Sparstudie 2026: Wertpapiere überholen Bausparen in Österreich
Österreicherinnen und Österreicher sparen im Schnitt 306 Euro pro Monat, 14 Euro weniger als 2025. Gleichzeitig haben Wertpapiere mit 40 Prozent erstmals das Bausparen mit 34 Prozent überholt, zeigt die aktuelle Sparstudie von Erste Bank und Sparkassen (Stand: Oktober 2026). Bei der Generation Z setzen 72 Prozent der Wertpapierbesitzer auf ETFs.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
- Sparbetrag: 306 Euro pro Monat, minus 14 Euro gegenüber 2025
- Wertpapiere: 40 Prozent nutzen sie, Bausparen kommt auf 34 Prozent
- Sparbuch und Sparkonto: mit 79 Prozent weiterhin die meistgenutzte Sparform
- ETFs: Die Hälfte der Wertpapierbesitzer investiert in ETFs, bei der Generation Z sind es 72 Prozent
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Ø Sparbetrag pro Monat | 306 Euro |
| Männer | 384 Euro |
| Frauen | 227 Euro |
| Frauen in Wertpapieren | 32 % |
| Männer in Wertpapieren | 48 % |
Stand: Oktober 2026. Quelle: Sparstudie Erste Bank und Sparkassen (Österreich). Alle Angaben ohne Gewähr.
Einordnung: Mehr Wertpapiere, aber eine große Kluft
Laut Capitalo-Einordnung zeigt die Studie einen Strukturwandel: Wer spart, setzt zunehmend auf Wertpapiere statt auf klassische Produkte. Treiber sind vor allem jüngere Sparer, die ETFs nutzen. Allerdings bleibt das Sparbuch mit 79 Prozent die Basis der meisten Haushalte.
Auffällig ist die Kluft zwischen den Geschlechtern. Männer legen mit 384 Euro im Monat deutlich mehr zurück als Frauen mit 227 Euro, und nur 32 Prozent der Frauen investieren in Wertpapiere gegenüber 48 Prozent der Männer.
Was das für dich bedeutet
- Notgroschen trennen: Halte die Reserve getrennt vom Girokonto und verzinst, damit das Geld nicht unbemerkt an Kaufkraft verliert.
- Automatisch investieren: Ein ETF-Sparplan nach Gehaltseingang macht das Sparen zur Routine.
- Sparbetrag prüfen: Schon 50 Euro mehr im Monat summieren sich auf 600 Euro im Jahr.
- Risiko beachten: Wertpapiere schwanken. Sie passen zu dir, wenn du mehrere Jahre anlegen kannst.
Fazit
Wertpapiere haben das Bausparen überholt, doch der Sparbetrag sinkt und die Kluft zwischen Männern und Frauen bleibt groß. Eine klare Kontenstruktur und ein automatischer Sparplan sind die einfachsten Hebel.
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Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung.