Studentenkonto und Jugendkonto

Das Taschengeld wird am Beginn des Monats einkassiert und was am Ende des Monats nach diversen Ausgaben davon noch übrig ist, wandert ins Sparschwein oder aufs Sparbuch. So war das früher, als es noch kein Jugendkonto in Österreich gab. Heute aber wird von den Banken diese moderne Möglichkeit angeboten, damit Jugendliche das eigene Geld selbst verwalten können. Das bringt ihnen nicht nur mehr Freiheit, sondern auch mehr Sicherheit – und ist die Grundlage für einen vernünftigen Umgang mit den persönlichen Finanzen.

Ein Jugendkonto entspricht im Prinzip einem Girokonto, allerdings mit besonderen Bedingungen und einigen Vorteilen. Die Jugendlichen sind bei den Banken eine begehrte Zielgruppe, weil sie später ja auch als Erwachsene dieser Bank treu bleiben könnten. Daher ist ein regelrechter Wettlauf um die besten Konditionen für Jugendliche ausgebrochen; nicht nur mit günstiger Kontoführung und vergleichsweise attraktiven Habenzinsen wird dabei argumentiert, es gibt auch zusätzliche Lockangebote wie Einstandsgeschenke oder verbilligte Konzertkarten und Tickets für Sportevents. Allerdings gibt es bei einem Jugendkonto im Regelfall nur einen eingeschränkten oder gar keinen Dispokredit (das ist der sogenannte Überziehungsrahmen, das Konto ist also im Minus). Das liegt daran, dass die Jugendlichen keine Schulden machen sollen und es außerdem in den meisten Fällen noch keine regelmäßigen Eingänge am Konto gibt.

Was muss ein Jugendkonto bieten?

Ein gutes Jugendkonto bietet kostenlose Kontoführung und gute Zinsen an; außerdem sollte die Verwaltung via Online- und Mobile Banking einfach sein. Auch die Gebühren für Zusatzleistungen wie das Abheben von Bargeld oder für Überweisungen sollten zumindest günstig sein. Zusatzangebote zum Konto sind interessant, sollten aber nicht der wichtigste Grund für die Entscheidung für ein bestimmtes Angebot sein. Ratsam ist es, einen direkten Vergleich durchzuführen.

Wozu ist ein Jugendkonto gut?

Ein Jugendkonto ist eine moderne Möglichkeit, wie junge Menschen ihre eigenen Finanzen verwalten und Online-Banking nutzen können. Außerdem ist ein solches Konto für Jugendliche sinnvoll, damit etwa Lehrlinge ihren Lohn bekommen. Zudem können das monatliche Taschengeld oder Geschenke von Großeltern (Stichwort Geburtstag) dorthin überwiesen werden. Und es können laufende Abbuchungen – etwa für Sparpläne, Versicherungen oder Überweisungen an die Eltern – von diesem Konto getätigt werden.

Was bietet ein Jugendkonto sonst noch?

Weil junge Menschen wie gesagt eine interessante Zielgruppe sind, reißen sich die Anbieter um diese potenzielle Kundschaft. Neben günstigen Konditionen für das Jugendkonto selbst (Zinssatz, Überziehungsrahmen, Kontoführung etc.) stellen sie dafür die Mitgliedschaft in dazugehörigen Jugendclubs (etwa Raiffeisen Club, spark7 von Erste Bank oder MegaCard von Bank Austria) zur Verfügung. Dort bekommen die Kontoinhaber Vergünstigungen für Konzerte und Sportveranstaltungen, werden regelmäßig über Events informiert und erhalten außerdem kleine Geschenke. Bei einigen Angeboten gibt es auch eine Kreditkarte, die aber in den meisten Fällen nur dann eingesetzt werden kann, wenn es dafür ein Guthaben gibt (Prepaid-Karte) – das ist auch gut so, denn sonst könnten sich junge Menschen verschulden.

Was sind die Voraussetzungen für ein Jugendkonto?

Je nach Bank gibt es für ein solches Konto ein Mindestalter, das kann 10 oder auch 14 Jahre sein. Darüber hinaus bieten manche Banken auch eine Art Vorstufe eines Jugendkontos in Form einer Kids-Card bzw. eines Schülerkonto soder Taschengeld-Kontos für jüngere Jugendliche bzw. Kinder an. Das erfordert allerdings in den meisten Fällen die Zustimmung und Überwachung durch Eltern.

Worauf sollte man bei einem Jugendkonto achten?

Bevor Jugendliche ein solches Konto eröffnen, sollten sie sich über die Details informieren:

  • Gibt es eine gut funktionierende gratis App für das Smartphone, um damit Online-Banking rasch und einfach erledigen zu können?
  • Geschenke oder vergünstigte Konzertkarten sollten nicht der wichtigste Grund für ein Jugendkonto sein – wichtiger sind die genauen Konditionen, also Zinssatz, Kontoführungsgebühren und sonstige Nebengeräusche.
  • Gibt es einen Überziehungsrahmen und wenn ja, mit welchen Zinsen wird eine solche Überziehung belastet?
  • Ist eine (kostenlose) Versicherung inkludiert, beispielsweise eine Unfallversicherung oder Versicherungsschutz für Reisen?
  • Sind alle Kontobuchungen kostenlos und wenn nicht, was machen die Gebühren dafür aus?
  • Wird eine Kreditkarte im Rahmen des Jugendkontos angeboten? Und wenn ja, für welchen Zeitraum ist diese kostenlos?
  • Bis zu welchem Alter kann das Konto als junger Kunde geführt werden? Meistens ist dies nur bis zum 18. Lebensjahr möglich, in weiterer Folge kann es dann beispielsweise auf ein Studentenkonto umgestellt werden – auch da sollten aber die genauen Konditionen verglichen werden. Ab einem gewissen Alter kann auch ein Dispokredit ausgenutzt werden. Als Student hat man hier ebenfalls viele Angebote, die verglichen werden sollten.
  • Manche Banken bieten Zusatzpakete zum Jugendkonto gegen geringe Zusatzgebühren an, etwa einen Schutz gegen Internet-Betrug.
  • Fallen Spesen an, wenn das Konto nicht einen bestimmten Betrag aufweist oder keine regelmäßigen Einzahlungen erfolgen?
  • Welche Beträge können wöchentlich abgehoben werden? Dieser Betrag kann beispielsweise auf 100 Euro pro Woche begrenzt sein.

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Robert Prazak verantwortet die Online-Redaktion von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 1995 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale, aber auch für Social Media Agenturen, Banken sowie PR-Verlage.

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