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Beste Sparzinsen in Österreich: So holst du mehr aus deinem Geld
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Beste Sparzinsen in Österreich: So holst du mehr aus deinem Geld

Die besten Tagesgeld- und Festgeld-Zinsen in Österreich liegen aktuell bei bis zu 2,25 % p.a. Wir zeigen dir, welche Banken die höchsten Zinsen bieten und wie du deine Rendite maximierst.

Alexander SengerAlexander Senger
Aktualisiert: 3. April 2026

Was du über Sparzinsen in Österreich wissen musst

Das Wichtigste auf einen Blick

  • 💰 Tagesgeld-Spitze: Bis zu 2,25 % p.a. bei Santander, DADAT und Addiko (Neukundenaktionen, 3–4 Monate fix)
  • 🏦 Festgeld-Top: Bis zu 2,40 % p.a. bei 12-monatiger Bindung (Anadi Bank)
  • ⚠️ Achtung KESt: 25 % Steuer auf Zinserträge — bei 2,25 % brutto bleiben nur 1,69 % netto
  • ✅ Sicherheit: Einlagen bis 100.000 EUR pro Person und Bank durch die ESA geschützt

Du willst wissen, wo du in Österreich die besten Sparzinsen bekommst? Die kurze Antwort: Bei Online-Banken und Direktbanken wie Santander, DADAT oder Trade Republic. Dort gibt es aktuell bis zu 2,25 % p.a. auf Tagesgeld — deutlich mehr als bei den meisten Filialbanken (0,5–1,0 % p.a.).

Allerdings steckt der Teufel im Detail. Denn die höchsten Zinssätze gelten oft nur für Neukunden und sind auf wenige Monate befristet. Danach fallen sie spürbar. Daher lohnt es sich, die Angebote genau zu vergleichen und eine Strategie zu entwickeln.

Warum die Zinsen gerade sinken

Der Hauptgrund für die aktuelle Zinsentwicklung ist die Geldpolitik der EZB. Nach zehn Zinserhöhungen zwischen 2022 und 2023 hat die Europäische Zentralbank ab Juni 2024 eine Serie von Zinssenkungen eingeleitet. Der für Sparer besonders relevante Einlagenzins liegt seit Juni 2025 bei 2,00 % und ist seitdem stabil geblieben (Quelle: EZB-Pressemitteilung, 05.02.2026).

Grundsätzlich gilt: Die Banken orientieren sich an diesem Leitzins, geben Senkungen aber nicht immer sofort an ihre Kunden weiter. Das bedeutet: Wer jetzt vergleicht, kann noch von Zinsen profitieren, die über dem Marktniveau liegen.

Die besten Tagesgeld-Zinsen im Überblick (Stand: Februar 2026)

Tagesgeld ist die flexibelste Sparform: Du kannst jederzeit auf dein Geld zugreifen. Dafür sind die Zinsen variabel und können sich ändern. Hier die aktuellen Top-Anbieter für den Sparbuch-Zinsen-Vergleich in Österreich:

Bank Zinssatz Gültig für Danach Mindesteinlage
Santander Consumer Bank 2,25 % p.a. Neukunden, 4 Monate fix 1,50 % variabel Keine
DADAT Bank 2,25 % p.a. Neukunden, 3 Monate fix 1,25 % variabel Keine
Addiko Bank 2,25 % p.a. Neukunden, 4 Monate fix ~1,50 % variabel Keine
Trade Republic 2,00 % p.a. Alle Kunden, dauerhaft 2,00 % (kein Abfall) Keine
bank99 2,00 % p.a. Neukunden Variabel Keine
Anadi Bank 1,90 % p.a. Variabel Variabel Keine

Vorsicht bei Neukundenaktionen: Die Arbeiterkammer warnt: Viele Neukundenangebote wirken auf den ersten Blick attraktiv, fallen aber nach 3–4 Monaten drastisch ab. Bei der DADAT Bank sinkt der Zinssatz beispielsweise von 2,25 % auf nur noch 1,25 % — ein Unterschied von einem ganzen Prozentpunkt. Achte daher immer auf den Bestandskundenzins und notiere dir, wann die Aktion endet.

Trade Republic ist in dieser Übersicht ein Sonderfall: Der Neobroker zahlt 2,00 % dauerhaft an alle Kunden, ohne zeitliche Befristung. Allerdings handelt es sich um ein Verrechnungskonto bei einem Broker — nicht um ein klassisches Sparbuch oder Tagesgeldkonto.

Die besten Festgeld-Zinsen im Überblick (Stand: Februar 2026)

Bei Festgeld bindest du dein Kapital für eine feste Laufzeit. Dafür bekommst du einen garantierten Zinssatz, der sich während der Laufzeit nicht ändert. Mehr zu den Unterschieden findest du in unserem Ratgeber Tagesgeld oder Festgeld?.

Bank 6 Monate 12 Monate 24 Monate 36 Monate
Anadi Bank 2,05 % 2,40 % — —
Denizbank 1,85 % 2,25 % 2,10 % —
Kommunalkredit Austria 1,80 % 2,25 % 2,00 % —
Klarna Bank 1,75 % 2,11 % 2,53 % 2,70 %

Tipp: Wenn du dein Geld mindestens 12 Monate nicht brauchst, ist Festgeld aktuell die bessere Wahl. Du sicherst dir den aktuellen Zinssatz — selbst wenn die EZB die Zinsen weiter senkt. Bei der Anadi Bank bekommst du zum Beispiel 2,40 % fix für ein Jahr (Stand: Februar 2026).

Online-Banken vs. Filialbanken: Wo gibt es mehr Zinsen?

Der Unterschied ist deutlich — und er hat einen einfachen Grund: Kostenstruktur. Online-Banken wie Santander, DADAT oder Trade Republic betreiben kein teures Filialnetz. Diese Einsparungen geben sie als höhere Zinsen an dich weiter.

Schauen wir uns ein konkretes Beispiel an:

Rechenbeispiel: 20.000 EUR Sparguthaben

  Online-Bank (2,25 %) Filialbank (0,75 %)
Bruttozinsen pro Jahr 450 EUR 150 EUR
KESt (25 %) -112,50 EUR -37,50 EUR
Nettozinsen pro Jahr 337,50 EUR 112,50 EUR
Differenz   225 EUR weniger

Bei 20.000 EUR auf einem Online-Sparkonto bekommst du netto 225 EUR mehr pro Jahr als bei einer durchschnittlichen Filialbank. Über fünf Jahre summiert sich das auf über 1.100 EUR — nur durch die Wahl der richtigen Bank. Das zeigt, warum sich ein Tagesgeld-Vergleich lohnt.

Kapitalertragsteuer: Was vom Zinsertrag übrig bleibt

In Österreich zahlst du auf Sparzinsen 25 % Kapitalertragsteuer (KESt). Die Bank zieht diese Steuer automatisch ab und führt sie ans Finanzamt ab. Du bekommst also nur den Nettobetrag gutgeschrieben. Einen Freibetrag wie in Deutschland (1.000 EUR) gibt es in Österreich nicht — die KESt fällt ab dem ersten Euro an (Quelle: BMF Österreich).

So rechnest du deine Nettorendite aus

Die Formel ist einfach: Nettozins = Bruttozins x 0,75

Bruttozins Nach KESt (25 %) Bei 20.000 EUR: Nettojahresertrag
2,25 % 1,69 % 337,50 EUR
2,00 % 1,50 % 300,00 EUR
1,50 % 1,13 % 225,00 EUR
0,75 % 0,56 % 112,50 EUR

Regelbesteuerungsoption: Wenn dein gesamtes Jahreseinkommen sehr niedrig ist (z. B. als Student oder in Karenz), kannst du über die Steuererklärung die sogenannte Regelbesteuerungsoption nutzen. Dabei werden deine Kapitalerträge zum persönlichen Einkommensteuersatz versteuert — der kann unter 25 % liegen. So bekommst du einen Teil der bereits abgezogenen KESt zurück.

Einlagensicherung: So ist dein Geld geschützt

Dein Erspartes auf Tagesgeld- und Festgeldkonten bei österreichischen Banken ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Zuständig ist die Einlagensicherung AUSTRIA (ESA) (Quelle: einlagensicherung.at). Alles Wissenswerte dazu findest du in unserem Ratgeber zur Einlagensicherung in Österreich.

Was genau ist geschützt?

  • Bis zu 100.000 EUR pro Person und pro Bank
  • Gilt für: Girokonten, Tagesgeld, Festgeld, Sparbücher
  • In Sonderfällen (z. B. nach einem Immobilienverkauf): bis zu 500.000 EUR für 12 Monate
  • Auszahlung bei Bankpleite: innerhalb von 7 Arbeitstagen

Wichtig bei großen Beträgen: Wenn du mehr als 100.000 EUR ansparen möchtest, verteile das Geld auf mehrere Banken. So ist jeder Teil einzeln bis 100.000 EUR abgesichert. Bei einer einzigen Bank mit 150.000 EUR wären im Ernstfall 50.000 EUR nicht geschützt.

Die OeNB (Oesterreichische Nationalbank) betreibt dazu eine eigene Sparzinsen-Transparenzplattform, auf der du die Konditionen verschiedener Banken vergleichen kannst.

5 Strategien für die besten Sparzinsen

1. Neukundenaktionen gezielt nutzen

Eröffne ein Konto bei einer Bank mit hohem Neukundenzins (z. B. Santander mit 2,25 % für 4 Monate). Notiere dir das Enddatum der Aktion. Wenn der Zinssatz fällt, transferiere dein Geld zur nächsten Bank mit Neukundenaktion.

2. Zinshopping betreiben

Zinshopping bedeutet: Du wechselst regelmäßig zwischen Banken, um immer den besten Zinssatz zu erhalten. Die Kontoeröffnung bei Online-Banken dauert heute nur noch wenige Minuten per Video-Legitimation. Bei einem Sparguthaben von 30.000 EUR bringt der Wechsel von 1,25 % auf 2,25 % rund 300 EUR mehr Zinsen pro Jahr (vor Steuern).

3. Die Zinstreppe nutzen

Teile dein Festgeld auf verschiedene Laufzeiten auf. Beispiel mit 40.000 EUR:

Tranche Betrag Laufzeit Zinssatz (Stand: Februar 2026)
1 10.000 EUR 6 Monate 1,85 %
2 10.000 EUR 12 Monate 2,25 %
3 10.000 EUR 24 Monate 2,53 %
4 10.000 EUR 36 Monate 2,70 %

So hast du alle 6–12 Monate Zugriff auf einen Teil und profitierst trotzdem von höheren Zinsen bei längeren Laufzeiten.

4. Tagesgeld + Festgeld kombinieren

Grundsätzlich gilt: Dein Notgroschen (3–6 Monatsgehälter) gehört aufs Tagesgeldkonto — dort ist er jederzeit verfügbar. Alles darüber hinaus kannst du in Festgeld anlegen, um von höheren Zinsen zu profitieren.

5. Online-Banken bevorzugen

Wie die Zahlen zeigen: Online-Banken zahlen durchschnittlich 1,0–1,5 Prozentpunkte mehr als Filialbanken. Der Aufwand, ein Online-Konto zu eröffnen, ist minimal — die Ersparnis über mehrere Jahre hingegen erheblich. Vergleiche die aktuellen Angebote in unserem Sparzinsen-Vergleich.

Zinsausblick: Was Experten für 2026 erwarten

Die EZB hat bei ihrer Sitzung am 5. Februar 2026 die Leitzinsen zum fünften Mal in Folge unverändert gelassen. Der Einlagenzins bleibt bei 2,00 %. Die nächste Entscheidung fällt am 19. März 2026.

Was bedeutet das für dich?

  • Kurzfristig (bis Mitte 2026): Die Sparzinsen dürften auf dem aktuellen Niveau bleiben.
  • Mittelfristig (zweites Halbjahr 2026): Analysten rechnen mit einer möglichen Senkung auf 1,75 %, falls sich die Konjunktur abschwächt.
  • Empfehlung: Wenn du Kapital über 12 Monate oder länger nicht brauchst, sichere dir jetzt die aktuellen Festgeld-Zinsen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie nochmals steigen, ist gering.

Willst du die aktuellen Zinsen verschiedener Anbieter direkt vergleichen? Nutze unseren Sparzinsen-Vergleich.

Alexander Senger

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Gründer & Geschäftsführer

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.

Erfahrung

15+ Jahre Finanzbranche

Qualifikation

Diplom-Finanzfachwirt (FH)

Registrierung

§34c & §34d GewO

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Inhaltsverzeichnis

  • Was du über Sparzinsen in österreich wissen musst
  • Die besten Tagesgeld-Zinsen im überblick (Stand: Februar 2026)
  • Die besten Festgeld-Zinsen im überblick (Stand: Februar 2026)
  • Online-Banken vs. Filialbanken: Wo gibt es mehr Zinsen?
  • Kapitalertragsteuer: Was vom Zinsertrag übrig bleibt
  • Einlagensicherung: So ist dein Geld geschützt
  • 5 Strategien für die besten Sparzinsen
  • Zinsausblick: Was Experten für 2026 erwarten

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