Das musst du über Depots in Österreich wissen
- 💰 Günstigste Depotgebühr: flatex mit 0 EUR Depotgebühr pro Jahr
- 📱 Beste App für Einsteiger: Trade Republic mit 1 EUR pro Order und kostenlosen Sparplänen
- 🏦 Bester österreichischer Broker: DADAT mit fairen Konditionen und voller Steuereinfachheit
- ⚠️ Wichtigstes Kriterium in AT: Steuereinfachheit – spart dir die jährliche Steuererklärung für Kapitalerträge
Finde das passende Wertpapierdepot für deine Bedürfnisse. Wir vergleichen Depotgebühren, Orderkosten und Steuereinfachheit der wichtigsten Anbieter in Österreich.
Österreich erlebt einen Investitionsboom: Laut OeNB halten österreichische Haushalte mittlerweile rund 197,3 Milliarden EUR in Wertpapieren – das sind 21 % des gesamten Geldvermögens. Mit über 2,5 Millionen Depots hat sich die Zahl der Wertpapieranleger in den letzten Jahren deutlich erhöht.
Allerdings unterscheiden sich die Kosten zwischen den Anbietern erheblich. Wer bei einer Filialbank wie der Bank Austria oder Raiffeisen sein Depot führt, zahlt bis zu 0,30 % Depotgebühr pro Jahr. Bei einem Neobroker wie flatex oder Trade Republic fallen dagegen 0 EUR an. Über 20 Jahre summiert sich dieser Unterschied bei einem 50.000 EUR Portfolio auf mehrere tausend Euro.
Ein gründlicher Depot Vergleich lohnt sich also. Dabei kommt es in Österreich auf einen Faktor besonders an: Steuereinfachheit. Denn nur steuereinfache Broker führen die 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt) automatisch an das Finanzamt ab.
Die wichtigsten Kriterien beim Depot-Vergleich
Beim Vergleich von Wertpapierdepots in Österreich solltest du auf fünf zentrale Kriterien achten:
1. Depotgebühren
Die Depotgebühr ist eine jährliche Gebühr für die Verwahrung deiner Wertpapiere. Sie wird entweder als fester Betrag oder als Prozentsatz des Depotvolumens berechnet. Neobroker bieten oft kostenlose Depots, während Filialbanken 0,25–0,30 % pro Jahr verlangen. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zu Depot-Kosten.
2. Ordergebühren
Pro Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers fällt eine Ordergebühr an. Diese variiert stark: von 1 EUR pauschal (Trade Republic) über 0,99 EUR (Scalable Capital) bis zu 1,40 % bei klassischen Banken.
3. Sparplan-Kosten
Wenn du regelmäßig in ETFs oder Aktien investierst, sind die Sparplan-Kosten entscheidend. Trade Republic und Scalable Capital bieten kostenlose ETF-Sparpläne an. Bei Filialbanken zahlst du hingegen 1,50 bis 2,50 EUR pro Ausführung. Unser ETF-Sparplan Vergleich zeigt dir die günstigsten Anbieter.
4. Steuereinfachheit
In Österreich ist das ein zentrales Kriterium. Ein steuereinfacher Broker führt die KESt automatisch ab. Bei nicht-steuereinfachen Brokern musst du selbst eine Steuererklärung machen – mit allen Risiken und dem zeitlichen Aufwand.
5. Handelsplätze und Produktpalette
Prüfe, ob der Broker Zugang zu den für dich relevanten Börsen bietet. Für österreichische Aktien ist die Wiener Börse wichtig. Für internationale Diversifikation brauchst du Zugang zu Xetra, NYSE oder NASDAQ. Einen umfassenden Überblick findest du bei unseren besten Online Brokern.
Depot-Kosten im Überblick: Was zahlst du wirklich?
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Kosten der beliebtesten Depotanbieter in Österreich (Stand: März 2026):
| Broker | Depotgebühr/Jahr | Ordergebühr | ETF-Sparplan | Steuereinfach |
|---|---|---|---|---|
| flatex | 0 EUR | ab 5,90 EUR | ab 1,50 EUR | Ja |
| Trade Republic | 0 EUR | 1 EUR | kostenlos | Ja (seit 2025) |
| DADAT | 0 EUR | ab 3,90 EUR | ab 0,75 EUR | Ja |
| easybank | 15,00 EUR/Jahr | ab 4,95 EUR | ab 1,25 EUR | Ja |
| Bank Direkt | 5,93 EUR/Jahr | ab 5,95 EUR | ab 1,50 EUR | Ja |
| Erste Bank | 0,25 % | ab 9,90 EUR | ab 1,80 EUR | Ja |
| Bank Austria | 26,28 EUR/Jahr | ab 8,00 EUR | ab 2,50 EUR | Ja |
| Raiffeisen | 0,25–0,30 % | ab 10 EUR | ab 2 EUR | Ja |
Steuereinfach – das wichtigste Kriterium in Österreich
In Österreich unterliegen Kapitalerträge (Dividenden, Kursgewinne, Zinsen aus Wertpapieren) der Kapitalertragsteuer von 27,5 %. Ein steuereinfacher Broker führt diese Steuer automatisch an das Finanzamt ab. Du musst dich um nichts kümmern.
Bei einem nicht-steuereinfachen Broker – etwa einem ausländischen Anbieter ohne österreichische Niederlassung – musst du:
- Alle Transaktionen selbst dokumentieren
- Die KESt in der Einkommensteuererklärung (Beilage E1kv) angeben
- Melde- und Nicht-Meldefonds korrekt unterscheiden
- Bei Fehlern drohen Nachzahlungen und Strafen
Steuereinfache Broker in Österreich: Folgende Broker sind aktuell steuereinfach (Stand: März 2026): flatex, Trade Republic (seit April 2025), DADAT, easybank, Bank Direkt, Erste Bank, Bank Austria, Raiffeisen.
Nicht steuereinfach sind u.a.: Interactive Brokers, Scalable Capital (geplant für 2026) und Tastytrade.
Grundsätzlich gilt: Für die meisten Anleger in Österreich ist ein steuereinfacher Broker die deutlich bessere Wahl. Die Zeitersparnis und Rechtssicherheit wiegen den möglichen Gebührenunterschied mehr als auf. Alle Details findest du auf unserer Seite zu steuereinfachen Brokern in Österreich.
PFOF-Verbot 2026: Was sich für dich ändert
Ab Juni 2026 tritt das EU-weite Verbot von Payment for Order Flow (PFOF) in Kraft. PFOF bedeutet, dass Broker Rückvergütungen von Market Makern erhalten, wenn sie Kundenorders dorthin weiterleiten. Dieses Modell hat es Neobrokern ermöglicht, Trades sehr günstig oder sogar kostenlos anzubieten.
Die großen Broker wie flatex und Trade Republic haben sich bereits auf das Verbot vorbereitet. Trade Republic hat etwa eine österreichische Niederlassung gegründet und sein Geschäftsmodell um ein Girokonto mit Sparzinsen erweitert. Langfristig könnten sich die Gebührenmodelle am Markt angleichen.
So eröffnest du ein Depot in Österreich
Anbieter auswählen
Vergleiche Depotgebühren, Orderkosten und Steuereinfachheit. Nutze dafür unseren Depot-Vergleich auf Capitalo.
Online-Antrag ausfüllen
Die meisten Broker bieten eine digitale Kontoeröffnung an. Du brauchst: Ausweis (Reisepass oder Personalausweis), Meldezettel und deine Steuernummer.
Identität bestätigen
Per Video-Ident (am schnellsten) oder Post-Ident verifizierst du deine Identität. Bei österreichischen Filialbanken geht das auch in der Filiale.
Depot nutzen und investieren
Nach der Freischaltung (meist 1–3 Werktage) kannst du Geld auf das Verrechnungskonto überweisen und mit dem Investieren beginnen.
Wenn du bereits ein Depot hast und wechseln möchtest, findest du alle Infos in unserem Ratgeber zum Depot übertragen.
Häufige Fragen zum Depot Vergleich Österreich
Welches Depot ist das beste in Österreich?
Das hängt von deinen Bedürfnissen ab. Für kostenbewusste Anleger bietet flatex mit 0 EUR Depotgebühr und günstigen Ordergebühren das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Trade Republic eignet sich besonders für Einsteiger mit kostenlosen Sparplänen und einer intuitiven App. Wer einen österreichischen Anbieter bevorzugt, ist mit DADAT gut beraten.
Was kostet ein Depot in Österreich?
Die Kosten variieren stark. Neobroker wie flatex und Trade Republic bieten kostenlose Depots an. Filialbanken wie Erste Bank oder Raiffeisen verlangen 0,25–0,30 % des Depotvolumens pro Jahr. Bei einem 50.000 EUR Portfolio sind das 125–150 EUR jährlich.
Was bedeutet steuereinfach bei Brokern?
Ein steuereinfacher Broker führt die Kapitalertragsteuer (27,5 %) automatisch an das österreichische Finanzamt ab. Du musst deine Kapitalerträge nicht selbst in der Steuererklärung angeben. Voraussetzung: Der Broker hat einen Sitz oder eine Niederlassung in Österreich.
Ist Trade Republic in Österreich steuereinfach?
Ja, seit April 2025. Trade Republic hat eine österreichische Niederlassung gegründet und führt die KESt für österreichische Kunden automatisch ab. Neukunden profitieren sofort, Bestandskunden werden schrittweise aktiviert.
Welche Depotgebühren sind normal?
Bei Neobrokern und Direktbanken sind kostenlose Depots inzwischen Standard. Klassische Filialbanken verlangen 0,25–0,30 % pro Jahr. Alles über 0,30 % ist in der heutigen Marktlage zu teuer.
Kann ich mein Depot übertragen?
Ja, ein Depotübertrag ist in Österreich jederzeit möglich und muss vom aufnehmenden Broker kostenlos abgewickelt werden. Der Prozess dauert in der Regel 2–4 Wochen. Achte darauf, dass die steuerlichen Anschaffungskosten korrekt übertragen werden.
So bewerten wir Broker/Depot: Der Capitalo Score
Unsere Bewertungsmethodik
Warum wir anders bewerten
Die meisten Vergleichsportale zeigen dir Sternchen – aber nicht, wie sie entstehen. Wir machen das anders: Der Capitalo Score ist eine transparente, nachvollziehbare Bewertung nach über 110 Kriterien, die wir für jede Produktkategorie individuell entwickelt haben.
Unser Versprechen:
- Transparent: Jede Bewertung ist nachvollziehbar
- Objektiv: Kriterien basieren auf messbaren Fakten
- Aktuell: Quartalsweise Anpassung an Marktentwicklungen
- Rechtlich fundiert: Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben
Bewertungsskala (Schwellenwerte):
- 99-110 Punkte: Hervorragend
- 95-98 Punkte: Sehr gut
- 77-94 Punkte: Gut
- 55-76 Punkte: Befriedigend
- 44-54 Punkte: Ausreichend
- 22-43 Punkte: Mangelhaft
- < 22 Punkte: Ungenügend
Bewertungskategorien
So setzt sich der Capitalo Score zusammen
Je mehr Punkte ein Produkt erreicht, desto besser die Bewertung.
7 Kategorien werden objektiv bewertet
Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger
Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.
