CAPITALO

Auto ummelden

Startseite » Kfz-Versicherung » Ratgeber » Auto ummelden

Wer allein oder mit der Familie umzieht, hat nicht nur viel Arbeit, sondern auch einige bürokratische Pflichten. So muss man ua. seinen neuen Wohnsitz bei der Einwohnerbehörde anmelden. Ebenfalls nicht vergessen sollte man, dass man unter Umständen nach einem Umzug sein Auto ummelden muss.


Zulassungsschein als Scheckkarte © OeSD

Wann muss das Fahrzeug umgemeldet werden?

Es kann mehrere Gründe geben, sein Fahrzeug umzumelden. Der häufigste ist sicher der Umzug, bei dem sich der Hauptwohnsitz ändert. Darüber hinaus sind Änderungen am Fahrzeug ein Anlass, dass auch die Zulassung verändert werden kann. Eine solche Änderung kann etwa der Einbau einer Anhängerkupplung sein. Aber auch Änderungen an der Motorisierung, An- und Einbauten können unter Umständen ein Grund sein, die Zulassungsstelle aufzusuchen. Häufig kommt die Frage auf, ob eine Namensänderung bei Hochzeit oder Scheidung ein Grund ist, das KFZ umzumelden. Glücklicherweise reicht hierbei die Erfassung der Änderung des Familienstands und des Namens bei der Einwohnerbehörde. Die neuen Daten werden dann automatisiert an die Zulassungsstelle weitergegeben.

Wie und wo muss das Fahrzeug umgemeldet werden?

Der häufigste Grund, das KFZ ummelden zu müssen, ist der Wohnwechsel allein oder mit der ganzen Familie. Allerdings ist nur dann tatsächlich eine Ummeldung nötig, wenn der Umzug zu einer Wohnsitzverlagerung in einen anderen Bezirk führt. Wenn man also nach dem Umzug von Autos mit anderen Kennzeichen umgeben ist, sollte spätestens dann die KFZ Ummeldung erfolgen. Dagegen muss etwa bei einem Umzug innerhalb Wiens keine Ummeldung des KFZ erfolgen.

Liegt also der neue Wohnsitz weiter entfernt, dann muss das Fahrzeug in der Zulassungsstelle des bisherigen Bezirks abgemeldet und in der Zulassungsstelle des neuen Bezirks angemeldet werden. Die zuständige Zulassungsstelle findet man bequem auf der Seite der KFZ Zulassungstellenauskunft.

Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden

Da die Ummeldung bei der neuen Behörde wie eine Neuanmeldung erfolgt, sind auch die gleichen Dokumente nötig. Neben der Abfrage des Wohnsitzes, den die Zulassungsstelle bei der Einwohnerbehörde durchführt, wird auch eine Versicherungsbescheinigung benötigt. Weiter muss für das Fahrzeug ein Genehmigungsnachweis oder ein Genehmigungsdokument vorgelegt werden. Die Art des Dokuments hängt üblicher Weise davon ab, ob es eine Erst- oder eine neuerliche Zulassung ist. Da aber bei der KFZ Ummeldung das Fahrzeug schon einmal zugelassen war, wird lediglich das bei der im alten Bezirk ausgestellte Genehmigungsdokument benötigt.

Im Falle, dass ein Vertreter das KFZ ummelden soll, benötigt dieser eine Vollmacht. Bei Personen unter 18 Jahren müssen die Erziehungsberechtigten Ihr Einverständnis erklären. Hier ist der bürokratische Aufwand entsprechend höher.

Welche Kosten fallen an?

Die Höhe der Kosten, wenn man sein Auto ummelden muss, hängt vom Grund für die Ummeldung ab. Günstig ist die Ummeldung, wenn der Wohnbezirk bestehen bleibt und nur Name und/oder Adresse geändert werden müssen. Bei der Scheckkartenzulassung muss diese geändert werden, wofür Kosten in Höhe von derzeit 22 Euro anfallen. Alle weiteren Zulassungen sind ohne Kosten, da hier die Änderung über den Datenabgleich erfolgt. Genaueres zu den Kosten wird die Zulassungsbehörde mitteilen können.

Ein Sonderfall liegt vor, wenn man nach dem Umzug in der örtlichen Zuständigkeit einer Zulassungsbehörde geblieben ist, die Behördenbezeichnung für die neue Adresse aber eine andere ist. In diesem Fall benötigt man ein neues Kennzeichen und eine neue Begutachtungsplakette. Dafür fallen ebenfalls Kosten an. Als Kosten können derzeit ca. 23 Euro veranschlagt werden.

Am teuersten wird es, wenn nach dem Umzug eine komplette Autoabmeldung bei der alten Zulassungsbehörde und eine Neuanmeldung des KFZ bei einer neuen Zulassungsstelle erforderlich ist. Für die Neuzulassung muss man bis zu ca. 191 Euro veranschlagen, wenn man die Scheckkartenzulassung wählt.

Gibt es Fristen für die KFZ Ummeldung?

Man sollte sich mit der Ummeldung des KFZ nicht zuviel Zeit lassen, denn der Gesetzgeber hat vergleichsweise enge Fristen gesetzt. Wenn man zwar innerhalb der örtlichen Zustellung bleibt, der Adress- und/oder Namenswechsel aber ein neues Kennzeichen erfordert, hat der Gesetzgeber dafür eine Frist von nur einer Woche vorgesehen. Zieht man über eine längere Distanz um, dann gelten die Fristen für die Meldung des Umzugs bei der Einwohnerbehörde. Hier ist die Frist noch kürzer, denn sie beträgt nur drei Tage nach Einzug in die neue Wohnung oder das neue Haus. Am besten plant man die Behördengänge nach dem Umzug rechtzeitig ein und bereitet die Ummeldungen schon am alten Wohnsitz vor. Da spürbare Verwaltungsstrafen in Höhe von bis zu mehreren 100 Euro bei Fristüberschreitung fällig werden, macht es Sinn, sich an diese Fristen zu halten.

Fazit

Wenn man umzieht, hat man eigentlich schon genug Arbeit und Kosten. Lästig ist es, wenn man zusätzlich das KFZ ummelden und dafür hohe Gebühren bezahlen muss. Allerdings sollte man auch Verständnis für die Behörden haben. Diese müssen sicherstellen, dass jedes KFZ erfasst und richtig gekennzeichnet ist. Ohne Ummeldung von KFZ dürfte das kaum möglich sein.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicken Sie auf einen Stern für Ihre Bewertung!

Site Feedback
Mithilfe dieser Informationen können wir unter Einhaltung unserer Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen technische Probleme lösen und unsere Dienste verbessern.
Newsletter
Mit uns haben Sie Freude am Sparen

Wenn Sie jeden Monat bares Geld sparen und sich den schöneren Dingen des Lebens widmen möchten, ist der Newsletter genau das Richtige für Sie.

Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit vom Newsletter abmelden.

Über 30.000 Leser sind schon dabei - wann fangen Sie an?