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Krypto Staking: Passives Einkommen mit Bitcoin & Co.
Krypto-Börsen

Krypto Staking: Passives Einkommen mit Bitcoin & Co.

Beim Staking sperrst du Kryptowährungen in einem Netzwerk und erhältst dafür Belohnungen. So funktioniert es, welche Anbieter in Österreich Staking anbieten und was du steuerlich beachten musst.

Alexander SengerAlexander Senger
Aktualisiert: 1. Juni 2026

Was du über Krypto-Staking wissen musst

Das Wichtigste auf einen Blick

  • 💰 Rendite: Staking bringt je nach Coin zwischen 3 und 14 % p.a. an Belohnungen
  • ✅ Anbieter AT: Bitpanda und Trade Republic bieten Staking mit automatischer KESt
  • ⚠️ Steuern: Staking-Rewards lösen bei Zufluss keine Steuer aus (Anschaffungskosten 0 EUR), erst beim Verkauf gegen Euro fallen 27,5 % KESt auf den gesamten Erlös an
  • 🔒 Risiko: Coins sind während der Sperrfrist nicht verfügbar, Kursverluste möglich

Was ist Staking? Einfach erklärt

Staking ist eine Möglichkeit, mit Kryptowährungen passives Einkommen zu erzielen. Du sperrst deine Coins für einen bestimmten Zeitraum in einem Blockchain-Netzwerk. Im Gegenzug erhältst du Belohnungen in Form zusätzlicher Coins – sogenannte Staking-Rewards.

Das Prinzip dahinter heißt Proof-of-Stake (PoS) und ist ein Konsensverfahren, mit dem Blockchain-Netzwerke Transaktionen validieren. Anstatt energieintensives Mining einzusetzen (wie bei Bitcoin), wählen PoS-Netzwerke sogenannte Validatoren aus, die Transaktionen bestätigen und neue Blöcke erstellen. Die Auswahl basiert auf der Menge der hinterlegten Coins: Je mehr du stakst, desto höher die Chance, als Validator ausgewählt zu werden.

Einfach gesagt: Staking funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie ein Festgeldkonto: Du legst dein Geld an, es arbeitet für dich und du bekommst eine Belohnung. Der Unterschied: Die Renditen sind höher, aber auch die Risiken. Steuerlich werden Staking-Rewards in Österreich jedoch anders behandelt als Zinsen: Während Sparzinsen und Lending-Zinsen bereits bei Zufluss besteuert werden, lösen Staking-Rewards beim Zufluss keine Steuer aus.

Bekannte Kryptowährungen, die auf Proof-of-Stake setzen, sind Ethereum (ETH), Solana (SOL), Cardano (ADA) und Polkadot (DOT). Bitcoin nutzt hingegen Proof-of-Work und kann daher nicht gestakt werden.

Wie funktioniert Staking? Schritt für Schritt

Wenn du mit Staking beginnen möchtest, brauchst du weder technisches Vorwissen noch große Beträge. Die meisten Krypto-Börsen bieten Staking direkt in der App an.

1

Krypto-Börse mit Staking wählen

Nicht jede Börse bietet Staking an. Für österreichische Anleger eignen sich besonders Bitpanda und Trade Republic, weil beide die KESt automatisch abführen.

2

Konto eröffnen und verifizieren

Du registrierst dich bei der Börse und durchläufst die Identitätsprüfung (KYC). Das dauert in der Regel wenige Minuten per Video-Ident.

3

PoS-Kryptowährung kaufen

Kaufe eine Kryptowährung, die Proof-of-Stake unterstützt. Ethereum, Solana oder Cardano sind beliebte Optionen für Einsteiger.

4

Staking aktivieren

Bei den meisten Börsen aktivierst du Staking mit einem Klick. Deine Coins werden dann automatisch im Netzwerk eingesetzt.

5

Rewards erhalten

Die Belohnungen werden in regelmäßigen Abständen (täglich, wöchentlich oder monatlich) gutgeschrieben. Bei vielen Anbietern werden sie automatisch reinvestiert.

Wichtiger Hinweis: Beachte, dass gestakte Coins je nach Netzwerk für einen bestimmten Zeitraum gesperrt sein können (Lock-up-Periode). Während dieser Zeit kannst du sie nicht verkaufen oder transferieren.

Wenn du noch neu im Krypto-Bereich bist, findest du in unserem Ratgeber Kryptowährung kaufen: Anleitung für Anfänger eine ausführliche Einführung.

Staking-Renditen: Die besten Staking-Coins im Überblick

Die Renditen beim Staking variieren je nach Kryptowährung und Anbieter. Grundsätzlich gilt: Höhere Renditen bedeuten oft auch höheres Risiko.

Kryptowährung Rendite p.a. Lock-up Besonderheit
Ethereum (ETH) 3–4 % Flexibel Größtes PoS-Netzwerk weltweit
Solana (SOL) 4–6 % 2–3 Tage Schnelle Transaktionen, niedrige Gebühren
Cardano (ADA) 3–5 % Keine Kein Lock-up, jederzeit verfügbar
Polkadot (DOT) 10–14 % 28 Tage Höchste Rendite, längste Sperrfrist
Polygon (MATIC) 4–6 % Variabel Layer-2-Lösung für Ethereum

Renditen basieren auf aktuellen Netzwerkdaten (Stand: Mai 2026). Die tatsächliche Rendite kann je nach Anbieter und Netzwerkauslastung abweichen.

Grundsätzlich gilt: Die angegebenen Renditen sind Richtwerte. Außerdem ist die Rendite in der jeweiligen Kryptowährung angegeben – Kursverluste des Basiswerts können die Staking-Rewards übersteigen.

Krypto-Staking-Anbieter im Vergleich

Nicht jede Krypto-Börse bietet Staking an. Für österreichische Anleger ist besonders relevant, ob der Anbieter die KESt automatisch abführt und ob er über eine MiCA-Lizenz verfügt.

Anbieter Staking Coins MiCA Auto-KESt AT Handelsgebühren
Bitpanda ✅ 650 ✅ ✅ 0,99 % (Standard)
Trade Republic ✅ 50 ✅ ✅ 1,00 EUR pauschal
Bitvavo ✅ 400 ✅ ❌ 0,15–0,25 %
Kraken ✅ 400 ✅ ❌ 0,25–0,40 %
Coinbase ✅ 347 ✅ ❌ 0,60–1,20 %
Crypto.com ✅ 400 ✅ ❌ 0,25–0,50 %
Binance ✅ 500 ❌ ❌ 0,10 %
BISON ✅ 56 ✅ ❌ 1,25 % (Spread)

Stand: Mai 2026. Alle Anbieter sind in Österreich nutzbar.

Wenn du dir den Steueraufwand sparen möchtest, sind Bitpanda und Trade Republic die einfachste Wahl: Beide führen die 27,5 % KESt automatisch an das Finanzamt ab. Bitpanda hat dabei den Vorteil eines Wiener Firmensitzes und bietet mit 650 Coins die größte Auswahl.

Allerdings: Anbieter wie Bitvavo oder Kraken bieten deutlich niedrigere Handelsgebühren. Laut einer aktuellen Frankfurt-School-Studie (März 2026) ist Bitvavo sogar der günstigste MiCAR-zugelassene Anbieter im Test – relevant vor allem dann, wenn du deine Staking-Rewards regelmäßig in Euro verkaufen möchtest. Wenn du eh eine Steuererklärung machst, können diese Anbieter günstiger sein.

Was zeigt die Wissenschaft zu Krypto-Anbieter-Kosten?

Die Frankfurt School (Blockchain Center) hat im März 2026 über 432 Test-Trades die Gesamtkosten von 9 MiCAR-zugelassenen Krypto-Anbietern gemessen. Ergebnis: Roundtrip-Kosten (Kauf + Verkauf) reichen von 0,53 % bei Bitvavo bis 6,45 % bei Coinbase. Für Staking-Anleger relevant: Wer Rewards regelmäßig verkauft, zahlt bei teuren Anbietern einen erheblichen Teil seiner Erträge wieder als Trading-Gebühr an die Plattform.

Quelle: Frankfurt School of Finance & Management, „Gesamtkosten im Krypto-Handel für Privatanleger", März 2026.

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Vorteile und Risiken von Krypto-Staking

Vorteile

  • Passives Einkommen durch regelmäßige Rewards
  • Niedrigere Einstiegshürden als Mining (kein Hardware-Bedarf)
  • Du unterstützt die Sicherheit des Netzwerks
  • Automatisch über Krypto-Börsen möglich – ohne technisches Wissen

Nachteile

  • Lock-up-Perioden: Coins sind teilweise wochenlang gesperrt
  • Slashing-Risiko: Bei Fehlverhalten des Validators können Teile der gestakten Coins verloren gehen
  • Kursrisiko: Kursverluste des Basiswerts können die Staking-Rewards übersteigen
  • Smart-Contract-Risiken: Fehler im Code können zu Verlusten führen

Slashing – was ist das? Slashing ist eine Strafe, die Validatoren erhalten, wenn sie gegen die Netzwerkregeln verstoßen (etwa durch doppelte Signierung oder längeres Offline-Sein). Dabei wird ein Teil der gestakten Coins eingezogen. Wenn du über eine Krypto-Börse stakst, übernimmt der Anbieter in der Regel das Validator-Risiko für dich.

Was aber machst du, wenn der Kurs während der Sperrfrist um 30 % fällt? Hier gibt es einen entscheidenden Faktor: Die Staking-Rewards gleichen Kursverluste nicht aus, wenn der Markt einbricht. Daher eignet sich Staking vor allem als Ergänzung zu einer langfristigen Krypto-Strategie – nicht als kurzfristige Spekulation.

Staking-Steuern in Österreich: 27,5 % KESt

Laut BMF Österreich sind Staking-Erträge seit der ökosozialen Steuerreform 2022 klar geregelt. Staking-Rewards zählen nicht als laufende Einkünfte aus Kryptowährungen und werden daher beim Zufluss nicht besteuert. Stattdessen werden die erhaltenen Coins mit Anschaffungskosten von 0 EUR angesetzt. Erst wenn du sie später gegen Euro verkaufst, wird der gesamte Verkaufserlös mit dem besonderen Steuersatz von 27,5 % KESt besteuert (§ 27b Abs 2 EStG). Anders ist das nur bei Lending-Zinsen sowie bei Mining und Masternodes – diese laufenden Einkünfte werden bereits bei Zufluss mit 27,5 % besteuert.

Steuerliche Eckpunkte

  • Steuersatz: 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt)
  • Steuerpflicht: Keine Steuer bei Zufluss der Staking-Rewards – die Besteuerung erfolgt erst beim Verkauf gegen Euro (Anschaffungskosten 0 EUR, gesamter Erlös steuerpflichtig)
  • Verlustausgleich: Staking-Verluste können mit anderen Kapitaleinkünften (z.B. Aktiengewinne, Dividenden) verrechnet werden
  • Berechnungsmethode: Gleitender Durchschnittspreis in Euro

Praktisch bedeutet das: Wenn du Staking-Rewards im Wert von 100 EUR erhältst, fällt im Moment des Zuflusses 0 EUR Steuer an. Verkaufst du diese Rewards später für 100 EUR gegen Euro, werden 27,50 EUR als KESt fällig (Anschaffungskosten 0 EUR, der gesamte Erlös ist steuerpflichtig). Der automatische KESt-Abzug bei Anbietern wie Bitpanda oder Trade Republic greift entsprechend beim Verkauf, nicht beim Zufluss der Rewards. Bei ausländischen Börsen wie Kraken oder Coinbase musst du die Steuer selbst in der Einkommensteuererklärung angeben.

Diese Information ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

Tipp für die Steuererklärung: Viele Krypto-Börsen bieten Steuer-Reports zum Download an. Diese kannst du direkt in deine Steuersoftware importieren oder deinem Steuerberater übergeben.

Für eine ausführliche Übersicht lies unseren Ratgeber Krypto-Steuern in Österreich.

Häufige Fragen zum Krypto-Staking

Was bedeutet Staking bei Crypto?

Staking bedeutet, dass du deine Kryptowährungen in einem Proof-of-Stake-Netzwerk sperrst, um Transaktionen zu validieren und das Netzwerk abzusichern. Dafür erhältst du Belohnungen in Form zusätzlicher Coins. Es ist vom Prinzip her vergleichbar mit Zinsen auf einem Sparkonto, allerdings mit höheren Renditen und höheren Risiken. Steuerlich werden Staking-Rewards in Österreich aber anders behandelt als Zinsen: Sparzinsen und Lending-Zinsen werden bereits bei Zufluss besteuert, Staking-Rewards dagegen nicht.

Was ist der Nachteil beim Staking?

Die größten Nachteile sind die eingeschränkte Verfügbarkeit deiner Coins während der Lock-up-Periode und das Kursrisiko. Wenn der Kurs der gestakten Kryptowährung stark fällt, können die Verluste die Staking-Rewards deutlich übersteigen. Außerdem besteht ein Slashing-Risiko, bei dem Teile deiner gestakten Coins als Strafe eingezogen werden können.

Wie viel Geld kann man mit Staking verdienen?

Die Renditen variieren je nach Kryptowährung: Ethereum bringt 3–4 % p.a., Solana 4–6 % p.a. und Polkadot 10–14 % p.a. (Stand: April 2026). Bei einer Investition von 1.000 EUR in Ethereum-Staking wären das ca. 30–40 EUR pro Jahr an Rewards. Beachte: Die Rendite wird in der jeweiligen Kryptowährung ausgezahlt, nicht in Euro.

Ist Staking steuerpflichtig in Österreich?

Ja, aber erst beim Verkauf gegen Euro. Beim Zufluss der Staking-Rewards fällt in Österreich laut BMF keine Steuer an – die erhaltenen Coins werden mit Anschaffungskosten von 0 EUR angesetzt. Erst wenn du sie später gegen Euro verkaufst, wird der gesamte Verkaufserlös mit 27,5 % KESt besteuert. Anbieter wie Bitpanda und Trade Republic führen diese KESt beim Verkauf automatisch ab. Diese Information ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

Welche Kryptowährungen kann man staken?

Gestakt werden können alle Kryptowährungen, die auf dem Proof-of-Stake-Konsensverfahren basieren. Die bekanntesten sind Ethereum (ETH), Solana (SOL), Cardano (ADA), Polkadot (DOT) und Polygon (MATIC). Bitcoin kann nicht gestakt werden, da es auf Proof-of-Work basiert.

Welche Krypto-Börse bietet das günstigste Staking für AT-Anleger 2026?

Für die reinen Staking-Rewards spielen die Handelsgebühren des Anbieters zunächst keine Rolle – entscheidend sind die Netzwerk-Rendite und die Provision, die die Börse vom Reward einbehält. Sobald du Rewards jedoch in Euro verkaufst, schlägt die Trading-Gebühr direkt zu. Laut der Frankfurt-School-Studie vom März 2026 hat Bitvavo mit durchschnittlich 0,53 % Roundtrip-Kosten das günstigste Preismodell unter den 9 untersuchten MiCAR-Anbietern – gefolgt von Kraken (5,92 %), Bitpanda (4,99 %) und Coinbase (6,45 %). Für österreichische Anleger gilt: Bitpanda und Trade Republic bleiben trotz höherer Gebühren attraktiv, weil sie die 27,5 % KESt automatisch abführen. Wer den Steueraufwand selbst erledigt, kann mit Bitvavo deutlich niedrigere Verkaufskosten realisieren.

Lohnt sich Staking trotz Anbieter-Gebühren?

Das hängt von drei Faktoren ab: der Netzwerk-Rendite, der Provision der Börse und den Gebühren beim Verkauf der Rewards. Wer beispielsweise 5 % Staking-Rendite auf Ethereum erzielt und seine Rewards einmal jährlich bei Coinbase verkauft, verliert laut Frankfurt-School-Studie rund 6,45 % der verkauften Summe an Roundtrip-Kosten – ein erheblicher Anteil. Bei Bitvavo wären es nur 0,53 %. Hinzu kommt die KESt von 27,5 %, die in Österreich aber erst beim Verkauf der Rewards gegen Euro anfällt (Anschaffungskosten 0 EUR, der gesamte Erlös ist steuerpflichtig) – nicht bereits beim Zufluss. Faustregel: Staking lohnt sich vor allem dann, wenn du Rewards reinvestierst statt regelmäßig zu verkaufen, einen günstigen Anbieter wählst und die Lock-up-Periode mit deinem Anlagehorizont vereinbar ist. Pauschale Renditeversprechen sind unseriös – Kursverluste des Basiswerts können die Rewards übersteigen. Diese Information ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

Alexander Senger

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Gründer & Geschäftsführer

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.

Erfahrung

15+ Jahre Finanzbranche

Qualifikation

Diplom-Finanzfachwirt (FH)

Registrierung

§34c & §34d GewO

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Inhaltsverzeichnis

  • Was du über Krypto-Staking wissen musst
  • Was ist Staking? Einfach erklärt
  • Wie funktioniert Staking? Schritt für Schritt
  • Staking-Renditen: Die besten Staking-Coins im Überblick
  • Krypto-Staking-Anbieter im Vergleich
  • Vorteile und Risiken von Krypto-Staking
  • Staking-Steuern in Österreich: 27,5 % KESt

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