Krypto Börsen im Vergleich: Gebühren, Coins & Regulierung
Auf einen Blick:
💰 Günstigste Gebühren: Bitvavo (ab 0,15%) und Binance (ab 0,10%) bieten die niedrigsten Handelskosten
🇦🇹 Automatische KESt: Bitpanda, Trade Republic und 21Bitcoin führen die 27,5% Kapitalertragsteuer direkt ab
🔒 Regulierung: 8 von 9 Anbietern im Vergleich sind MiCA-lizenziert (Ausnahme: Binance)
📊 Größte Auswahl: Bitpanda bietet mit 650 Kryptowährungen das breiteste Angebot
Du willst Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen kaufen und suchst die passende Börse? In unserem Krypto Börse Vergleich findest du 9 Anbieter mit Gebühren, Regulierung und AT-spezifischen Features wie der automatischen KESt-Abführung auf einen Blick. Stand: März 2026.
Wer in Österreich Kryptowährungen handeln möchte, hat heuer die Wahl zwischen internationalen Börsen und heimischen Anbietern. Der entscheidende Unterschied für dich als österreichischen Anleger: Manche Börsen führen die 27,5% KESt automatisch an das Finanzamt ab, andere nicht. In unserem Krypto Börse Vergleich haben wir 9 Plattformen nach Gebühren, Coin-Auswahl, Regulierung und AT-spezifischen Funktionen geprüft.
Die wichtigsten Anbieter im Überblick
| Anbieter | Gebühren (Maker/Taker) | Coins | Auto-KESt | MiCA | Sparplan | Sitz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bitpanda | 0,99% (Fusion: 0,02/0,25%) | 650 | ✅ | ✅ | ab 1 EUR | Wien |
| Trade Republic | 1,00% | 50 | ✅ | ✅ | ab 1 EUR | Berlin |
| Bitvavo | 0,15/0,25% | 400 | ❌ | ✅ | ab 5 EUR | Amsterdam |
| Kraken | 0,25/0,40% | 400 | ❌ | ✅ | ❌ | San Francisco |
| Crypto.com | 0,25/0,50% | 400 | ❌ | ✅ | ab 10 EUR | Singapur |
| Binance | 0,10/0,10% | 500 | ❌ | ❌ | ab 10 EUR | Malta |
| 21Bitcoin | 0,79% | 1 (BTC) | ✅ | ✅ | ab 10 EUR | Salzburg |
| Coinfinity | 1,50% | 1 (BTC) | ✅ | ✅ | ab 21 EUR | Graz |
| BSDEX | 0,20/0,35% | 10 | ❌ | ✅ | ❌ | Stuttgart |
Grundsätzlich gilt: Wenn dir niedrige Gebühren besonders wichtig sind, lohnt sich ein Blick auf Bitvavo oder Binance. Wenn du hingegen Wert auf eine automatische Steuerabführung legst, kommst du an Bitpanda, Trade Republic oder 21Bitcoin kaum vorbei. Mehr dazu findest du bei die besten Krypto Börsen.
Gebühren im Detail: Was kostet der Krypto-Handel?
Die Handelsgebühren unterscheiden sich je nach Plattform erheblich. Grundsätzlich gibt es zwei Gebührenmodelle:
Maker/Taker-Gebühren: Du zahlst eine prozentuale Gebühr pro Trade. Maker-Orders (Limit-Orders, die dem Orderbuch Liquidität hinzufügen) sind günstiger als Taker-Orders (Market-Orders, die sofort ausgeführt werden). Bitvavo verlangt hier ab 0,15/0,25%, Kraken ab 0,25/0,40%.
Pauschalgebühren mit Spread: Anbieter wie Bitpanda oder Trade Republic berechnen eine feste Gebühr (0,99% bis 1,00%), in der bereits ein Spread enthalten ist. Das ist einfacher, aber tendenziell teurer.
Für Vieltrader bieten einige Börsen Pro-Modi mit deutlich niedrigeren Gebühren an: Bitpanda Fusion senkt die Kosten auf 0,02/0,25% und Kraken Pro auf 0,16/0,26%.
Ebenso wichtig: Einzahlungen per Überweisung sind bei allen Anbietern kostenlos. Bei Kreditkarten-Einzahlung fallen hingegen 1,80% (Bitpanda) bis 3,99% an.
Steuern: Welche Börsen führen die KESt automatisch ab?
Seit der ökosozialen Steuerreform 2022 unterliegen Gewinne aus Kryptowährungen in Österreich der Kapitalertragsteuer von 27,5%. Laut BMF gilt für die Berechnung der Anschaffungskosten der gleitende Durchschnittspreis. Verluste kannst du mit anderen Kapitalerträgen (z.B. Aktiengewinne, Dividenden) verrechnen.
Hier gibt es einen entscheidenden Faktor: Nicht jede Börse führt die KESt automatisch ab. Aktuell bieten vier Anbieter im Vergleich eine automatische Steuerabführung für österreichische Kunden:
- Bitpanda – Sitz in Wien, führt KESt automatisch ab
- Trade Republic – Sitz in Berlin, mit automatischer KESt für AT-Kunden
- 21Bitcoin – Sitz in Salzburg, reiner Bitcoin-Anbieter mit automatischer KESt
- Coinfinity – Sitz in Graz, Bitcoin-Spezialist mit automatischer KESt
Bei allen anderen Börsen (Bitvavo, Kraken, Binance etc.) musst du deine Krypto-Gewinne selbst in der Einkommensteuererklärung deklarieren. Alle Anbieter bieten zumindest einen Steuerreport-Export an. Wenn dir steuerliche Einfachheit wichtig ist, findest du Details bei den steuereinfache Anbieter. Eine umfassende Anleitung gibt es in unserem Ratgeber zu Krypto-Steuern in Österreich.
Regulierung und Sicherheit: FMA, MiCA & Co.
Laut FMA müssen Krypto-Dienstleister in Österreich nach dem FM-GwG registriert sein. Die Finanzmarktaufsicht prüft dabei Geschäftsmodell, interne Kontrollsysteme und Geldwäschepräventionsmaßnahmen. Zusätzlich gilt die EU-weite MiCA-Regulierung (Markets in Crypto-Assets Regulation) als einheitlicher Rechtsrahmen.
8 von 9 Anbietern im Vergleich sind MiCA-lizenziert. Die Ausnahme ist Binance, die derzeit nur teilweise reguliert ist und keine MiCA-Lizenz besitzt.
Darüber hinaus speichern alle geprüften Börsen mindestens 90% der Kundengelder in Cold Storage (offline Wallets). Bitpanda und Kraken setzen hier mit 95% an, Trade Republic und 21Bitcoin sogar mit 100%.
👉 Tipp: Prüfe vor der Kontoeröffnung, ob der Anbieter im FMA-Register aufscheint und ob es aktuelle FMA-Investorenwarnungen gibt.
Wenn du neben Krypto auch Aktien und ETFs handeln möchtest, könnte ein Online Broker mit Krypto-Handel die passende Wahl sein.

