Ideal für Neugründer: Die BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter bietet 12 Monate kostenlose Kontoführung und 75 Euro Bonus, schwächelt aber bei digitalen Features.
Zusammenfassung: BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter
Die BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter bietet Neugründern in Österreich im ersten Jahr eine kostenlose Kontoführung sowie einen Startbonus von 75 Euro, der an Bedingungen wie einen Mindesteingang von 500 Euro geknüpft ist (Stand: Juni 2026). Ein passendes Firmenkonto in der Startphase reduziert die administrativen Fixkosten im ersten Jahr spürbar. Das Angebot richtet sich gezielt an junge Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und GmbHs, die mit den inkludierten 20 Freitransaktionen pro Monat auskommen. Wer ein solides Geschäftskonto mit österreichischer IBAN sucht, findet hier einen kostengünstigen Einstieg. Für etablierte Firmen mit hohem Buchungsvolumen fallen jedoch rasch zusätzliche Spesen an, da zudem moderne Features wie Unterkonten fehlen. Im Capitalo Score erreicht das Konto 52 von 140 Punkten (1,9 Sterne, Note: Ausreichend).
Vorteile und Nachteile der BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter
Das Konto punktet vor allem in der Gründungsphase durch finanzielle Anreize, weist jedoch funktionale Lücken im digitalen Zahlungsverkehr auf. Die Entscheidung für oder gegen dieses Konto hängt stark vom erwarteten Transaktionsvolumen ab.
Vorteile
- 12 Monate gratis für Gründer: Im ersten Jahr fällt keine Kontoführungsgebühr an, das schont die Liquidität in der kritischen Startphase. Danach wechselt das Konto automatisch in die BusinessBox Dynamic für 9,90 Euro pro Monat.
- 75 Euro Willkommensbonus: Neukunden erhalten bei Eröffnung eine Startprämie von 75 Euro. Sie ist an Bedingungen geknüpft: mindestens 500 Euro Gehalts- oder Pensionseingang, Nutzung des Kontowechsel-Services und Aktivierung der BAWAG Banking App.
- Kostenlose e-Gründung: Für angehende Kapitalgesellschaften ist der digitale Gründungsprozess direkt integriert, was Zeit spart (siehe Geschäftskonto für GmbHs).
- Inkludierte Buchhaltungssoftware: Nutzer erhalten für ein Jahr kostenlosen Zugang zur Software "balmung", um Rechnungen und Belege professionell zu verwalten.
Nachteile
- Hohe Transaktionsspesen: Ab der 21. Buchung im Monat verrechnet die Bank 0,54 Euro pro Transaktion. Für handelsintensive Geschäftsmodelle wird dies schnell unwirtschaftlich.
- Keine inkludierte Debitkarte: Eine physische Bankomatkarte ist nicht im Grundpreis enthalten und kostet 2,63 Euro extra pro Monat.
- Fehlende smarte Features: Die eBanking-App bietet weder virtuelle Karten noch Unterkonten für Steuerrücklagen.
BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter im Marktvergleich
Im Juni 2026-Vergleich positioniert sich die BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter als klassisches Einsteigerangebot, das nach dem ersten Jahr von digitalen Alternativen überholt wird. Firmenkonten bei österreichischen Filialbanken verursachen nach Aktionsphasen meist spürbare laufende Kosten. Im direkten Geschäftskonto Vergleich bietet das N26 Business Standard eine dauerhaft kostenlose Kontoführung inklusive virtueller Karte, jedoch ohne österreichische IBAN. Wer Wert auf persönliche Beratung vor Ort legt, findet im Erste Bank s Geschäftskonto eine etablierte Alternative mit dichtem Filialnetz. Für größere Betriebe mit vielen monatlichen Buchungen rechnet sich oft das Bank Austria Konto4Business durch die günstigere Buchungsgebühr von 0,44 Euro je elektronischer Buchung.
| Feature |
BAWAG P.S.K. |
N26 Business |
Erste Bank |
| Monatliche Gebühr |
Kostenlos (1. Jahr, dann 9,90 €) |
Kostenlos (dauerhaft) |
ab 10,41 € |
| Freitransaktionen |
20 pro Monat |
Unbegrenzt (digital) |
Keine (Pay-per-Use) |
| Debitkarte |
Nicht inkludiert |
Virtuell inkludiert |
Inkludiert |
| Besonderheit |
75 € Bonus & e-Gründung |
0,1 % Cashback |
Filialnetz & Beratung |
Für wen eignet sich das BAWAG Geschäftskonto?
Ideale und weniger ideale Nutzergruppen
Grundsätzlich gilt: Die BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter ist passgenau auf die Bedürfnisse von Neugründern zugeschnitten, die ihre Fixkosten im ersten Jahr minimieren möchten.
- ✓ Ideal für Start-ups und EPUs: Wer gerade erst gründet und weniger als 20 Transaktionen im Monat erwartet, profitiert maximal von der Gebührenbefreiung und dem Startbonus.
- ✓ Ideal für GmbH-Gründer: Die integrierte e-Gründung und die kostenlose Buchhaltungssoftware erleichtern den administrativen Start erheblich.
- ✗ Weniger geeignet für den Handel: Sobald viele Kundenüberweisungen eingehen, fressen die Transaktionsspesen von 0,54 Euro den anfänglichen Preisvorteil auf.
- ✗ Weniger geeignet für Sparfüchse: Wer ein dauerhaft kostenloses Geschäftskonto sucht, sollte eher zu Neobanken greifen, da ab dem zweiten Jahr 9,90 Euro monatlich anfallen.
Ein tieferes Verständnis zur rechtlichen Notwendigkeit eines separaten Kontos liefert unser Ratgeber zur Geschäftskonto Pflicht in Österreich.
In 4 Schritten das Firmenkonto eröffnen
Wenn du dein Geschäftskonto eröffnen möchtest, bietet die BAWAG P.S.K. einen vollständig digitalen Prozess an. Du ersparst dir den Weg in die Filiale und kannst die Beantragung bequem vom Büro aus erledigen.
1
Online-Antrag ausfüllen
Wähle auf der Website die BusinessBox Starter aus und trage deine persönlichen Daten sowie die Rechtsform deines Unternehmens ein. Halte deine Steuernummer oder den Firmenbuchauszug bereit.
2
Dokumente hochladen
Lade deinen amtlichen Lichtbildausweis (Reisepass oder Personalausweis) sowie die erforderlichen Gewerbenachweise sicher über das Portal hoch.
3
Legitimation durchführen
Identifiziere dich rasch per Video-Ident-Verfahren. Ein Mitarbeiter prüft deine Identität über die Smartphone-Kamera oder Webcam in wenigen Minuten.
4
Kontoaktivierung und eBanking
Nach erfolgreicher Prüfung erhältst du deine neue österreichische IBAN. Du kannst dich sofort im eBanking einloggen und die inkludierte Buchhaltungssoftware aktivieren.
Experten-Einschätzung zur BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter
Solider Start, teures Folgejahr
Als Gründer von Capitalo analysiere ich regelmäßig die Tarifstrukturen österreichischer Banken. Die BAWAG P.S.K. BusinessBox Starter ist ein klassisches Lockangebot: Das erste Jahr ist dank Gebührenbefreiung und 75 Euro Bonus unschlagbar günstig. Für junge EPUs, die gerade erst ihre ersten Rechnungen schreiben, ist das ein hervorragender Deal. Wer jedoch wächst und die Schwelle von 20 monatlichen Transaktionen überschreitet, tappt in die Kostenfalle. 0,54 Euro pro weiterer Buchung sind im aktuellen Marktumfeld schlichtweg zu teuer. Zudem enttäuscht das Fehlen einer inkludierten Debitkarte. Mein Rat: Nutze das erste Jahr, um dein Business aufzubauen, und prüfe rechtzeitig vor Ablauf der 12 Monate, ob ein Wechsel zu einer Neobank oder einem günstigeren Tarif sinnvoll ist. Wer private und geschäftliche Finanzen strikt trennen will, findet hier dennoch einen soliden Einstieg – mehr dazu in unserem Artikel Firmenkonto vs. Privatkonto.
– Alexander Senger, Geschäftsführer Capitalo (Stand: Juni 2026)