Was du über Geschäftskonten in Österreich wissen musst
Finde das passende Geschäftskonto für dein Unternehmen – von kostenlos bis Premium. Wir vergleichen 20 Firmenkonten in Österreich nach Kosten, Leistung und Bewertung.
Das Wichtigste auf einen Blick
- 🏆 Stärkster Score im Test: Vivid Standard und Qonto Essential mit je 97/140 Punkten, dahinter Holvi Pro und Qonto Business (je 95/140)
- 💰 Gratis-Konten: Vivid Standard, Holvi Flex und Wallester Business Free kosten 0 EUR/Monat
- 🏦 Für GmbH: Qonto bietet ab 9 EUR/Monat Konten mit Unterkonten und Buchhaltungsintegration
- ⚠️ IBAN beachten: Neobanken wie N26 bieten nur DE-IBAN – das Finanzamt bevorzugt AT-IBAN
Wenn du ein Unternehmen in Österreich gründest oder bereits eines führst, kommst du um ein eigenes Geschäftskonto kaum herum. Eine gesetzliche Pflicht gibt es zwar nicht, aber die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen ist für die Buchhaltung, Steuererklärung und eine mögliche Prüfung durch das Finanzamt faktisch unverzichtbar.
Der Großteil der österreichischen Unternehmen sind Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und kleine Betriebe. Sie alle brauchen ein passendes Business Konto – zugeschnitten auf Rechtsform und Transaktionsvolumen. Bei Fragen zur Gründung oder Pflichtmitgliedschaft ist die Wirtschaftskammer (WKO) die zentrale Anlaufstelle.
Wir haben 20 Geschäftskonten verglichen und mit dem Capitalo Score bewertet. So findest du das Firmenkonto, das zu deiner Unternehmensform und deinem Budget passt.
Geschäftskonto Vergleich – Die Top-Anbieter 2026
Die folgende Tabelle zeigt alle 20 bewerteten Geschäftskonten, sortiert nach dem Capitalo Score. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert.
| Anbieter | Konto | Monatl. Gebühr | Score | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Holvi | Pro | 15,00 EUR | 95/140 | ⭐ 3,3 – Gut |
| Holvi | Lite | 9,00 EUR | 79/140 | ⭐ 2,8 – Befriedigend |
| Qonto | Basic | 9,00 EUR | 68/140 | ⭐ 2,4 – Ausreichend |
| Wallester | Business Free | 0,00 EUR | 92/140 | ⭐ 3,2 – Gut |
| Vivid Money | Standard | 0,00 EUR | 90/140 | ⭐ 3,2 – Gut |
| Vivid Money | Basic | 34,99 EUR | 88/140 | ⭐ 3,1 – Gut |
| Vivid Money | Free Start | 0,00 EUR | 88/140 | ⭐ 3,1 – Gut |
| Holvi | Flex | 0,00 EUR | 58/140 | ⭐ 2,0 – Ausreichend |
| N26 | Business Smart | 4,90 EUR | 70/140 | ⭐ 2,5 – Befriedigend |
| Vivid Money | Pro – Unternehmen | 18,90 EUR | 77/140 | ⭐ 2,8 – Befriedigend |
| Vivid Money | Enterprise | 79,00 EUR | 77/140 | ⭐ 2,8 – Befriedigend |
| Vivid Money | Prime | 6,90 EUR | 75/140 | ⭐ 2,7 – Befriedigend |
| Vivid Money | Pro – Selbstständige | 18,90 EUR | 73/140 | ⭐ 2,6 – Befriedigend |
| Qonto | Premium | 39,00 EUR | 92/140 | ⭐ 3,2 – Gut |
| Qonto | Smart | 19,00 EUR | 81/140 | ⭐ 2,8 – Befriedigend |
| easybank | easy business basic | 0,00 EUR | 65/140 | ⭐ 2,3 – Ausreichend |
| bank99 | geschäftskonto99 | 4,99 EUR | 62/140 | ⭐ 2,2 – Ausreichend |
| easybank | easy business pro | 9,00 EUR | 57/140 | ⭐ 2,0 – Ausreichend |
| BAWAG P.S.K. | BusinessBox Starter | 0,00 EUR | 52/140 | ⭐ 1,9 – Ausreichend |
| BAWAG P.S.K. | BusinessBox Dynamic | 9,90 EUR | 42/140 | ⭐ 1,5 – Mangelhaft |
(Stand: Juni 2026 | Alle Preise inkl. USt.)
Du möchtest alle Anbieter im Detail vergleichen? Auf unserer Geschäftskonto-Übersicht findest du das interaktive Vergleichstool.
Gratis-Geschäftskonten: Welche Anbieter kosten nichts?
Vier Firmenkonten in unserem Vergleich sind komplett kostenlos:
| Anbieter | Konto | Score | Einschränkungen |
|---|---|---|---|
| Wallester | Business Free | 92/140 – Gut | Karten-fokussiert, eingeschränkter Zahlungsverkehr |
| Vivid Money | Standard | 90/140 – Gut | Basis-Funktionen, kein Unternehmenskonto für GmbH |
| Vivid Money | Free Start | 88/140 – Gut | Einstiegspaket, limitierte Funktionen |
| Holvi | Flex | 58/140 – Ausreichend | Dauerhaft ohne Grundgebühr, 0,25 EUR je Buchung, Inaktivitätsgebühr möglich |
Kostenlose Konten eignen sich für Gründer und EPU mit geringem Transaktionsvolumen. Sobald du regelmäßig Überweisungen tätigst, Unterkonten benötigst oder eine Buchhaltungssoftware anbinden willst, lohnt sich ein kostenpflichtiges Konto ab 9 bis 19 EUR pro Monat.
Für einen detaillierten Vergleich der Gratis-Optionen empfehlen wir unseren Ratgeber zu kostenlosen Geschäftskonten.
Die Kostenfalle: Welche Gebühren bei einem Geschäftskonto wirklich anfallen
Die monatliche Grundgebühr ist nur ein Teil der wahren Kosten. Viele Unternehmer unterschätzen die variablen Gebühren, die sich über das Jahr summieren. Achte besonders darauf, dass „kostenlose“ Konten oft nur eine begrenzte Zahl an Buchungen inkludieren oder ein Manipulationsentgelt auf den Umsatz verrechnen.
Typische Kostenpositionen
| Kostenart | Typische Spanne | Worauf achten |
|---|---|---|
| Kontoführung | 0 – 79 EUR/Monat | Inkludierte Buchungen, Umsatzgrenzen |
| Einzelne Buchung | 0,19 – 0,54 EUR | Ab der X-ten Buchung |
| Bankomatkarte (Debit) | 0 – 30 EUR/Jahr | Oft inkludiert |
| Kreditkarte (Visa/Mastercard) | 30 – 100 EUR/Jahr | Selten inkludiert |
| Bareinzahlung (Schalter) | 5 – 14 EUR pro Vorgang | Bei Digitalbanken oft gar nicht möglich |
| Auslandsüberweisung (nicht SEPA) | 15 – 25 EUR | Plus Währungsumrechnungsspesen |
| Manipulationsentgelt | 0,053 % der Umsatzseite | Bei Filialbanken statt Pauschalgebühr üblich |
Rechenbeispiel: Ein EPU mit 50 Buchungen pro Monat, einer Bankomatkarte und drei Bareinzahlungen pro Quartal zahlt bei einer Filialbank schnell 300 bis 500 EUR pro Jahr – bei einer Digitalbank mit Gratis-Grundgebühr hingegen nur 50 bis 100 EUR.
Für dein individuelles Nutzungsprofil lohnt sich der Blick auf die echten Jahreskosten: Zähle deine durchschnittlichen Buchungen, Bareinzahlungen und Kartenzahlungen zusammen und rechne sie auf die Konditionen der einzelnen Anbieter hoch. Bei Fragen zu Kontogebühren ist auch die Arbeiterkammer (AK) eine unabhängige Anlaufstelle.
Mehr Details zu Geschäftskonto-Gebühren im Vergleich findest du in unserem separaten Kostenratgeber.
So findest du das richtige Konto für deine Unternehmensform
Nicht jedes Geschäftskonto passt zu jeder Rechtsform. Hier die wichtigsten Unterschiede:
EPU und Einzelunternehmer
Als Ein-Personen-Unternehmen hast du die größte Auswahl. Die meisten Neobanken und Digitalbanken richten sich explizit an Einzelunternehmer und Freiberufler. Empfehlung: Starte mit einem kostengünstigen Konto wie Vivid Standard (0 EUR/Monat) oder Qonto Basic (9 EUR/Monat) und wechsle bei Bedarf.
GmbH und Kapitalgesellschaften
Für eine GmbH-Gründung benötigst du ein Konto, auf das du das Stammkapital einzahlen kannst. Nicht alle Neobanken unterstützen das. Qonto, die Erste Bank und Filialbanken wie Raiffeisen oder Bank Austria bieten diesen Service. Beachte: Die Bankbestätigung über die Stammkapitaleinzahlung ist für die Eintragung ins Firmenbuch erforderlich. Für die Finanzierung deiner GmbH kann auch ein Firmenkredit relevant sein.
Freiberufler und Neue Selbstständige
Wenn du als Freiberufler kein Gewerbe anmeldest, sondern einen freien Beruf ausübst, reicht grundsätzlich auch ein Privatkonto. Trotzdem empfehlen wir ein separates Konto für die Übersichtlichkeit. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Firmenkonto oder Privatkonto – die Unterschiede.
Bist du unsicher, ob du überhaupt ein eigenes Geschäftskonto brauchst? Unser Ratgeber „Brauche ich ein Geschäftskonto?“ klärt die häufigsten Fragen.
Einlagensicherung und Sicherheit
Dein Guthaben auf einem Geschäftskonto in Österreich ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Einlagen sind bis zu 100.000 EUR pro Person und Bank abgesichert – das gilt grundsätzlich auch für Firmenkonten.
Wichtig zu wissen:
- Die Sicherung gilt pro Bank, nicht pro Konto. Hast du mehrere Konten bei derselben Bank, werden die Guthaben zusammengerechnet.
- Bei Neobanken wie N26 (deutsche Banklizenz) greift die deutsche Einlagensicherung – ebenfalls 100.000 EUR. Das ist gleichwertig.
- Die FMA (Finanzmarktaufsicht Österreich) überwacht alle in Österreich tätigen Banken. Sie ist der zuständige Regulator – nicht die deutsche BaFin.
Für die Bonitätsprüfung von Unternehmen ist in Österreich der KSV1870 die zentrale Auskunftei (anders als die deutsche SCHUFA). Alle Konten in unserem Vergleich unterliegen der europäischen Einlagensicherung. Du bist also auf der sicheren Seite.
Wenn du überschüssige Liquidität nicht nur sichern, sondern auch verzinsen möchtest, wirf einen Blick auf unseren Firmentagesgeld-Vergleich. Beachte dabei: Habenzinsen auf Firmenkonten unterliegen in Österreich der Kapitalertragsteuer (KESt) von 25 %.
Häufige Fragen zum Geschäftskonto
Was kostet ein Geschäftskonto in Österreich?
Die Spanne reicht von 0 EUR (Vivid Standard) bis 79 EUR/Monat (Vivid Enterprise). Für die meisten EPU liegen die realistischen Gesamtkosten bei 100 bis 300 EUR pro Jahr, wenn man Buchungsgebühren und Kartenkosten einrechnet. Unseren detaillierten Kostenratgeber findest du unter Geschäftskonto Kosten/geschaeftskonto/kosten.
Was kostet ein Firmenkonto bei einer Filialbank?
Die Kontoführungsgebühren liegen zwischen 12 EUR und 34 EUR monatlich (Stand: August 2026). Dazu kommen oft Buchungsgebühren (0,25–0,53 EUR pro Transaktion) und Bargeldgebühren am Schalter (2–7 EUR).
Brauche ich als Einzelunternehmer ein Geschäftskonto?
Gesetzlich nicht. Allerdings empfiehlt es sich dringend, private und geschäftliche Finanzen zu trennen. Das erleichtert die Buchhaltung und schützt dich bei Betriebsprüfungen durch das Finanzamt. Mehr dazu im Ratgeber Ist ein Geschäftskonto Pflicht?.
Welches ist das beste kostenlose Geschäftskonto in Österreich?
Im Capitalo Score schneidet Vivid Free Start als bestes kostenloses Konto ab. Holvi Flex ist ebenfalls komplett kostenlos und bietet SEPA-Echtzeitüberweisungen. Beide eignen sich gut für EPU und Freiberufler mit geringem Transaktionsvolumen (Stand: August 2026).
Brauche ich als EPU ein eigenes Geschäftskonto?
Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Allerdings ist die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen für die Buchhaltung, die Einkommensteuererklärung und eine mögliche Prüfung durch das Finanzamt dringend empfohlen. Die WKO rät Unternehmer:innen ausdrücklich dazu.
Welche Bank ist die beste für Einzelunternehmer?
Für Einzelunternehmer mit geringem Transaktionsvolumen empfehlen wir Vivid Standard (0 EUR/Monat) als Einstieg oder Qonto Smart (19 EUR/Monat) mit mehr Features. Wer Bargeldeinzahlungen benötigt, sollte die Erste Bank oder Bank99 in Betracht ziehen – sie haben physische Filialen.
Kann ich mein Privatkonto als Geschäftskonto nutzen?
Grundsätzlich ja, aber es wird nicht empfohlen. Die Vermischung von privaten und geschäftlichen Transaktionen erschwert die Buchhaltung erheblich und kann bei einer Betriebsprüfung zu Problemen führen. Mehr dazu im Ratgeber Firmenkonto vs. Privatkonto.
Wie funktioniert der Kontowechsel?
Das Verbraucherzahlungskontogesetz (VZKG) verpflichtet Banken, einen standardisierten Kontowechsel-Service anzubieten. Daueraufträge und Lastschriften werden innerhalb festgelegter Fristen übertragen. Details findest du im Ratgeber Geschäftskonto wechseln.
Sind meine Einlagen auf dem Geschäftskonto geschützt?
Ja. Einlagen bis 100.000 EUR pro Person und Bank sind durch die österreichische Einlagensicherung geschützt (ESAEG). Im Sicherungsfall erfolgt die Auszahlung innerhalb von 7 Arbeitstagen. Das gilt für alle in Österreich zugelassenen Banken und regulierten Zahlungsinstitute.
Welche Unterlagen brauche ich zur Kontoeröffnung?
Für die Eröffnung eines Geschäftskontos benötigst du: einen gültigen Lichtbildausweis (Reisepass oder Personalausweis), einen Nachweis der Gewerbeberechtigung (Gewerbeschein, Firmenbuchauszug) und gegebenenfalls den Gesellschaftsvertrag (bei GmbH). Banken führen im Rahmen der gesetzlichen Sorgfaltspflicht eine Identitäts- und Bonitätsprüfung durch.
Zur Eröffnung selbst: Unser Ratgeber Geschäftskonto eröffnen zeigt dir Schritt für Schritt, wie es geht.
So bewerten wir Geschäftskonten: Der Capitalo Score
Unsere Bewertungsmethodik
Warum wir anders bewerten
Die meisten Vergleichsportale zeigen dir Sternchen – aber nicht, wie sie entstehen. Wir machen das anders: Der Capitalo Score für Geschäftskonten ist eine eigene Bewertungsrubrik mit maximal 140 Punkten in 7 Kategorien, die wir für jede Produktkategorie individuell entwickelt haben.
Unser Versprechen:
- Transparent: Jede Bewertung ist nachvollziehbar
- Objektiv: Kriterien basieren auf messbaren Fakten
- Aktuell: Konditionen täglich aktualisiert, Bewertungskriterien und Gewichtung regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst
- Rechtlich fundiert: Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben
Von Punkten zu Sternen
Die Sterne ergeben sich aus der Punktzahl geteilt durch 140, mal 5. 112 Punkte sind also 4,0 Sterne.
Bewertungsskala (Schwellenwerte):
- 126 bis 140 Punkte: Hervorragend (ab 4,5 Sterne)
- 112 bis 125 Punkte: Sehr gut (ab 4,0 Sterne)
- 84 bis 111 Punkte: Gut (ab 3,0 Sterne)
- 70 bis 83 Punkte: Befriedigend (ab 2,5 Sterne)
- 48 bis 69 Punkte: Ausreichend (ab 1,7 Sterne)
- 28 bis 47 Punkte: Mangelhaft (ab 1,0 Sterne)
- unter 28 Punkte: Ungenügend
Bewertungskategorien
So setzt sich der Capitalo Score zusammen
Je mehr Punkte ein Produkt erreicht, desto besser die Bewertung.
7 Kategorien werden objektiv bewertet
Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger
Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.




