Geld anlegen 2020

Sein Geld richtig anlegen – viele österreichische Sparer stehen da oft vor einem wahren Rätzel. Wie lege ich Geld an? Welche Rendite bringt mir die Geldanlage? Wo lauern mögliche Risiken? Möchten Sie 2020 Ihr Geld sinnvoll anlegen, haben Sie durchaus Chancen dazu. Allerdings müssen Sie sich vorher genau informieren – unser Ratgeber bietet Ihnen einen guten Überblick.

Egal, ob Sie Ihr Geld als Tagesgeld parken möchten, Ihr Erspartes für ein, zwei oder mehr Jahre fest auf ein Festgeldkonto anlegen, oder sich selbst an die Börse oder andere Investments wagen: Sie sollten über alle Vor- und Nachteile Bescheid wissen, vergleichen und ein paar kleine Tipps beherzigen. Dann werden Sie am Jahresende mehr auf Ihrem Konto haben!

Geldanlage in Tagesgeld

Sie haben Ihre Ersparnisse noch immer auf einem Sparbuch oder dem Girokonto liegen – wahrscheinlich sogar zu 0,10 % oder 0,20 % Zinsen? Dann kann ich Ihnen nur raten: 

Moderne Tagesgeldkonten bieten Ihnen nicht nur das Mehrfache an Zinsen. Wenn Sie Ihr Geld dort deponieren, sind Sie sogar flexibler als beispielsweise bei manchem Sparbuch. Denn Sie können jederzeit über Ihr Erspartes verfügen – ohne Kündigungsfrist und in voller Höhe.

Weiterer Vorteil: Online-Tagesgeldkonten bei Online Banken sind völlig kostenlos.

Beim Anlegen von Geld auf einem Tagesgeldkonto sollten Sie auf ein paar Dinge achten: Die Mindestanlagesumme, die maximal mögliche Anlagesumme sowie die Zinstermine. Werden Zinsen öfter als einmal jährlich regelmäßig dem Konto gutgeschrieben, steigert das zusätzlich die Zins-Rendite. Man spricht hier auch vom sogenannten Zinseszinseffekt.

So manche Banken garantieren den Zinssatz sogar für einige Monate, wenn Sie Ihr Geld auf deren Tagesgeldkonten überweisen – das bringt zusätzliche Zinssicherheit.

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Geldanlage in Festgeld

Sie haben mehr als Ihre Notreserve auf dem Girokonto und möchten diese für ein, zwei oder drei Jahre ertragreich vermehren? Dann sollten Sie sich schleunigst nach einem zinsstarken Festgeldkonto umsehen:

Sicher wie Tagesgeld bietet Festgeld fixe Zinsen über die gesamte Laufzeit. Sie sind zwar nicht so frei in der Finanzplanung wie bei einem Tagesgeldkonto, dafür wissen Sie aber bereits zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung mit welchem Zinsertrag Sie am Ende rechnen können.

Wie beim Tagesgeld, sind Festgeldkonten bei Direktbanken heute durchwegs kostenfrei. Weder für die Kontoeröffnung, noch für die Kontoführung oder auch die Schließung fix veranlagter Sparkonten fallen in der Regel zusätzliche Kosten an.

Viele Banken fordern Mindestanlagesummen, um auf deren Festgeldkonten Geld überhaupt anlegen zu können. Auch sollten Sie die Höchstanlagesumme beachten, bis zu welcher der angebotene Zins gezahlt wird. Denn werden gewisse Summen überschritten, fallen die Zinsen nicht selten rapide in den Keller (Staffelzins). Ebenso wichtig: die Zinstermine. Meist werden die Zinsen am Ende der Laufzeit auf das Konto ausgezahlt, manche Banken schreiben allerdings die Zinsen auch jährlich den fix veranlagten Konten zu. Auch hier winkt – wie beim Tagesgeld – mitunter ein ordentlicher Zinseszinseffekt.

Wichtig: Festgelder können in der Regel nicht vorzeitig gekündigt werden. Und wenn doch, dann nur mit erheblichen Zins- und Ertragseinbußen. Überlegen Sie sich also vorher genau, ob Sie das Geld für die ganze Laufzeit wirklich nicht benötigen, bevor Sie Ihr Geld für längere Zeit hergeben.

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Geld in Aktien und Fonds anlegen

Sie suchen nach noch höheren Renditechancen und scheuen das Risiko nicht per se? Dann können Sie Ihr Erspartes auch an die Börse bringen. Hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten:

Etwa das Investment in einzelne Aktienwerte oder Fonds. Hier können Sie zwischen österreichischen, europäischen oder weltweiten Werten aus den unterschiedlichsten Bereichen und Assetklassen (Anlageklassen wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien) wählen.

  • Aktien sind Wertpapiere, welche Anteile an einem Unternehmen oder – einer Gesellschaft verbriefen. Mit einer Aktie werden Sie also quasi Miteigentümer einer Firma und können an deren Erfolg – aber auch deren Misserfolg – teilhaben. Aktien werden auch Anteilsscheine genannt. Der Wert – auch Buchwert genannt – einer Aktie berechnet sich aus dem Eigenkapital geteilt durch die Anzahl der Aktien. Der Aktienkurs wird durch den Handel an der Börse bestimmt, und kann sich jederzeit ändern. Aktien können – müssen aber nicht – an einer Wertpapierbörse (beispielsweise der Börse Frankfurt) oder außerbörslich gehandelt werden. Neben konservativen – also relativ sicheren – Aktien gibt es auch spekulative Werte. Hier spricht man von sogenannten Risikoklassen, über die Sie sich vorher informieren sollten. Und: mitunter werden Sie als Aktionär auch am Gewinn des Unternehmens beteiligt: in Form einer sogenannte Dividende.
  • Ihr Geld anlegen können Sie aber auch in Fonds – oft auch als Investmentfonds bezeichnet. Hierbei beteiligen Sie sich mit Ihrem Geld nicht nur an einem bestimmten einzelnen Unternehmen, sondern an mehreren Unternehmen verschiedener Sparten oder Länder. Fonds investieren neben Aktien auch in festverzinsliche Wertpapieren, am Geldmarkt oder etwa in Immobilien. In der Regel übernehmen die Auswahl und Steuerung der in Fonds gezeichneten Werte sogenannte Fondsmanager. Natürlich wollen auch diese bezahlt werden, mit sogenannten Fondsmanagementgebühren.
  • Um Aktien und Fonds handeln zu können, benötigen Sie ein sogenanntes Wertpapierdepot – im Grunde nichts anderes als ein Konto, über das alle Ihre Wertpapiergeschäfte abgewickelt werden.

Vergleichen Sie hier genau, bevor Sie sich für ein Online Depot entscheiden, mit dem Sie Ihr Geld in Aktien oder Fonds verwalten. Und wählen Sie möglicht ein kostenfreies Depot bei einem sogenannten Online Broker. Zum einen müssen Sie hier für Ihren persönlichen „Handelsplatz“ keine zusätzlichen Kosten entrichten, und zum anderen ist auch der tatsächliche Handel, also alle Transaktionen, deutlich günstiger.

Unser Tipp: Neben Transaktionskosten und Managementkosten können beim Anlegen in Aktien und Fonds auch Depotkosten anfallen. All dies schmälert Ihre Rendite.

Achtung: Im Gegensatz etwa zu Sparprodukten bestehen bei Aktien und Fonds neben überaus guten Renditechancen auch die Möglichkeiten von Verlusten – bis hin zum Totalverlust. Sie können also ihr in Aktien und Fonds investiertes Geld theoretisch auch komplett verlieren. Das kommt in der Praxis zwar selten vor, ist aber nicht auszuschließen.

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Geld anlegen in Robo Advisor

Die Digitalisierung verändert auch das Verhalten und die Erwartungen der Bankkunden zunehmend. Lassen Sie Ihr Vermögen verwalten – mit System: Viele Banken bieten daher mit den sogenannten Robo Advisor  eine „kanalübergreifende Dienstleistungsstrategie“ an.

Konkret bedeutet das: Prozesse und Dienstleistungen werden online und mobil verfügbar gemacht — kombiniert mit persönlicher Beratung.

Ob Einmalanlage von ab 1.000 Euro oder als Sparpläne bereits ab 5 Euro können Sie als Anleger hier online in völlig Ihre digitale Vermögensverwaltung investieren, ohne selbst viel Zeit aufwenden oder sich mit der Komplexität der Kapitalmärkte intensiv auseinandersetzen zu müssen.

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Geldanlage in ETF

Eine Sonderform, Ihr Geld in Fonds zu investieren, bietet der sogenannte Exchange-traded funds, kurz ETF. Hierbei handelt es sich um einen Investmentfonds, der an einer Börse gehandelt wird: Einen ETF können Sie im Normalfall nicht über die ausgebende Investmentgesellschaft kaufen, sondern direkt über die Börse erwerben und wieder verkaufen. Man spricht hier von sogenannten passiv verwalteten Fonds. Die meisten ETFs sind passiv verwaltete Indexfonds, beispielsweise aus dem DAX, oder auf bestimmte Assetklassen.

Da ETFs passiv an der Börse gehandelt werden, sind sie in der Regel preiswerter als aktiv – durch eine Investmentgesellschaft – gehandelte Fonds. Das erhöht die Rendite für Ihr in ETFs investiertes Geld. Noch mehr sparen – und somit Ihren Gewinn erhöhen – können Sie, wenn Sie Ihr Geld in ETFs über eine Direktbank anlegen. Direktbanken haben nicht nur eine größere Auswahl mit oft mehreren Tausend ETFs, sie bieten ETFs in der Regel auch reduzierte Orderkosten oder verlangen dafür oft gar keine Transaktionsgebühren. Natürlich brauchen Sie – wie bei Aktien und normalen Fonds auch – für den Handel mit ETFs ein Wertpapierdepot, um darüber Ihr Geld anlegen zu können.

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Geld in Gold anlegen

Für viele von Ihnen vielleicht nicht unbedingt bekannt: Auch in Rohstoffe können Sie Geld investieren und bei guten Ertragsaussichten Ihr Erspartes durchaus vermehren: Die bekanntesten Beispiele beim Thema Investment in Rohstoffe sind sicherlich Gold.

Gerade bei Gold veranlagen aber viele Sparer ihr Erspartes auch in physischer Form, also beispielsweise als Münzen oder Goldbarren. Diese gelten weithin als krisenfeste Anlageform, können sie doch im Gegensatz zu allen sogenannten „Papierwerten“ wie Aktien, Fonds oder auch Sparguthaben praktisch nicht an Wert verlieren – entweder durch Inflation als Fresser von Sparzinsen oder in Form von Kursverlusten bei Wertpapieren.

Aber: Wenn Sie Ihr Geld in Gold anlegen, sollten Sie einige Dinge beachten:

  1. Steigt und fällt der Wert an diesen Edelmetallen – wie an anderen Rohstoffen auch – sehr wohl, denn auch diese unterliegen dem freien Handel von Angebot und Nachfrage. Gerade der Goldpreis hat in den letzten Jahren dramatisch an Wert eingebüßt.
  2. Bekommen Sie für diese Form der Geldveranlagung keine Zinsen oder Dividenden – quasi als automatische Rendite.
  3. Auch wenn Sie Gold in physischer Form kaufen oder verkaufen, entstehen Ihnen Kosten. Schließlich wollen auch hier die Händler verdienen: Der Unterschied zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis betragt hier nicht selten 15 % und mehr. Dies müssen Sie erst durch eine Preissteigerung wieder einholen. Dabei gilt: Je kleiner die Stückelung (also der Nennwert der Münze oder des Barrens), desto höher die Kosten für Sie.

Unser Tipp: Wir haben einige Golddepots in Österreich im direkten Vergleich für Sie getestet.

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Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet die Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.