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Österreich
AnbieterBank DirektNewsBank Direkt erhöht Festgeld-Zinsen: Bis zu 2,50 % p.a. ab März 2026
Bank Direkt erhöht Festgeld-Zinsen: Bis zu 2,50 % p.a. ab März 2026
Zinsänderungen

Bank Direkt erhöht Festgeld-Zinsen: Bis zu 2,50 % p.a. ab März 2026

27. März 2026
Alexander Senger
Bank Direkt

Die Bank Direkt der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich hat zum 27. März 2026 die Zinsen für ihr Fixzinskonto bei drei von vier Laufzeiten erhöht – bei 12 Monaten von 1,75 % auf 2,00 % p.a., bei 24 Monaten auf 2,25 % p.a. und bei 60 Monaten auf 2,50 % p.a.. Damit geht die österreichische Direktbank gegen den allgemeinen Zinstrend und positioniert sich stärker im Festgeld-Markt.

  • 12 Monate: 1,75 % → 2,00 % p.a. (+0,25 Prozentpunkte)
  • 24 Monate: 2,00 % → 2,25 % p.a. (+0,25 Prozentpunkte)
  • 60 Monate: 2,15 % → 2,50 % p.a. (+0,35 Prozentpunkte)
  • 6 Monate: 1,75 % p.a. (unverändert)
  • Gültig ab: 27. März 2026
  • Einlagensicherung: Österreich, bis 100.000 €

Was hat sich geändert?

Während viele Banken in Österreich seit Mitte 2025 die Festgeld-Zinsen schrittweise senken, dreht die Bank Direkt das Rad in die andere Richtung. Bei drei von vier Laufzeiten steigen die Sätze – teils deutlich:

Laufzeit Zinssatz bisher Zinssatz neu (ab 27.03.) Veränderung
6 Monate 1,75 % p.a. 1,75 % p.a. unverändert
12 Monate 1,75 % p.a. 2,00 % p.a. +0,25 Pp.
24 Monate 2,00 % p.a. 2,25 % p.a. +0,25 Pp.
60 Monate 2,15 % p.a. 2,50 % p.a. +0,35 Pp.

Mindestanlage: 500 €. Maximale Einlage: 10.000.000 €. Die Zinsgutschrift erfolgt am Laufzeitende, das Guthaben wird anschließend automatisch auf das Extrakonto (täglich fällig) überwiesen.

Einordnung: Wo steht die Bank Direkt im österreichischen Festgeld-Markt?

Mit 2,00 % für 12 Monate liegt die Bank Direkt im soliden Mittelfeld des österreichischen Festgeld-Marktes. Top-Anbieter wie Bigbank (bis 2,55 %) oder Klarna (2,45 %) bieten zwar höhere Sätze – allerdings handelt es sich dort um ausländische Banken mit Einlagensicherung in Estland bzw. Schweden.

Unter den österreichischen Banken mit heimischer Einlagensicherung gehört die Bank Direkt mit 2,00 % zu den attraktiveren Optionen für 12 Monate. Wer auf österreichische Einlagensicherung Wert legt und gleichzeitig eine solide Verzinsung sucht, findet hier ein stimmiges Angebot.

Anbieter 12 Monate Einlagensicherung Steuereinfach
Bigbank 2,55 % Estland Nein
Klarna 2,45 % Schweden Nein
DenizBank 2,35 % Österreich Ja
Bank Direkt 2,00 % Österreich Ja
Denzelbank 1,90 % Österreich Ja
Renault Bank 1,85 % Österreich Ja

Quelle Vergleichsdaten: capitalo.at, Stand: 28.03.2026

Was das für Sparer bedeutet

Ein Rechenbeispiel: Wer 10.000 € für 12 Monate bei der Bank Direkt anlegt, erhält rund 200 € an Zinsen vor Steuern (nach KESt von 25 %: 150 € netto). Zum Vergleich: Beim bisherigen Satz von 1,75 % wären es nur 175 € brutto (131,25 € netto) gewesen – ein Plus von 25 € brutto.

Besonders interessant ist die 60-Monats-Laufzeit: Mit 2,50 % p.a. über fünf Jahre ergibt das bei 10.000 € Anlage rund 1.250 € an Zinsen vor Steuern – eine attraktive Option für alle, die ihr Geld länger binden können und sich den aktuellen Zinssatz sichern wollen.

Tipp: Die Bank Direkt bietet eine vorzeitige Auflösung des Fixzinskontos an – allerdings mit Vorschusszinsen (1 ‰ pro Monat bis Laufzeitende). Wenn du dir nicht sicher bist, ob du das Geld für die gesamte Laufzeit entbehren kannst, ist die kürzere 12-Monats-Variante die risikofreiere Wahl.

Für wen ist das Angebot geeignet – und für wen nicht?

Geeignet für

  • Sparer, die Wert auf österreichische Einlagensicherung legen
  • Steuereinfach: KESt wird automatisch abgeführt – kein Aufwand in der Steuererklärung
  • Anleger, die sich den Zins langfristig (60 Monate) sichern wollen
  • Kunden, die bereits ein Extrakonto bei der Bank Direkt haben

Weniger geeignet für

  • Zinsjäger, die den höchsten Satz suchen – ausländische Anbieter wie Bigbank oder Klarna bieten mehr
  • Sparer, die Flexibilität brauchen – vorzeitige Auflösung kostet Vorschusszinsen
  • Kleinanleger unter 500 € (Mindesteinlage)

Hintergrund: Warum erhöht die Bank Direkt gegen den Trend?

Während die EZB seit Mitte 2024 die Leitzinsen schrittweise senkt und viele Banken ihre Sparzinsen nach unten anpassen, geht die Bank Direkt einen anderen Weg. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich als Muttergesellschaft setzt offenbar auf Einlagenwachstum – höhere Festgeld-Zinsen locken frisches Kapital an.

Für Sparer kann das ein Vorteil sein: Wer jetzt bei 60 Monaten zugreift, sichert sich 2,50 % p.a. für fünf Jahre – auch wenn die allgemeinen Marktzinsen weiter sinken sollten.

Fazit

Meine Einschätzung

Die Zinserhöhung bei der Bank Direkt ist ein positives Signal für den österreichischen Sparmarkt. Zwar liegen die Sätze nicht an der Spitze des Gesamtmarktes, aber unter den steuereinfachen Anbietern mit österreichischer Einlagensicherung gehört die Bank Direkt jetzt zu den attraktiveren Optionen – besonders bei längeren Laufzeiten.

Wer sein Geld für 12 Monate oder länger binden kann und die Sicherheit einer österreichischen Bank schätzt, sollte sich das Angebot genauer ansehen. Für einen Überblick über alle aktuellen Festgeld-Konditionen lohnt sich ein Blick in unseren Festgeld-Vergleich.

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 28.03.2026. Konditionen können sich jederzeit ändern.

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Alexander Senger

GründerGeschäftsführerKooperationen & Marketing

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.