Interview mit BAWAG P.S.K.

Digitalisierung in der österreichischen Bankenwelt

DKB AG
Tobias Campino-Spaeing
Bank
DKB AG
Thema
Digitaliserung
Interview
Alexander Kapst, Bereichsleiter Retail Banking - Deutsche Kreditbank AG
Datum
05.07.2019

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In Sachen Digitalisierung stehen Finanzinstitute weltweit vor großen strategischen, organisatorischen sowie operativen Herausforderungen. Auf dem Weg zur modernen digitalen Bank sind Transparenz, Anpassungsfähigkeit, Schnelligkeit und vor allem klarer Kundenfokus entscheidende Erfolgsfaktoren. In wie fern spielt dies aktuell bei ihnen eine Rolle und welche Ziele verfolgt die DKB in Österreich hier konkret?

All die beschriebenen Entwicklungen haben wir bei unserer Geschäftsausrichtung natürlich im Blick. Die Finanzbranche befindet sich in einem starken Umbruch. Umso wichtiger ist das Thema Kundenfokus. Denn der Kunde gibt den Takt der Veränderung vor und damit auch das Tempo der digitalen Transformation. Ein hoher Kundenfokus wird zunehmend zum kritischen Erfolgsfaktor, um die Kunden mit unseren Angeboten dort abzuholen, wo und wann sie für sie relevant sind. Wir möchten zu den Gewinnern der digitalen Transformation gehören und auch die Kunden in Österreich mit unserem innovativen Produktportfolio überzeugen.

In Österreich sind wir bereits erfolgreich mit unserem attraktiven DKB-Cash-Konto unterwegs. Perspektivisch ist es unser Ziel, alle Produktfeatures, die das DKB-Cash in Deutschland bietet, auch in Österreich verfügbar zu machen. Dazu gehört bspw. auch der Kontowechselservice.

Trotz aller Vorzüge digitaler Bank-Produkte suchen viele Konsumenten in Österreich noch immer den persönlichen Kontakt zu ihrer Bank. Insbesondere Vorzüge einer persönlichen Beratung während des Antragsprozesses werden von weniger online-affinen Privatkunden geschätzt.
Welche Hilfestellung leistet die DKB als erfahrene Direktbank hier ihren Kunden – etwa durch Telefonberatung, „Screen-Sharing“ oder der Unterstützung beim Up- und Download der Dokumente?

Wir haben von Beginn an keine beratungsintensiven und komplexen Produkte angeboten. Als Internetbank ist es wichtig, dass die Kunden Produkte sofort verstehen und selbstständig nutzen können. Deshalb ist es unser Anspruch, transparente und verständliche Services und Produkte anzubieten, die zugleich innovativ und zeitgemäß sind. Online finden unsere Kunden z.B. auch Erklär-Videos zu den Angeboten rund um das DKB-Cash sowie umfangreiche Informationen zur Nutzung unseres Internet-Bankings. Darüber hinaus bieten wir einen 24/7 Kundenservice per Telefon an.

Stichwort Mobile Banking: Aktuellen Umfragen zufolge tätigen mittlerweile weit mehr als jede dritte Österreicherin und jeder dritte Österreicher ihre Bankgeschäfte über mobile Endgeräte. Welche Erfahrungswerte haben Sie hier konkret in Ihrem Haus? Und zeichnet sich bei der DKB ein merklicher Trend für die nahe Zukunft ab – gerade in Österreich etwa im Vergleich zum deutschen Markt?

Wie in anderen Lebensbereichen auch, nimmt der Trend zu mobilem Banking immer mehr zu. Eine Vielzahl unserer Kunden – mehr als 1,5 Mio. – nutzt bereits die Banking-App - und es werden immer mehr, bedingt auch durch die Veränderungen, die mit der PSD2-Regulierung ab 14.09.2019 kommen. Mit unserem jüngsten Launch von Apple Pay haben wir einen weiteren Schritt vollzogen, um unseren Kunden moderne Technologien für mobiles Bezahlen anzubieten.

Welche Auswirkungen hat, Ihrer Meinung nach, die fortschreitende Digitalisierung im Bereich des Retail-Bankings, also dem klassischen standardisierten Privatkunden-Geschäft? Wird die DKB als einer der führenden Universalbanken im Privatkundengeschäft künftig weiter auf klassische Standardlösungen für Konsumenten mit mittleren und kleineren Vermögen setzen? Oder liegt der Fokus künftig auch vermehrt auf maßgeschneiderten Produkten im lukrativen Segment der Private-Banking-Kunden?

Der Wettbewerb im digitalen Retail-Banking nimmt immer weiter zu – gerade im Girokontomarkt. Klassische Banken buhlen mit BigTechs und Neobanken um die Gunst des Privatkunden. Dadurch entwickeln sich digitale Banking-Lösungen immer schneller. Auf unserem Weg zur TechBank schaffen wir aber aktuell die Voraussetzungen dafür, ein Gewinner in der digitalen Transformation zu sein und auch in einem technisch sehr kompetitiven Umfeld die besten Lösungen für unsere Kunden anzubieten. Im Privatkundengeschäft in Österreich wie auch in Deutschland sind wir eine reine Online-Bank und haben kein Beratungs- oder Filialgeschäft – zukünftig ist hier nichts Gegenteiliges geplant. Mit dem Online-Geschäft sind wir sehr erfolgreich und verzeichnen ein stetiges Kundenwachstum – auch in Österreich. Darüber hinaus bieten wir zahlreiche moderne Finanzprodukte und Services an – darunter u.a. Apple Pay und VISA-Card-Control.

Bei all dem sind uns eine nachhaltige Entwicklung und individualisierte Gestaltung unserer Kundenbeziehungen besonders wichtig – das gilt für den Vermögensaufbau genauso wie für das Vermögensmanagement. Mit dem DKB-Cash können alle österreichischen Kunden sowohl ihr tägliches Banking erledigen als auch über die integrierte Sparfunktion mit der DKB-VISA-Card ihr Vermögen aufbauen. Die österreichischen DKB-Cash-Kunden haben dabei die Gewissheit, dass wir mit ihrem Geld sinnvolle und nachhaltige Projekte unterstützen. Die Österreicher sind alle eingeladen mit uns zum „#Geldverbesserer“ zu werden.

DKB Geldverbesserer

Darüber hinaus können unsere Kunden mit unserem leistungsstarken, kostenlosen Online-Depot „DKB-Broker“ Wertpapiere zu attraktiven Konditionen handeln und Geld sparen.

Gerade beim Online- und Digital-Banking spielt seit jeher die Frage nach Sicherheit eine entscheidende Rolle. Per se sind die Standards in allen Prozessketten des Online- und Mobile-Bankings mittlerweile recht hoch. Welche Sicherheitsstrategien verwendet die DKB Österreich konkret für die täglichen Bankgeschäfte Ihrer Kunden? Und wird es hier künftig im Zuge fortschreitender Digitalisierung Veränderungen und Anpassungen geben müssen?

Sicherheit im Banking hat für uns höchste Priorität. Für unser Internet-Banking haben wir einheitlich hohe Standards und entwickeln sie permanent weiter. Hierzu gehören nicht zuletzt das TAN2go und das chipTAN. Zuletzt wurde die DKB in einem umfangreichen Online-Banking-Test der renommierten Zeitschrift „CHIP“ in puncto Sicherheit mit dem Siegel „Beste Sicherheit“ ausgezeichnet. CHIP hatte zahlreiche Banken im Hinblick auf Sicherheit, Angebot, Depotkonto, Banking-App und Kosten verglichen.

Auch in den anderen Teildisziplinen konnte die DKB überzeugen und ging in der Gesamtwertung als Testsieger hervor.

Abschließend die Frage in eine vermeintlich voll digitale Zukunft des Bankenwesens gerichtet: Wie sieht die klassische österreichische Bank in 3, 5 oder 10 Jahren ihrer Einschätzung nach aus? Wie wird das eher selbstbestimmte Kunden-Banking 4.0 künftig in der Praxis funktionieren? Und welche Rolle spielen die Banken selbst – auch moderne Direktbanken – jenseits von Fintech und Co. dann noch?

Der Privatkundenmarkt in ganz Europa ist von starken Veränderungen geprägt. Hierzu zählen vor allem die veränderte Regulierung im Payment-Bereich (Stichwort: PSD2), die Technologisierung von Bankprodukten, das dynamische Wettbewerbsumfeld und die steigenden Kundenerwartungen.

Unseren Weg zur TechBank beschreiten wir zusammen mit FinTechs, deren Lösungen das digitale Banking-Erlebnis für unsere Kunden immer besser machen. Es gilt die große Kundenreichweite der DKB mit technologischer Expertise zu vereinen und dadurch auch mit unseren Kunden das Banking der Zukunft zu gestalten. Hier werden diejenigen die Nase vorn haben, die eine sehr gute digitale Plattform anbieten und zugleich hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards erfüllen.

Neben dem Wandel von Geschäftsmodellen hat die rasch fortschreitende digitale Transformation im Bankenwesen natürlich auch Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst. Der klassische Filialberater ist – zumindest im Bereich der Direktbanken wie einer DKB – längst passe. Welche Herausforderungen kommen Ihrer Meinung nach dennoch auf die Bankerin und den Banker von morgen zu? Und wie bereiten Sie aktuell Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf vor?

Wir befinden uns bereits im Veränderungsprozess und gehen als DKB #Neuwärts. Der Anteil der Digital- und IT Experten nimmt deutlich zu. Allein vergangenes Jahr haben wir über 150 eingestellt. Der klassische Bankberuf wird sich in den kommenden zehn Jahren schrittweise verändern und weniger administrativ sein, sondern mehr gestaltend sein - und das im Einklang mit neuen Technologien. Auch die Kompetenzprofile erweitern sich deutlich und man arbeitet eher in einem Tech-Unternehmen als in einer klassischen Bank. Berufsbilder müssen in Zukunft auch wandlungsfähiger sein, da sich im Digital Business Geschäftsmodelle über Nacht ändern können und neue Anforderungen mit sich bringen. Wichtig ist aber, dass man alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg begleitet und keiner das Gefühl hat stehen zu bleiben oder gar überrannt zu werden. Die Frage ist daher, ob der Begriff eines einzelnen Berufsbildes noch zutreffen wird oder eher der einer Berufsmatrix, die unterschiedlichste Kompetenzen je nach Bedarf vereint/abruft. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen Veränderung erleben und positiv spüren können. Die DKB hat dafür verschiedene Formate entwickelt, die einfach Lust auf Digitalisierung machen sollen. Beim „Coding Apetizer“ geben beispielsweise unsere IT-Expertinnen und Experten einen kleinen Einblick in „ihre Sprache“ und man kann im Kleinen einmal ausprobieren, wie Programmieren funktioniert. Darüber hinaus sind wir auch eng mit der Berliner Tech-Szene vernetzt und man kann neben Weiterbildungen, Wissensfrühstücken oder Design Thinking Workshops auch für bestimmte Zeit in Digitalprojekte wechseln und aktiv an neuen Produkten und Services mitarbeiten.

DKB Neuwärts
Wir befinden uns bereits im Veränderungsprozess und gehen als DKB #Neuwärts

Tobias Campino-Spaeing

Pressesprecher, Deutsche Kreditbank AG