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Österreich
Aktuelle Bauzinsen Österreich
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Vor 1 MonatVor 1 Monat aktualisiert
Stand: 19. Juni 2026
|
Fixzins ab· 2,8%/5J.
Quelle· OeNB/FMA
Aktualisiert· 07/2026

Aktuelle Bauzinsen Österreich

Wie hoch sind die Bauzinsen in Österreich heute? Aktuelle Fixzins- und variable Zinssätze aller grossen Banken im Überblick.

  • OeNB-basierte Zinsdaten
  • Fixzins und variabel im Vergleich
  • Historische Zinsentwicklung
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Bauzinsen Österreich im Überblick

Das Wichtigste auf einen Blick

  • 🏠 Aktuelle Fixzinsen: 10 Jahre ab ca. 3,19%, 20 Jahre ab ca. 3,66%, 30/35 Jahre ab ca. 3,96% (Stand: Juni 2026)
  • 📉 Variable Zinsen: ab ca. 3,0–3,3% p.a. (3-Monats-Euribor bei rund 2,35–2,40% + Bankaufschlag)
  • 📈 Trend: Variable Zinsen ziehen mit dem Euribor an, langfristige Fixzinsen bleiben dank stabiler Swap-Sätze günstig
  • 🔮 Aktuell: Die EZB hat den Leitzins am 11. Juni 2026 erstmals seit fast drei Jahren wieder angehoben (+0,25 Prozentpunkte)

Du planst eine Baufinanzierung in Österreich und fragst dich, wie hoch die Bauzinsen gerade sind? Nach dem Zinsschock von 2022/2023 hat sich die Lage beruhigt — doch im Juni 2026 hat die EZB den Leitzins erstmals seit fast drei Jahren wieder angehoben. Der 3-Monats-Euribor liegt bei rund 2,35–2,40%, die Kreditzinsen für Wohnbaukredite haben sich bei variablen Modellen entsprechend nach oben bewegt.

Aktuell gilt: Variable Zinsen sind ähnlich teuer wie ein langfristiger Fixzins. Der Aufpreis für 10 Jahre Fix gegenüber variabel ist gering — auf 300.000 Euro Kreditsumme macht das je nach Bank nur wenige Euro pro Monat aus, sichert dir aber Planungssicherheit über 10 Jahre.

Aktuelle Bauzinsen in Österreich (Stand: Juni 2026)

Die Kreditzinsen in Österreich variieren je nach Zinsbindung, Bonität und Eigenkapitalquote. Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital du einbringst und je besser deine Bonität, desto günstiger der Zinssatz.

Hier ein Überblick über die aktuellen Richtwerte:

Zinsbindung Zinssatz (ca.) Rate/Monat (100k EUR)
Variabel (3M-Euribor + Aufschlag) ca. 3,0–3,7% p.a. ca. 405 EUR
Fixzins 10 Jahre ca. 3,19–3,70% p.a. ca. 426–443 EUR
Fixzins 15 Jahre ca. 3,40–3,80% p.a. ca. 450 EUR
Fixzins 20 Jahre ca. 3,66–3,90% p.a. ca. 456 EUR
Fixzins 30 Jahre ca. 3,96–4,10% p.a. ca. 472 EUR
Fixzins 35 Jahre ca. 3,96–4,15% p.a. ca. 475 EUR

Marktbandbreiten Stand Juni 2026 (Basis: 100.000 EUR Kreditsumme). Tatsächliche Konditionen abhängig von Bonität, Eigenkapital, Beleihungsquote und Bank.

Variable Zinsen folgen dem Euribor: Mit der EZB-Anhebung im Juni 2026 ist der 3-Monats-Euribor auf rund 2,35–2,40% gestiegen — variable Kredite werden dadurch etwas teurer. Langfristige Fixzinsen bleiben dank stabiler Swap-Sätze vergleichsweise günstig. Wer eine längere Zinsbindung plant, sollte die Konditionen jetzt prüfen.

Fixzins vs. variabler Zins: Was lohnt sich aktuell?

Die Wahl zwischen Fixzins und variabler Verzinsung ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Baufinanzierung. Hier ein Überblick:

Vorteile Fixzins

  • Planungssicherheit über die gesamte Fixzinsperiode
  • Schutz vor künftigen Zinserhöhungen
  • Im historischen Vergleich (Hoch 2023: über 4%) noch moderat
  • In Österreich wählt die große Mehrheit der Kreditnehmer einen Fixzins

Nachteile Fixzins

  • Kein Profitieren bei wieder sinkenden Zinsen
  • Nach Ablauf der Fixzinsperiode erfolgt Umstellung auf variablen Zins
  • Vorzeitige Rückzahlung kann mit Pönale verbunden sein

Vorteile Variabler Zins

  • Aktuell auf ähnlichem Niveau wie kürzere Fixzinsbindungen
  • Profitiert von wieder sinkenden Referenzzinsen (Euribor)
  • Flexibler bei vorzeitiger Rückzahlung

Nachteile Variabler Zins

  • Kein Schutz vor Zinsanstiegen
  • Monatliche Rate kann schwanken
  • 3M-Euribor ist mit der EZB-Anhebung im Juni 2026 gestiegen

Die Einschätzung für Juni 2026: Wenn du Planungssicherheit schätzt, ist der lange Fixzins aktuell attraktiv, da der Aufpreis gegenüber variabel gering ist. Wer auf wieder sinkende Euribor-Werte setzt, kann variabel bleiben — trägt dann aber das Zinsänderungsrisiko selbst.

Was beeinflusst die Bauzinsen in Österreich?

Die Höhe der Bauzinsen hängt von mehreren Faktoren ab — sowohl gesamtwirtschaftlichen als auch individuellen.

Gesamtwirtschaftliche Faktoren

EZB-Leitzins: Der wichtigste Hebel. Die Europäische Zentralbank steuert mit dem Leitzins die Kreditkosten im Euroraum. Aktuell liegt der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40%, der Einlagesatz bei 2,25%. Die EZB hat am 11. Juni 2026 den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben — die erste Erhöhung seit fast drei Jahren.

3-Monats-Euribor: Der Referenzzinssatz für variable Wohnbaukredite in Österreich liegt aktuell bei rund 2,35–2,40% (Stand: Juni 2026). Die Banken addieren darauf ihren individuellen Aufschlag (meist 0,7–1,3 Prozentpunkte).

Inflation: Die Inflationsrate liegt in Österreich weiterhin über dem EZB-Ziel von 2% — ein wesentlicher Treiber sind die Energiepreise. Die anhaltende Teuerung ist der Hintergrund für die jüngste EZB-Anhebung.

Swap-Sätze: Für Fixzinsen sind die Euro-Swapsätze relevant — sie bestimmen, zu welchem Preis Banken den Fixzinssatz am Markt einkaufen können. Der 10-Jahres-Swap liegt aktuell bei rund 2,97%. Da die langfristigen Markterwartungen stabil sind, bleiben die langen Fixzinsen trotz EZB-Anhebung vergleichsweise günstig.

Individuelle Faktoren

  • Eigenkapital: Je höher dein Eigenkapitalanteil, desto niedriger die Beleihungsquote — und desto besser der Zinssatz. Ab 20% Eigenkapital verbessern sich die Konditionen spürbar.
  • Bonität: Ein positiver KSV1870-Score und regelmäßiges Einkommen sind entscheidend.
  • Beleihungsquote (LTV): Bei einer Beleihung unter 80% des Immobilienwerts bekommst du bessere Zinsen.
  • Laufzeit: Längere Fixzinsperioden kosten mehr — je länger die Bindung, desto höher der Sollzins.

Zinsentwicklung in Österreich seit 2022

Die Zinsentwicklung der letzten Jahre war eine Achterbahnfahrt. Hier die wichtigsten Stationen:

1

Jänner 2022: Historisches Tief

Der durchschnittliche Zinssatz für Wohnbaukredite lag bei nur rund 1,2% p.a. — ein Rekordtief. Die EZB hielt den Leitzins damals bei 0%.

2

Juli 2022 – September 2023: Zinsschock

Die EZB erhöhte den Leitzins in schneller Folge von 0% auf 4,50%. Die Kreditzinsen vervierfachten sich nahezu. Gleichzeitig trat im August 2022 die KIM-Verordnung in Kraft: mindestens 20% Eigenkapital, maximal 40% der Einkünfte für die Rate, maximal 35 Jahre Laufzeit. Das Kreditvolumen brach 2023 deutlich ein.

3

2024: Wende und erste Senkungen

Ab Juni 2024 begann die EZB mit Zinssenkungen. Die Neukreditzinsen sanken spürbar gegenüber dem Vorjahr, das Kreditvolumen erholte sich. Die große Mehrheit der Kreditnehmer wählte Fixzinsen.

4

2025: Stabilisierung und KIM-Ende

Die EZB-Leitzinsen pendelten sich auf moderatem Niveau ein. Die KIM-Verordnung lief Mitte 2025 aus und gilt seither nur noch als FMA-Leitlinie. Die Bauzinsen stabilisierten sich, lange Fixzinsen lagen zeitweise nahe an den variablen Konditionen.

5

Juni 2026: EZB hebt den Leitzins wieder an

Am 11. Juni 2026 hat die EZB den Leitzins erstmals seit fast drei Jahren wieder angehoben (+0,25 Prozentpunkte auf einen Hauptrefinanzierungssatz von 2,40%). Der 3-Monats-Euribor liegt seither bei rund 2,35–2,40%. Variable Kredite werden dadurch etwas teurer, während die langen Fixzinsen dank stabiler Swap-Sätze günstig bleiben. Hintergrund ist die weiterhin erhöhte Inflation, getrieben von Energiepreisen.

Historische Einordnung: Im historischen Vergleich liegen die aktuellen Bauzinsen noch in einem moderaten Bereich. Im Hoch Ende 2023 lagen 10-jährige Fixzinsen über 4%. Zur Jahrtausendwende waren bei einer 10-jährigen Zinsbindung noch 6,4% p.a. fällig. Die Niedrigzinsphase von 2015–2021 mit Zinsen unter 2% war historisch gesehen die Ausnahme, nicht die Regel.

Zinsausblick 2026: Worauf es jetzt ankommt

Prognosen sind immer mit Unsicherheit behaftet. Dennoch lassen sich für das 2. Halbjahr 2026 einige Linien erkennen:

EZB-Leitzins: Nach der Anhebung im Juni 2026 auf einen Hauptrefinanzierungssatz von 2,40% hängt der weitere Kurs vor allem von der Inflation ab. Bleibt die Teuerung hartnäckig über der 3-Prozent-Marke, dürfte der Aufwärtsdruck auf Euribor und Swap-Sätze anhalten.

Euribor: Der 3-Monats-Euribor liegt aktuell bei rund 2,35–2,40% und folgt den EZB-Entscheidungen direkt. Variable Kreditzinsen bewegen sich entsprechend mit.

Fixzinsen: Die langen Fixzinsen sind über die Swap-Sätze an die längerfristigen Markterwartungen gekoppelt und derzeit stabil. Das aktuelle Niveau ist solide planbar — die Phase der Tiefstzinsen liegt aber hinter uns.

Timing-Hinweis für Juni 2026: Wer eine längere Zinsbindung überlegt, profitiert aktuell davon, dass die langen Fixzinsen trotz EZB-Anhebung günstig geblieben sind. Bleibt die Teuerung über 3%, könnte der Aufwärtsdruck anhalten. Prognosen sind keine Garantie.

5 Tipps für günstigere Bauzinsen

1

Eigenkapital erhöhen

Je mehr Eigenkapital du einbringst, desto niedriger die Beleihungsquote — und desto besser der Zinssatz. Mindestens 20% Eigenkapital sollten es sein, besser 25–30%. Bei 300.000 EUR Kaufpreis sind das 60.000–90.000 EUR.

2

Fixzinsphase jetzt prüfen

Der Aufpreis für einen langen Fixzins gegenüber variabel ist aktuell gering — wer Planungssicherheit will, bekommt sie derzeit vergleichsweise günstig. Je nach persönlicher Risikobereitschaft und Planungshorizont kann sich das rechnen.

3

Mehrere Angebote einholen

Die Zinsunterschiede zwischen Banken betragen oft 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte. Das macht bei einer Kreditsumme von 300.000 EUR und 25 Jahren Laufzeit schnell 20.000–40.000 EUR Unterschied. Vergleiche die Konditionen und berechne deine Rate.

4

Wohnbauförderung prüfen

Jedes Bundesland bietet eigene Wohnbauförderungen — von zinsgünstigen Landesdarlehen bis zu Einmalzuschüssen. Diese können die effektive Zinsbelastung deutlich senken.

5

Sondertilgung vereinbaren

Achte darauf, dass dein Kreditvertrag kostenlose Sondertilgungen ermöglicht. Damit kannst du bei finanziellen Polstern die Restschuld schneller abbauen und Zinsen sparen.

Häufige Fragen zu Bauzinsen in Österreich

Wie hoch sind die Bauzinsen aktuell in Österreich?

Die aktuellen Bauzinsen in Österreich liegen bei variablen Zinsen ab ca. 2,80% p.a. und bei Fixzinsen (10 Jahre) ab ca. 3,15% p.a. Die genauen Konditionen hängen von Bonität, Eigenkapital und Bank ab. (Stand: April 2026)

Werden die Zinsen 2026 noch weiter sinken?

Die meisten Experten rechnen für 2026 mit einer Seitwärtsbewegung. Der EZB-Leitzins liegt stabil bei 2,15%. Variable Zinsen könnten leicht sinken, während Fixzinsen tendenziell stabil bleiben oder leicht steigen. Starke Senkungen wie 2024/2025 sind unwahrscheinlich.

Was ist besser: Fixzins oder variabler Zins?

Aktuell ist der Fixzins für viele die bessere Wahl, da eine inverse Zinskurve herrscht: Fixzinsen sind teilweise günstiger als variable Zinsen. 89% der österreichischen Kreditnehmer wählten 2024 eine Fixzinsbindung (OeNB).

Wie hoch ist der aktuelle EZB-Leitzins?

Der EZB-Hauptrefinanzierungssatz liegt bei 2,15%, der Einlagenzins bei 2,00%. Die EZB hat am 5. Feber 2026 eine Zinspause beschlossen und diese am 19. März 2026 bestätigt. (Stand: April 2026)

Was ist der EURIBOR und wie beeinflusst er meine Kreditrate?

Der EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) ist der Zinssatz, zu dem sich europäische Banken untereinander Geld leihen. Der 3-Monats-EURIBOR (aktuell ca. 2,08%) ist die häufigste Basis für variable Wohnbaukredite in Österreich. Deine Bank addiert darauf einen Aufschlag – zusammen ergibt das deinen variablen Zinssatz.

Welche Rolle spielt die KIM-Verordnung?

Die KIM-Verordnung (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung) galt von August 2022 bis Juni 2025 und schrieb 20% Eigenkapital, maximal 40% Schuldendienstquote und maximal 35 Jahre Laufzeit vor. Nach dem Auslauf gelten die Vergaberichtlinien der Banken weitgehend unverändert.

Wie bekomme ich einen günstigeren Zinssatz?

Mehr Eigenkapital einbringen (senkt die Beleihungsquote), Bonität verbessern (keine negativen KSV-Einträge), mehrere Bankangebote vergleichen und die Wohnbauförderung des Bundeslandes prüfen. Auch Verhandeln lohnt sich – Banken haben Spielraum bei den Konditionen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Baufinanzierung?

Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Grundsätzlich gilt: Wenn die Finanzierung leistbar ist und du eine passende Immobilie gefunden hast, ist der Zeitpunkt richtig. Die aktuellen Zinsen sind im historischen Vergleich moderat. Wer auf noch niedrigere Zinsen wartet, riskiert steigende Immobilienpreise.

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Alexander Senger

GründerGeschäftsführerKooperationen & Marketing

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.

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€ 50.000€ 3.000.000
€
€ 0€ 175.000
Finanzierungsbetrag280.000 €
Jahre
535
%
1,00%8,00%

Dein Ergebnis

Geschätzte monatliche Rate

1.638,31 €

Gesamtbetrag

393.194 €

Zinskosten gesamt

113.194 €

Beleihungsquote (LTV)80 %
Eigenkapital: 20 %Finanzierung: 80 %

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