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Beste Bank Österreich

Vergleich von Filialbanken, Direktbanken & Neobanken in Österreich: Welche Bank bietet die besten Konditionen? Inkl. Testsieger, Gebühren-Check und Tipps zum Wechsel – finde die beste Bank für dein Budget.

Alexander SengerAlexander Senger
|
6. März 2026
Aktualisiert: 3. April 2026

Was du über Banken in Österreich wissen solltest

Wir vergleichen Filialbanken, Direktbanken und Neobanken in Österreich – mit echten Bewertungen und konkreten Empfehlungen für jedes Budget.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • 🏆 Testsieger Standard-Konto: DKB Girokonto mit 106/130 Punkten im Capitalo Score – kostenlos ab 700 EUR monatlichem Geldeingang
  • 💰 Bestes Gratis-Konto: N26 Standard – 0 EUR Kontoführung ohne Bedingungen, kostenlose Abhebungen in der Eurozone
  • 🏦 Bester Klassiker: Sparkasse und Raiffeisen bieten persönliche Beratung und dichtes Filialnetz – allerdings zu höheren Gebühren
  • ⚠️ Gebühren steigen: 8 von 11 Banken haben 2024/2025 ihre Gebühren erhöht (Quelle: AK Bankenmonitoring)

Österreich hat mit 458 Kreditinstituten und über 3.100 Bankfilialen eine der höchsten Bankstellendichten in Europa – 34,4 Filialen pro 100.000 Einwohner gegenüber einem EU-Durchschnitt von 23,3 (Quelle: OeNB, Stand 2024). Trotzdem zahlen viele Österreicherinnen und Österreicher zu viel für ihr Girokonto.

Die gute Nachricht: Ein Bankwechsel war noch nie so einfach. Das Verbraucherzahlungskontogesetz (VZKG) garantiert dir einen standardisierten Kontowechsel-Service. Und die Auswahl an günstigen Alternativen wächst stetig.

Grundsätzlich gilt: Die „beste“ Bank gibt es nicht – aber es gibt die beste Bank für deine Situation. Ob Gratis-Konto, Premium-Paket oder Filialbank mit persönlicher Beratung: In diesem Ratgeber zeigen wir dir, worauf es ankommt.

Die besten Banken in Österreich 2026 im Vergleich

Wir bewerten Girokonten in Österreich mit dem Capitalo Score – einer objektiven Bewertung auf Basis von bis zu 130 Punkten (Standard-Konten) oder 150 Punkten (Premium-Konten). Je höher die Punktzahl, desto besser das Gesamtpaket aus Kosten, Leistungen und Konditionen.

Hier sind die besten Standard-Girokonten für Österreich (Stand: März 2026):

Rang Bank Konto Score Gebühr/Monat Dispozins Besonderheit
1 DKB Girokonto 106/130 ⭐ 4.1 0 EUR* 7,91 % Weltweit kostenlos abheben als Aktivkunde
2 N26 Standard 100/130 ⭐ 3.8 0 EUR 8,90 % Komplett gratis, gute App
3 Trade Republic Girokonto 98/130 ⭐ 3.8 0 EUR — Guthabenverzinsung inklusive
4 DADAT Bank Gehaltskonto 97/130 ⭐ 3.7 0 EUR** 6,80 % Niedrigster Dispozins, Depot inklusive
5 Bank Direkt Gehaltskonto 96/130 ⭐ 3.7 0 EUR*** 6,90 % Raiffeisen-Tochter mit großem Netzwerk

*Kostenlos ab 700 EUR Geldeingang/Monat oder unter 28 Jahren. Sonst 4,50 EUR/Monat.
**Kostenlos ab 1.000 EUR Gehaltseingang/Monat. Sonst 4,31 EUR/Monat.
***Kostenlos ab 1.500 EUR Gehaltseingang oder für Studenten bis 27. Sonst 10,05 EUR/Monat.

Tipp: Wenn du ein regelmäßiges Gehalt beziehst, sind die meisten Konten in unserer Top-5 für dich tatsächlich kostenlos. Prüfe, ob dein monatlicher Gehaltseingang die jeweilige Mindestgrenze erreicht.

Du suchst einen umfassenden Girokonto-Vergleich? Dort findest du alle Konten mit Filter- und Sortierfunktion.

Filialbank, Direktbank oder Neobank – was passt zu dir?

Bevor du dich für eine Bank entscheidest, solltest du wissen, welcher Banktyp zu deinen Bedürfnissen passt. In Österreich gibt es drei grundlegende Modelle:

Filialbanken: Erste Bank, Raiffeisen, BAWAG & Co.

Filialbanken wie Erste Bank/Sparkassen, Raiffeisen und BAWAG P.S.K. betreiben ein dichtes Filialnetz in ganz Österreich. Du bekommst persönliche Beratung vor Ort – vom Girokonto über Baufinanzierung bis zur Veranlagung.

Vorteile

  • Persönliche Beratung bei komplexen Themen (Hypothek, Veranlagung)
  • Dichtes Filialnetz in allen Bundesländern
  • Breites Produktportfolio (Konto, Kredit, Versicherung, Depot)
  • Lokale Verwurzelung und langjährige Erfahrung

Nachteile

  • Höhere Kontoführungsgebühren (oft 4–12 EUR/Monat)
  • 8 von 11 Banken haben Gebühren 2024/2025 erhöht (AK Monitoring)
  • Eingeschränkte Öffnungszeiten
  • Oft langsamere digitale Angebote

Für wen ideal: Wenn du eine Baufinanzierung planst, komplexe Veranlagungsfragen hast oder persönliche Beratung in einer Filiale schätzt.

Direktbanken: easybank, DKB, DADAT & Bank Direkt

Direktbanken wickeln alles online und telefonisch ab – ohne eigenes Filialnetz. Das spart Kosten, die sie an dich weitergeben. In Österreich sind easybank (BAWAG-Tochter), DKB, DADAT Bank und Bank Direkt (Raiffeisen-Tochter) die wichtigsten Anbieter.

Vorteile

  • Deutlich günstigere oder kostenlose Kontoführung
  • Oft bessere Konditionen (niedrigere Dispozinsen, weniger Gebühren)
  • Modernes Online-Banking und gute Apps
  • 24/7 Zugang zu allen Bankgeschäften

Nachteile

  • Keine persönliche Beratung vor Ort
  • Telefonischer Support manchmal eingeschränkt
  • Nicht alle bieten ein vollständiges Produktportfolio
  • Bareinzahlung oft nur über Partnerbanken oder Umwege

Für wen ideal: Wenn du deine Bankgeschäfte online erledigst, ein günstiges Gehaltskonto suchst und keine regelmäßige Filialberatung brauchst.

Neobanken: N26, Trade Republic, Revolut

Neobanken sind komplett app-basiert und bieten ein schlankes, modernes Banking-Erlebnis. N26 und Trade Republic sind in Österreich besonders beliebt. Laut einer aktuellen Studie nutzen bereits 81,2 % der österreichischen Bankkunden Mobile Banking – deutlich mehr als der europäische Durchschnitt.

Vorteile

  • Oft komplett kostenlos (N26 Standard: 0 EUR)
  • Beste Apps und intuitivste Bedienung
  • Schnelle Kontoeröffnung (meist in Minuten)
  • Ideal für internationale Zahlungen und Reisen

Nachteile

  • Sehr eingeschränktes Produktportfolio
  • Kein Schalter für Bareinzahlungen
  • Kundenservice oft nur per Chat
  • Kein Dispo oder nur eingeschränkt verfügbar

Für wen ideal: Wenn du ein kostenloses Zweitkonto suchst, viel reist oder eine moderne Banking-App willst. Weniger geeignet als einziges Hauptkonto für komplexe Finanzierungen.

Worauf du beim Bankvergleich achten solltest

Nicht jedes Girokonto, das „kostenlos“ heißt, ist auch wirklich gratis. Und nicht jedes teure Konto ist automatisch besser. Hier sind die wichtigsten Kriterien:

Kontoführungsgebühr: Der offensichtlichste Kostenpunkt. Liegt in Österreich zwischen 0 EUR (N26, Trade Republic) und über 10 EUR/Monat (BAWAG KontoBox Large, Raiffeisen Premium-Konten). Viele Banken erlassen die Gebühr bei regelmäßigem Gehaltseingang (Stand: März 2026).

Bankomat-Gebühren: Abhebungen am eigenen Netzwerk sind meist kostenlos. Fremd-Automaten können zwischen 0,30 und 4,90 EUR pro Abhebung kosten. Die DKB bietet als Aktivkunde weltweit kostenlose Abhebungen an Visa-Automaten.

Dispozinsen: Falls du dein Konto überziehst, variieren die Zinsen erheblich – von 6,80 % (DADAT) bis über 13 % (Raiffeisen). Das kann bei einer Überziehung von 2.000 EUR einen Unterschied von über 120 EUR pro Jahr ausmachen.

Online-Banking & App: 81,2 % der Österreicher nutzen Mobile Banking. Eine gute App ist Grundvoraussetzung. Neobanken wie N26 sind hier führend, aber auch Direktbanken wie DKB und DADAT haben aufgeholt.

Zusatzleistungen: Manche Konten inkludieren eine kostenlose Kreditkarte (BAWAG KontoBox Large), Reiseversicherungen (N26 Metal) oder Wertpapierdepots (Trade Republic, DADAT). Prüfe, ob du diese Extras wirklich brauchst – oder ob du dafür anderswo weniger zahlst.

So sparst du bei deinem Girokonto

Laut AK-Berechnungen kannst du durch einen Bankwechsel zum richtigen Konto bis zu 200 EUR pro Jahr sparen. Hier sind drei konkrete Schritte:

1. Vergleiche deine aktuellen Kosten. Der AK Bankenrechner (bankenrechner.at) ist die einzige offizielle Vergleichswebsite für Girokonten in Österreich, verankert im VZKG. Gib dein Nutzungsprofil ein und sieh, wie dein Konto abschneidet.

2. Prüfe dein Nutzungsprofil. Brauchst du wirklich eine Filiale? Wie oft hebst du Bargeld ab? Überziehst du dein Konto regelmäßig? Die Antworten bestimmen, welcher Banktyp für dich am günstigsten ist.

3. Nutze den Kontowechsel-Service. Das VZKG garantiert dir einen unkomplizierten Wechsel. Deine neue Bank übernimmt Daueraufträge, informiert Zahlungspartner und schließt dein altes Konto – innerhalb von fünf Geschäftstagen.

Achtung: Schau besonders auf versteckte Kosten wie Fremdwährungs-Gebühren (bis 1,75 % pro Zahlung), Bargeldabhebungen im Ausland und Dispozinsen. Diese Posten machen bei vielen Österreichern mehr aus als die eigentliche Kontoführungsgebühr.

Bank wechseln in Österreich – so einfach geht’s

Viele scheuen den Bankwechsel aus Angst vor Bürokratie. Dabei ist er seit dem Verbraucherzahlungskontogesetz (VZKG) einfacher denn je:

1

Neues Konto eröffnen

Wähle dein neues Konto und eröffne es online oder in der Filiale. Bei Direktbanken wie DKB oder N26 dauert die Eröffnung oft nur 10–15 Minuten.

2

Kontowechsel-Service beauftragen

Teile deiner neuen Bank mit, dass du den Kontowechsel-Service nutzen möchtest. Sie übernimmt die Kommunikation mit deiner alten Bank.

3

Daueraufträge und Zahlungspartner übertragen

Deine neue Bank richtet alle Daueraufträge ein und informiert deine Zahlungspartner (Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen) über die neue IBAN.

4

Altes Konto schließen

Sobald alle Zahlungen umgestellt sind, wird dein altes Konto geschlossen. Tipp: Behalte es noch 2–3 Monate parallel, um sicherzugehen, dass nichts übersehen wurde.

Gut zu wissen: Jeder Konsument mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU hat das Recht auf ein Basiskonto mit grundlegenden Funktionen. Die Kosten dafür sind gesetzlich gedeckelt: maximal 83,45 EUR pro Jahr, für besonders schutzbedürftige Gruppen maximal 41,73 EUR (Quelle: VZKG).

Wie wir bewerten – der Capitalo Score

Der Capitalo Score bewertet jedes Girokonto nach objektiven Kriterien auf einer Skala von 0–130 Punkten (Standard-Konten) bzw. 0–150 Punkten (Premium-Konten):

  1. Kontoführungsgebühr – Weniger ist besser
  2. Bankomat-Gebühren Inland – Kostenlose Abhebungen bevorzugt
  3. Bankomat-Gebühren Ausland – Für Reisende wichtig
  4. Fremdwährungsgebühren – 0 % ist ideal
  5. Dispozinsen – Niedrigere Zinsen schützen bei Überziehung
  6. Online-Banking & App – Funktionsumfang und Bedienbarkeit
  7. Debitkarte inklusive – Kostenlose Karte als Standard
  8. Kontaktloses Bezahlen – NFC-Fähigkeit
  9. Mobile Payment – Apple Pay, Google Pay
  10. Zusatzleistungen – Kreditkarte, Depot, Cashback

Gewichtung:

Kriterium Gewichtung
Kontoführungsgebühr25 %
Bankomat-Gebühren (Inland + Ausland)15 %
Dispozinsen15 %
Fremdwährungsgebühren10 %
Online-Banking & App10 %
Karten & Bezahlen10 %
Zusatzleistungen10 %
Transparenz & Bedingungen5 %

Diese Gewichtung reflektiert die Prioritäten typischer österreichischer Kontonutzer – Kosten und Alltagstauglichkeit sind wichtiger als Premium-Features.

Alexander Senger

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Gründer & Geschäftsführer

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.

Erfahrung

15+ Jahre Finanzbranche

Qualifikation

Diplom-Finanzfachwirt (FH)

Registrierung

§34c & §34d GewO

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Inhaltsverzeichnis

  • Was du über Banken in Österreich wissen solltest
  • Die besten Banken in Österreich 2026 im Vergleich
  • Filialbank, Direktbank oder Neobank – was passt zu dir?
  • Worauf du beim Bankvergleich achten solltest
  • So sparst du bei deinem Girokonto
  • Bank wechseln in Österreich – so einfach geht’s
  • Wie wir bewerten – der Capitalo Score

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