Ihr Geld im August 2020

Hier bringen wir aktuelle Meldungen aus Österreich zu den Themen persönliche Finanzen, Sparen, Geldanlage, Versicherung und Steuern.

Gehälter in Wien am höchsten

Es ist vielleicht eine Binsenweisheit, aber eine aktuelle Untersuchung von StepStone zeigt: In Wien locken die besten Gehälter. In der Hauptstadt verdienen Angestellte ohne Personalverantwortung im Schnitt 47.000 Euro brutto. Am anderen Ende der Skala liegt das Burgenland (35.000 brutto Jahresgehalt im Schnitt). Der starke Wettkampf um Mitarbeiter in Ballungszentren, Industriezonen und auch in den Tourismusgebieten hat zur Folge, dass dort deutlich höhere Gehälter gezahlt werden. Hinter Wien liegt Vorarlberg an zweiter Stelle des Gehaltsrankings.

Sehr gut verdienen übrigens IT-Fachkräfte, wobei es zwischen den einzelnen Fachrichtungen durchaus Unterschiede gibt. Indes ist der Unterschied zwischen Männer und Frauen noch immer beachtlich – im Schnitt sind es 4500 Euro jährlich. Vor allem im Consulting und im Management ist dieser sogenannte Gender Pay Gap hoch.

Hohe Nachfrage nach Häusern

Im Zuge des Corona-Lockdowns musste oder wollte man eine Zeitlang die eigenen vier Wände kaum verlassen. Das hat vielen Österreicherinnen und Österreichern bewusst gemacht, wie wertvoll eine Wohnung oder ein Haus mit Freiflächen wie Terrasse oder Garten sein kann. Vor diesem Hintergrund gibt es auch Änderungen am Immobilienmarkt: Objekte mit Freiflächen werden immer begehrter und damit teurer. Laut einer Umfrage von ImmoScout24 ist ein eigener Garten, Balkon oder Terrasse für ein Drittel der Immobiliensuchenden das entscheidende Kriterium. Insgesamt hat die Umfrage ergeben, dass mehr als die Hälfte der Befragten derzeit nach einer neuen Immobilie sucht. Speziell rund um die Hauptstadt wird derzeit nach Häusern Ausschau gehalten; tatsächlich ist die Verfügbarkeit an leistbaren Objekten in den Regionen um Wien aber überschaubar.

Übrigens wollen die meisten eine Immobilie lieber kaufen statt mieten. Das liegt an der steigenden Attraktivität von Immobilien als Wertanlage.

Nachhaltige Fonds werden beliebter

Die Nachfrage nach Investmentfonds ist bei Anlegern in Österreich auf einem hohen Niveau: Das Fondsvolumen der österreichischen Gesellschaften ist im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um knapp 8 Prozent auf rund 177 Milliarden Euro gestiegen – damit ist schon beinahe der Wert des Vorjahres erreicht. Vor allem die Nachfrage bei nachhaltigen Fonds ist groß (knapp 19 Prozent Plus im 2. Quartal).

Kein Wunder: Nachhaltige Fonds sind nicht nur fürs Gewissen gut, sondern weisen eine starke Performance auf. Im 1-Jahres-Vergleich haben sie im Schnitt 6,2 Prozent zugelegt – eine durchaus beachtenswerte Leistung. Ein Blick auf die einzelnen Regionen: Sieger bei der Performance innerhalb eines Jahres waren in dieser Hinsicht Aktienfonds mit Schwerpunkt Japan (plus 10 Prozent) gefolgt von jenen mit Fokus auf Nordamerika (plus 4,4 Prozent).

Stärker nachgefragt waren zuletzt auch offene Immobilien-Investmentfonds.

Mobiles Bezahlen auf Reisen

Mit einem Mobilgerät wie einem Handy bezahlen statt mit Bargeld oder mit Karte – dieser Trend wird auch auf Reisen immer wichtiger. Durch die Corona-Maßnahmen wurde Mobile Payment speziell für Geschäftsreisende zur bevorzugten Zahlungsmethode. Eine Studie des Deutschen Reiseverbands zeigt, dass zwei Drittel der deutschen Geschäftsreisenden in Zukunft am liebsten mit dem Mobilgerät bezahlen möchten. An zweiter Stelle liegen digitale Bezahlmethoden wie PayPal. Dabei wurde noch vor einem Jahr Bargeld als beliebteste Bezahlmethode angegeben. Definitiv wird dieser Trend auch in Österreich zu beobachten sein – und zwar nicht nur bei Geschäftsreisenden, sondern auch bei Urlaubern.

Mehr Millionäre in Österreich

HNWI – bei diesem Wort bekommen Anbieter von Luxusimmobilien, -reisen und -autos feuchte Augen. Hinter dem Kürzel verbergen sich nämlich jene Personen, die gemeinhin als Reiche bezeichnet werden. HNWI steht für High Net Worth Individuals und Österreich ist durchaus ein Land, in dem es sich diese Gruppe gut gehen lässt. Schließlich ist die Zahl der HNWIs im Vorjahr um knapp 7 Prozent auf rund 155.000 Personen gestiegen. Um sich dazu zählen zu dürfen, muss man ein Vermögen von mindestens 1 Million US-Dollar sein Eigen nennen.


Robert Prazak verantwortet die Online-Redaktion von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 1995 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale, aber auch für Social Media Agenturen, Banken sowie PR-Verlage.