
Erste Bank streicht Depotgebühr: Selfinvest-Depot bis 50.000 Euro gratis
Die Erste Bank macht ihr Selfinvest-Depot ab dem 4. Mai 2026 deutlich günstiger. Bis zu einem Depotwert von 50.000 Euro entfällt die Depotgebühr komplett, und die Sparplanausführung kostet künftig pauschal 1 Euro statt 1,99 Prozent des Anlagebetrags. Damit zieht eine der größten österreichischen Banken bei den Konditionen mit Direktbanken und Neobrokern gleich.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Gratis Depotführung bis 50.000 Euro: Anleger zahlen unterhalb dieser Grenze keine Depotgebühr mehr.
- Pauschale Sparplangebühr: Wertpapier-Sparpläne kosten ab sofort 1,00 Euro pro Ausführung — vorher 1,99 % des Anlagebetrags.
- Neukundenbonus: 30 Euro für Neukunden mit einer Sparrate ab 30 Euro pro Monat (befristet bis 31.12.2026).
- Wechselbonus: Bis zu 500 Euro (1 % auf Depotüberträge über 50.000 Euro), gültig bis 31.12.2026.
- Ab 50.000 Euro Depotwert: Es greift eine Depotgebühr von 0,216 % p. a.
Konditionen im Detail: Was sich konkret ändert
Im Vergleich zwischen alten und neuen Konditionen wird sichtbar, wo die Erste Bank den Hebel angesetzt hat — vor allem bei Anlegern mit kleinen und mittleren Sparraten.
| Konditionspunkt | Bisher | Ab 4. Mai 2026 |
|---|---|---|
| Depotgebühr bis 50.000 € | Mit Gebühr | 0 Euro |
| Depotgebühr ab 50.000 € | Mit Gebühr | 0,216 % p. a. |
| Sparplangebühr | 1,99 % des Anlagebetrags | 1,00 Euro pauschal |
| Neukundenbonus | — | 30 Euro (ab 30 €/Monat) |
| Wechselbonus | — | Bis 500 Euro (1 % über 50K) |
Quelle: Konditionsmitteilung Erste Bank, Stand: Mai 2026.
Besonders der Wechsel von einer prozentualen zu einer pauschalen Sparplangebühr macht das Modell für höhere Sparraten attraktiv: Wer monatlich 500 Euro in einen ETF-Sparplan einzahlt, zahlt statt rund 10 Euro nur noch 1 Euro pro Ausführung.
Einordnung im österreichischen Broker-Markt
Im österreichischen Broker-Vergleich positioniert sich die Erste Bank mit der Anpassung im Mittelfeld. Flatex bietet in Österreich seit längerem eine dauerhaft kostenlose Depotführung — auch oberhalb von 50.000 Euro. Bei der easybank fallen weiterhin Depotgebühren an, das Sparplankonto ist hingegen entgeltfrei. Bank Direkt verlangt ab 50.000 Euro Depotwert nur 0,12 % p. a. (mindestens 5,93 Euro pro Position) und bleibt für größere Depots damit günstiger als die Erste Bank mit ihren 0,216 % p. a.
Allerdings gilt: Die Erste Bank kombiniert die neuen Konditionen mit dem dichten Filialnetz und der bekannten George-Plattform — ein Punkt, den reine Online-Broker nicht abdecken. Im Capitalo-Vergleich der österreichischen Broker bedeutet das Update: Das Selfinvest-Depot ist für Anleger mit kleineren und mittleren Vermögen erstmals wirklich konkurrenzfähig zum Direktbanken-Angebot.
Was das für dich bedeutet
Die neuen Konditionen sind vor allem für drei Gruppen interessant:
- Sparplan-Anleger mit kleineren Raten: Die 1-Euro-Pauschale schafft Kostentransparenz, besonders ab 50 Euro Sparrate aufwärts.
- Anleger mit Depotwert unter 50.000 Euro: Die Gratis-Depotführung macht Selfinvest zu einer realistischen Alternative zu Direktbanken.
- Wechselwillige mit größeren Depots: Der 1-%-Wechselbonus (bis 500 Euro) kann den Übertrag attraktiv machen — vorausgesetzt, die laufenden Kosten passen langfristig.
Fazit
Die Erste Bank schließt mit dem Update bei den Grundkonditionen zu den günstigeren Online-Brokern auf — vor allem bei Sparplänen und kleinen Depots. Für Bestandskunden ist die Anpassung ein willkommener Kostenvorteil. Für Wechselwillige bleibt die Frage, ob die laufenden Gebühren ab 50.000 Euro langfristig zu den eigenen Anlageplänen passen.
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Stand: Mai 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.