privaten Autos stehen eine ganz erhebliche Zeit ungenutzt herum. Das deutsche Umweltbundesamt etwa ermittelte eine Zeit von 23 Stunden täglich. Privat-Carsharing nutzt genau diese Phase und verwandelt ungenutzte Stunden in potenzielle Einnahmen.
Spezielle Plattformen übernehmen Versicherung und Abwicklung; der Halter stellt lediglich den Kalender ein und organisiert die Übergabe. Typische Einnahmen:
- 20-70 Euro pro Tag bei Standardfahrzeugen
- Höhere Beträge bei Vans, E-Autos oder seltenen Modellen
Eine weitere Option ist die Langzeitvermietung an Expats, Saisonarbeitskräfte oder Studierende. Sie bietet:
- planbare monatliche Einnahmen (ca. 300-700 Euro)
- wenig Verwaltungsaufwand
- klare Verträge für 1-6 Monate
Fahrzeug für Aufnahmen und Events vermieten
Zugegeben, diese Option steht nicht jedem Fahrzeugbesitzer offen – eher denjenigen, die etwas besitzen, das nicht zum alltäglichen Straßenbild gehört. Das sind insbesondere:
Solche Fahrzeuge werden von Produktionsfirmen in schöner Regelmäßigkeit für Werbespots, Serien, Filme, Musikvideos oder Fotoshootings gesucht. Die Vergütung hängt von Seltenheit und Einsatzdauer ab. Für einfache Fotoproduktionen bewegen sich die Tagespauschalen typischerweise im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich. Besonderheiten, Oldtimer oder Szenen mit Fahraufnahmen können dagegen mehrere Hundert Euro pro Tag einbringen.
Hinzu kommt ein angenehmer Nebeneffekt: Die Vermietung beansprucht meist nur wenige Stunden bis Tage. Das Fahrzeug wird behutsam behandelt und die Produktionen sind üblicherweise hervorragend versichert.
Mitfahren lassen: Kosten senken statt Gewinne erzielen
Mitfahrgelegenheiten reduzieren weniger die Unterhaltskosten des Autos selbst, dafür aber die Sprit- und Mautausgaben. Wer sowieso zwischen pendelt, kann über entsprechende Portale Sitzplätze anbieten. Üblich sind:
- 20-30 Euro Kostenbeteiligung pro Platz.
- Kleine Pauschalen bei privaten Fahrgemeinschaften (etwa Flughafentransfers).
Fixkosten reduzieren: Versicherungen, Steuer und Wartung optimieren
Ein letzter großer Hebel findet sich in der Optimierung der laufenden Fahrzeugkosten. In Österreich ist die motorbezogene Versicherungssteuer an die Haftpflichtversicherung gekoppelt – ein Tarifwechsel reduziert daher Steuer und Prämie gleichzeitig.
Relevante Stellschrauben sind:
Regelmäßiger Tarifvergleich
Versicherungstarife ändern sich ständig – ein jährlicher Vergleich lohnt sich
Wechsel von Voll- zu Teilkasko
Wenn das Fahrzeugalter es nahelegt, kann dieser Wechsel erheblich sparen
Anpassung von Selbstbehalten
Höhere Selbstbehalte senken die monatlichen Prämien deutlich
Günstigere Pickerl-Überprüfung
Freie Werkstätten bieten oft bessere Preise als Vertragswerkstätten
Gerade der regelmäßige Versicherungsvergleich kann über die Jahre erhebliche Einsparungen bringen.
Fazit: Automobilität lässt sich vielseitig entlasten
Ob durch Belehnen und Weiterfahren im Autopfandhaus, Werbefolierungen, Carsharing, Mitfahrgelegenheiten, Filmvermietungen oder klassische Kostenoptimierung – es existieren zahlreiche praxistaugliche Wege, ein Auto finanziell weniger belastend zu machen.
Einnahmen generieren
Manche Optionen bringen kleine, regelmäßige Einnahmen durch Vermietung, Werbung oder Mitfahrgelegenheiten.
Kosten reduzieren
Andere reduzieren Fixkosten deutlich durch Optimierung von Versicherungen und Wartung.
Zusammengenommen entsteht ein spürbarer Effekt, der den Unterhalt eines Fahrzeugs deutlich leichter verkraftbar macht.