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Versicherung für den Anhänger

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Wenn ein Umzug oder ein anderer Transport sperriger Möbel oder Gegenstände ansteht, wünscht sich so mancher einen Anhänger, der schnell und unkompliziert, an das eigene Fahrzeug gehängt werden kann. Aber natürlich ist es mit dem Anhänger allein nicht getan, auch eine Anhängerkupplung gehört zum eigenen Transportglück dazu. Beides zusammen ist nicht nur eine Investition ins eigene Fahrzeug und seine Möglichkeiten, sondern bringt auch sowohl rechtliche als auch versicherungstechnische Fragestellungen mit sich. In diesem Ratgeber zur Anhänger-Versicherung finden Sie alle wichtigen Informationen, wie Sie Ihren Anhänger richtig versichern und betreiben.

Welche Versicherung für den PKW-Anhänger brauche ich überhaupt?

anhaenger-versicherung

Ein Anhänger ist wie ein PKW auch ein Fahrzeug, von dem im öffentlichen Verkehr grundsätzlich Gefahren ausgehen können. Auch wenn der Anhänger keinen eigenen Antrieb hat, kann er durch fehlerhafte Verwendung, beim Rangieren oder durch falsches Abstellen Schäden verursachen. Man denke dabei auch an größere Anhänger, die mit Beladung ein erhebliches Gewicht haben. Das gilt insbesondere für Spezialanhänger wie etwa Wohn-, Pferde- oder Bootsanhänger.

Aufgrund des grundsätzlichen Gefährdungspotenzials mit entsprechender Schadenswahrscheinlichkeit benötigt jeder Anhänger wie bei einem PKW auch eine Haftpflichtversicherung. Man kann sich also nicht darauf verlassen, dass durch den Anhänger verursachte Schäden durch die KFZ-Haftpflicht-Versicherung abgedeckt ist.

Die Anhänger-Haftpflicht muss nämlich alle Schäden decken, die nicht im Zusammenhang mit dem Ziehen des Anhängers durch ein Kraftfahrzeug entstehen. Passiert dagegen während der Fahrt mit dem PKW ein Unfall, werden die daraus resultierenden Schäden durch die Kfz-Haftpflicht gedeckt. Es muss also nur der kleinere Teil möglicher Schäden durch die Anhängerversicherung abgedeckt werden, sodass Anhängerversicherung grundsätzlich recht kostengünstig ist. Es empfiehlt sich dennoch, hier bei CAPITALO in einem Versicherungsvergleich nach einem günstigen Anbieter für eine Anhänger Online Versicherung zu suchen.

Beim Abschluss einer Anhänger-Versicherung bestehen manche Versicherer nämlich darauf, dass PKW- und Anhänger-Versicherung von einem Versicherer stammen. Wenn man einen Anhänger anschafft, ist das also eine gute Gelegenheit, auch die bestehende KFZ-Haftpflicht durch einen Versicherungsvergleich zu überprüfen.

Für Wohnwagen oder andere teure Anhänger kann auch ein Kaskoschutz sinnvoll sein. Allerdings sollte man sich darauf gefasst machen, dass die Höhe dieser Versicherung vom Neupreis des Anhängers abhängt. Bei einem teuren Wohnwagen kann also einiges an Prämie fällig werden. Auch ist zu beachten, dass es beim Anhänger kein Bonus-Malus-System wie bei der KFZ-Haftpflichtversicherung gibt.

Wie bei allen Versicherungen ist aber wichtig, dass die rechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Da es beim Betrieb eines Anhängers einiges zu beachten gibt, finden Sie hier eine Übersicht.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es für den Betrieb eines Anhängers

Die Verbindung eines Autos mit einem Anhänger verändert die Funktionsweise und die Reaktion des Fahrzeugs auf Lenkung und Bremsung sehr deutlich. Jeder kennt das, der z.B. schon einmal mit einem Anhänger rückwärts gefahren ist. Vor allem der verlängerte Bremsweg sollte beim Fahren mit dem Anhänger immer bedacht werden.

Auf das Gewicht kommt es an

Um die Sicherheit des Anhängerfahrens zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber auch dazu Regeln aufgestellt. Wesentlicher Maßstab ist das Gewichtslimit für den Anhänger im Vergleich zum Gewicht des Zugfahrzeugs. Dieses im Zulassungsschein festgelegte Limit, das zulässige Gesamtgewicht des Gespanns, darf mit dem Anhänger nicht überschritten werden. So ist für leichte Anhänger bis 750 kg im § 104 Abs.2 lit. c des Kraftfahrgesetzes geregelt, dass das doppelte Anhängergewicht das um 75 kg erhöhte Eigengewicht des Fahrzeugs nicht übersteigen darf. Ein Zahlenbeispiel macht die Wirkung dieser Regel schnell deutlich:

  • Eigengewicht des Fahrzeugs: 900 kg
  • Anhängergewicht: 450 kg
  • Regel: 900 kg + 75 kg > 900 kg

Folge: Der Anhänger darf mit dem Fahrzeug betrieben werden.

Weiter darf auch die Stützlast an der Anhängerkupplung durch das Gewicht des Anhängers nicht überschritten werden.

Zulassung der Anhängerkupplung

Damit die Polizei im Schadensfall überprüfen kann, ob der Anhänger richtig eingesetzt wird, muss der Einbau einer Anhängerkupplung in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Dieser Einbau ist also bei der Zulassungsstelle genehmigungspflichtig. Für die Genehmigung muss ein Antragsformular auf Änderung des Typscheins ausgefüllt und vorgelegt werden. Für die Genehmigung wird weiter eine Werkstattbestätigung über den richtigen Einbau der Anhängerkupplung sowie eine Bestätigung über das Gewicht des Fahrzeugs, Zugkraft und Stützlast benötigt. Bei der Anmeldung der Anhängerkupplung werden auch Gebühren fällig. Die Änderung der Typisierung kostet 30 Euro, die Eintragung in den Typschein noch einmal 13 Euro, zusammen also 43 Euro.

Zulassung des Anhängers

Natürlich muss auch der Anhänger zugelassen werden und ein Nummernschild erhalten. Wie die Anmeldung der Kupplung ist auch die des Anhängers bei der Zulassung durchzuführen. Die Papiere des Anhängers müssen bei der Zulassung vorgelegt werden. Für die Zulassung und die Kennzeichentafel fallen Kosten von derzeit rd. 180 Euro an (Stand 09/11).

Weiter Vorschriften für den Betrieb eines Anhängers

Der Betrieb eines Anhängers ist mit einigen Besonderheiten verbunden, die eine gewisse Erfahrung erforderlich machen. Wer sich etwa mit einem geliehenen oder gemieteten Wohnwagen zum ersten Mal auf große Fahrt begibt, sollte vorher einige Probefahrten gemacht haben. Fahrtpraxis ist das A und O bei Anhängerfahrten.

Diese sind aber nicht vorgeschrieben. Dagegen verpflichtend sind gewisse Ausstattungen, die zum Anhänger dazu gehören. Zum einem benötigt jeder Anhänger eine Sicherheitsleine, die ihn zusätzlich zur Kupplung mit dem Fahrzeug verbindet. Große Anhänger über 750 kg benötigen weiter mindestens einen Unterlegkeil, der den Hänger sichert. Weiter muss bei allen Hängern außer Wohnanhängern auf der rechten Außenseite eine Aufschrift mit dem Eigengewicht, dem maximal zulässigen Gesamtgewicht sowie der Achsen- und Nutzlast vorhanden sein. Weitere Auflagen regeln die einschlägigen Vorschriften des Kraftfahrgesetzes, zu denen es hier eine gute Übersicht gibt.

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