# Zukunftsdepot Österreich: Startbonus, KESt und Regeln im Überblick

> Das Zukunftsdepot soll am 1. Juli 2027 starten: 500 Euro Startbonus für Kinder ab Jahrgang 2027, bis zu 5.000 Euro Einzahlung pro Jahr und KESt-Vorteil auf Kursgewinne. Regeln, Rechenbeispiele und was noch offen ist.

Kategorie: Brokerage · Autor: Alexander Senger · Aktualisiert: 20. Oktober 2026 · Lesezeit: 11 Min.

## Zukunftsdepot Österreich: Das müssen Eltern jetzt wissen

- 💰 **Startbonus:** 500 EUR für jedes ab 1. Jänner 2027 geborene Kind, dazu bis zu 5.000 EUR Einzahlung pro Jahr
- 📅 **Start:** geplant für 1. Juli 2027, ein Gesetz liegt noch nicht vor
- 🧾 **Steuer:** Kursgewinne sind bis zum 18. Geburtstag KESt-frei, Dividenden und Zinsen laut Berichten nicht
- ⚠️ **Haken:** Bindung bis 18, Kursverluste sind möglich, den vollen Steuervorteil nutzt nur, wer viel einzahlen kann

Das Zukunftsdepot ist ein staatlich begünstigtes Wertpapierdepot für Kinder in Österreich. Die Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat sich am 17. Oktober 2026 darauf geeinigt: Der Staat zahlt 500 Euro Startbonus, Familie und Freunde dürfen bis zu 5.000 Euro pro Jahr einzahlen, und Kursgewinne bleiben bis zum 18. Geburtstag steuerfrei. Bundeskanzler Christian Stocker will damit Vermögensaufbau und Vorsorge am Kapitalmarkt für Familien leichter machen. Eröffnen kannst du das Depot noch nicht, der Start ist für den 1. Juli 2027 geplant. In diesem Ratgeber erfährst du, wer den Bonus bekommt, was steuerfrei ist und was nicht, was das Depot in Euro bringen kann und was du deine Bank fragen solltest.

**Wichtig zu wissen:** Es gibt noch keinen Gesetzestext. Alle Regeln auf dieser Seite sind Eckpunkte der Koalitionseinigung. Sie können sich in der Begutachtung und im Parlament ändern. Plane Entscheidungen nicht auf Zahlen, die noch nicht im Gesetz stehen.

## Was ist das Zukunftsdepot?

Das Zukunftsdepot ist ein Depot auf den Namen deines Kindes, in das du bis zum 18. Geburtstag steuerbegünstigt einzahlen kannst. Banken und die Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) sollen es anbieten.

Pro Kind sind bis zu 5.000 Euro im Jahr möglich, das sind rund 417 Euro im Monat. Einzahlen dürfen nach Angaben des Bundeskanzleramts Eltern, Großeltern sowie Verwandte und Freunde. Das Geld bleibt bis zum 18. Geburtstag gebunden. Laut Staatssekretärin Michaela Schmidt gehört das Depot von Anfang an dem Kind, es ist also kein Sparmodell für die Eltern. Danach kann das Depot nach Angaben der APA weitergeführt werden.

Angelegt wird nicht in ein Sparbuch, sondern in regulierte Investmentfonds oder in den Bundesschatz. Die Eltern wählen, wie sie das Geld veranlagen.

## Wer bekommt den Startbonus von 500 Euro?

Den Startbonus soll jedes ab 1. Jänner 2027 geborene Kind mit Hauptwohnsitz in Österreich bekommen, sofern es die Voraussetzungen erfüllt. Er ist einmalig und wird vom Staat bezahlt, laut Familienministerium aus dem Familienlastenausgleichsfonds.

Das sind die Voraussetzungen nach den bisher bekannten Eckpunkten:

- **Hauptwohnsitz** in Österreich
- **Staatsbürgerschaft oder rechtliche Gleichstellung.** Dazu zählen laut ORF und APA EU- und EWR-Bürger, Schweizer und Asylberechtigte. Asylwerber und Vertriebene aus der Ukraine sind laut Bericht des Standard ausgenommen.
- **15 Jahre rechtmäßiger Aufenthalt** in Österreich, der bis zur Volljährigkeit nachgewiesen werden muss

Der Bonus kommt unabhängig davon, ob du ein Depot anlegst. Eröffnest du bis zum dritten Geburtstag des Kindes keines, wird der Betrag gesammelt im Bundesschatz bei der Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) veranlagt. Laut Standard lässt er sich bis zum 18. Lebensjahr auf ein klassisches Depot übertragen.

Bereits geborene Kinder unter 18 können ein Zukunftsdepot ebenfalls bekommen, allerdings ohne Startbonus.

| Kind | Depot möglich | Startbonus | KESt-Vorteil |
| --- | --- | --- | --- |
| Geboren ab 1. Jänner 2027 | Ja | 500 EUR, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind | Ja, bis zum 18. Geburtstag |
| Bereits geboren, unter 18 Jahre | Ja | Kein Bonus | Ja, bis zum 18. Geburtstag |

## Die Regeln im Überblick

Das Zukunftsdepot hat neun geplante Regeln, vom Start am 1. Juli 2027 bis zur Bindung bis zum 18. Geburtstag. In der Spalte „Status" siehst du, was die Koalition vereinbart hat und was noch offen ist.

| Merkmal | Geplante Regel | Status |
| --- | --- | --- |
| Start | 1\. Juli 2027 | Vereinbart, Gesetz fehlt |
| Startbonus | 500 EUR einmalig, ab Jahrgang 2027 | Vereinbart, Bedingungen laut Papier der Regierung |
| Einzahlung | Bis zu 5.000 EUR pro Kind und Jahr | Vereinbart |
| Anlage | Regulierte Investmentfonds (auch ETFs) oder Bundesschatz. Keine Einzelaktien, keine Kryptowährungen, keine Hebelprodukte | Vereinbart, Fondsliste offen |
| Kosten | Kontoführung gratis, Transaktions-, Lager- und Ordergebühren (Spesen) müssen transparent ausgewiesen werden. Kostenobergrenze von 1 Prozent pro Jahr, laut NEOS und einer APA-Meldung als Gesamtkostenquote (TER) der Fonds, laut einer anderen APA-Meldung für weitere Kosten | Messgröße offen |
| Bindung | Bis zum 18. Geburtstag. Ausnahme: existenzielle Notlage mit Genehmigung des Pflegschaftsgerichts, dann entfällt die Steuerbegünstigung | Vereinbart |
| Beratung | Beratungsgespräch vor der Eröffnung, von der ÖVP als Baustein der Finanzbildung bezeichnet. Inhalte erarbeiten FMA, Kreditinstitute und OeNB. Laut APA mit Opt-out | Ablauf offen |
| Absicherung | Keine Renditegarantie, keine Mündelsicherheit | Vereinbart |
| Steuer | Kursgewinne bis 18 KESt-frei | Umfang strittig, siehe nächster Abschnitt |

Die Federführung ist geteilt: Das Familienministerium verantwortet den Startbonus, das Finanzministerium die steuerliche Befreiung.

Dass der Start erst am 1. Juli 2027 und nicht am 1. Jänner liegt, begründet das Familienministerium so: Die Finanzverwaltung muss Schnittstellen für die Produkte schaffen, und die Banken haben um Vorbereitungszeit gebeten. Der Bonus gilt trotzdem für alle Kinder ab dem 1. Jänner 2027.

## Zukunftsdepot und KESt: Was wirklich steuerfrei ist

Von der Kapitalertragsteuer (KESt) befreit sein sollen bis zum 18. Geburtstag realisierte Kursgewinne. Dividenden und Zinsen unterliegen laut Berichten weiterhin der KESt von 27,5 Prozent.

Die Berichte widersprechen sich hier. Die Aussendung des ÖVP-Parlamentsklubs spricht davon, dass „der gesamte Depotwert inklusive Wertzuwachs" zum 18. Geburtstag KESt-frei sein soll. Der Standard und die APA berichten enger: Auf ausgeschüttete Dividenden und Zinsen falle die Wertpapier-KESt laufend an, nur realisierte Kursgewinne seien befreit. Für unsere Rechnung gehen wir von der engeren Lesart aus, weil zwei unabhängige Berichte sie stützen.

Die KESt-Befreiung gilt für Erträge im Depot, nicht für die Einzahlung. Einzahlungen sind nach bisherigem Stand nicht steuerlich absetzbar.

Zum Vergleich: Auf Wertpapiererträge fallen in Österreich 27,5 Prozent KESt an, auf Zinsen aus Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld 25 Prozent, jeweils ohne Freibetrag. Wie die KESt bei Aktien und ETFs im Detail funktioniert, erklärt unser Ratgeber [So funktioniert die KESt bei Wertpapieren](https://www.capitalo.at/depot/ratgeber/depot-steuern).

Eine Frage lassen die bisherigen Berichte offen: Bei thesaurierenden Fonds fällt in Österreich jedes Jahr Steuer auf sogenannte ausschüttungsgleiche Erträge an, auch ohne Verkauf. Ob das im Zukunftsdepot gilt, steht nicht in den Eckpunkten. Der Gesetzestext muss das klären.

## Was bringt das Zukunftsdepot? Rechenbeispiele

Bei 100 Euro im Monat sind nach 18 Jahren rund 32.300 bis 39.500 Euro möglich, je nachdem, ob du mit 4 oder 6 Prozent Rendite pro Jahr rechnest. Die Steuerersparnis liegt dabei höchstens bei etwa 2.800 bis 4.800 Euro.

| Einzahlung pro Monat | Eingezahlt inkl. Bonus | Endwert bei 4 % | Endwert bei 6 % | Steuervorteil höchstens (4 % / 6 %) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 0 EUR (nur Bonus) | 500 EUR | 1.010 EUR | 1.430 EUR | 140 / 260 EUR |
| 50 EUR | 11.300 EUR | 16.700 EUR | 20.500 EUR | 1.500 / 2.500 EUR |
| 100 EUR | 22.100 EUR | 32.300 EUR | 39.500 EUR | 2.800 / 4.800 EUR |
| 417 EUR (5.000 EUR pro Jahr) | 90.500 EUR | 131.600 EUR | 160.200 EUR | 11.300 / 19.200 EUR |

Das ist eine Modellrechnung von Capitalo, keine Prognose. Annahmen: 18 Jahre Laufzeit, Startbonus bei der Geburt, Einzahlung jeweils am Monatsende, Rendite pro Jahr nach Kosten, keine Inflation, kein Verlustjahr. Der Steuervorteil ist als Obergrenze gerechnet: 27,5 Prozent des gesamten Ertrags, was nur stimmt, wenn alle Erträge Kursgewinne sind. Fallen Dividenden oder Zinsen an, ist der Vorteil kleiner.

Brutto gegen netto an einem Beispiel: Bei 100 Euro im Monat und 4 Prozent bleiben in einem normalen Depot nach KESt rund 29.500 Euro. Im Zukunftsdepot sind es rund 32.300 Euro.

Der Startbonus allein wird bei 4 Prozent zu rund 1.010 Euro. Der eigentliche Hebel sind deine Einzahlungen. Politische Modellrechnungen arbeiten mit 6,7 bis 7 Prozent Rendite. Die Arbeiterkammer hält etwa 4 Prozent für realistischer. Garantiert ist keine dieser Zahlen, und Aktienfonds können auch mehrere Jahre im Minus liegen.

## Für wen lohnt es sich, für wen nicht?

Das Zukunftsdepot lohnt sich vor allem, wenn du regelmäßig Geld übrig hast und es 18 Jahre binden kannst. Der Bonus kommt in jedem Fall, der Steuervorteil wächst mit deinen Einzahlungen.

- **Wenn du jeden Monat Geld sparen kannst,** das du bis zum 18. Geburtstag nicht brauchst, passt das Zukunftsdepot gut, auch mit kleinen Beträgen.
- **Wenn dein Spielraum knapp ist,** etwa bei geringem Einkommen, bleibt vor allem der Startbonus. Laut Arbeiterkammer könnte nur etwa jedes 25. Kind (4 Prozent) in einem Haushalt leben, der die 5.000 Euro im Jahr voll ausschöpft. Die Hälfte der Haushalte kann demnach gar nicht für die Kinder sparen.
- **Wenn du Reserven aufbauen musst,** gehört das Geld zuerst auf ein liquides Konto. Das Zukunftsdepot ist bis 18 gebunden.

Die Einschätzungen gehen auseinander. Einerseits sehen Industriellenvereinigung und Eco Austria einen Gewinn an Finanzbildung und einen stärkeren Kapitalmarkt. Andererseits sagt WIFO-Ökonomin Margit Schratzenstaller: „Wenn das Ziel ist, etwas gegen die wachsende Vermögensungleichheit zu tun, wäre es sinnvoller, die Budgetmittel in den Bildungsbereich zu investieren." Caritas und Volkshilfe kritisieren, dass Kinder aus ärmeren Familien weniger profitieren. Unsere Capitalo-Einordnung: Der Bonus hilft allen berechtigten Kindern ein wenig, der Steuervorteil vor allem den Familien, die ohnehin sparen können.

So schneidet das Zukunftsdepot gegen übliche Alternativen ab:

| Möglichkeit | Steuer auf Erträge | Bindung | Kursrisiko |
| --- | --- | --- | --- |
| Zukunftsdepot | Kursgewinne bis 18 KESt-frei, Umfang offen | Bis zum 18. Geburtstag | Ja |
| Eigenes Depot oder Sparplan für dein Kind | 27,5 % KESt | Keine feste Bindung | Ja |
| Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld | 25 % KESt auf Zinsen | Tagesgeld täglich verfügbar, Festgeld bis Laufzeitende | Nein |

Wenn du ohnehin [ETFs besparen](https://www.capitalo.at/depot/etf-sparplan) möchtest, kannst du das parallel zum Zukunftsdepot tun. Für kurzfristige Ziele und den Notgroschen bleibt das [Tagesgeld](https://www.capitalo.at/tagesgeld) die erste Wahl, für planbare Beträge mit festem Zins das [Festgeld in Österreich](https://www.capitalo.at/festgeld). Bis das Zukunftsdepot startet, zeigt der [Kinderdepot-Vergleich](https://www.capitalo.at/depot/kinderdepot), welche Depots Eltern heute fürs Kind nutzen.

**Mein Tipp:** Starte lieber mit einem Betrag, den du auch in einem schlechten Börsenjahr durchhältst, als mit dem Maximum, das du nach zwölf Monaten stoppst. Ein Dauerauftrag mit 25 Euro schlägt den guten Vorsatz mit 400 Euro.

## So gehst du vor: 5 Fragen an deine Bank

Heute kannst du noch nichts eröffnen, aber du kannst dich in fünf Schritten und mit fünf Fragen an deine Bank auf den Start am 1. Juli 2027 vorbereiten.

1. **Auf den Gesetzestext warten.** Das Gesetzespaket soll nach Berichten von ORF und APA bis Ende Oktober in Begutachtung gehen. Den Verlauf haben wir in unserer [Meldung zum Zukunftsdepot](https://www.capitalo.at/anbieter/capitalo/news/zukunftsdepot-oesterreich-startbonus) zusammengefasst.
2. **Bei deiner Bank nachfragen,** ob und wann sie das Zukunftsdepot anbietet. Angeboten wird es von Banken und der OeBFA. Ob auch Direktbanken und Neobroker mitmachen, ist offen. Wie [steuereinfache Broker](https://www.capitalo.at/depot/steuereinfach) arbeiten, die die KESt automatisch abführen, kannst du schon jetzt nachlesen.
3. **Fünf Fragen stellen,** bevor du dich festlegst:
   - Welche Fonds stehen zur Wahl, und sind ETFs dabei?
   - Was kosten die Fonds (Gesamtkostenquote), Orders und Verwahrung, und wie hängt das mit der Obergrenze von 1 Prozent pro Jahr zusammen? Wie Depotkosten zusammenkommen, steht im Ratgeber [Was kostet ein Depot?](https://www.capitalo.at/depot/ratgeber/depot-kosten).
   - Kann ich einen Sparplan oder Dauerauftrag einrichten und die Rate später ändern?
   - Wie läuft das verpflichtende Beratungsgespräch ab, und kann ich es ablehnen?
   - Wird auf Dividenden und Zinsen die KESt abgezogen, und wie sehe ich das?
4. **Die Bonus-Bedingungen prüfen.** Wie du den Hauptwohnsitz und die 15 Jahre Aufenthalt nachweist, regelt erst der Gesetzestext.
5. **Notgroschen zuerst.** Lege die Monatsrate so fest, dass dein Reservekonto gefüllt bleibt.

## Was noch offen ist

Offen ist vor allem der Gesetzestext, und er muss sechs Punkte klären, die für deine Entscheidung zählen.

- Welche Fonds zugelassen sind, auch ausländische UCITS und ETFs
- Ob Direktbanken und Neobroker das Zukunftsdepot anbieten dürfen
- Wie die Kostenobergrenze von 1 Prozent genau definiert ist
- Welche Erträge die KESt-Befreiung umfasst, auch bei thesaurierenden Fonds
- Wie der Aufenthalt nachgewiesen wird und ob der Status auch bei der Auszahlung geprüft wird, wie der Standard berichtet
- Was nach dem 18. Geburtstag steuerlich gilt, wenn das Depot weiterläuft

Zur Finanzierung: Der Startbonus kostet laut Standard 40 Millionen Euro im Jahr und ist im Doppelbudget für 2027 und 2028 abgebildet. Das Familienministerium sieht ihn auch danach über den Familienlastenausgleichsfonds gesichert.

## Fazit

Das Modell bringt jedem berechtigten Neugeborenen 500 Euro und Familien mit Sparspielraum einen Steuervorteil auf Kursgewinne, bindet das Geld aber bis zum 18. Geburtstag und sichert keine Rendite. Der Standard spricht von einem kleineren Steuervorteil als zunächst erwartet. Entscheide jetzt nichts um. Lege fest, welche Monatsrate du auch in einem schlechten Börsenjahr durchhältst, sammle die Fragen an deine Bank und schau, was der Gesetzentwurf wirklich regelt.

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👉 **Du willst schon jetzt ein Depot für dein Kind vergleichen?** Im [Depot-Vergleich](https://www.capitalo.at/depot) siehst du Anbieter, Kosten und steuereinfache Broker im Überblick.

**Quellen:** [Bundeskanzleramt](https://www.bundeskanzleramt.gv.at/bundeskanzleramt/nachrichten-der-bundesregierung/2026/10/bundeskanzler-stocker-regierung-liefert-herbst-der-ergebnisse-.html), [ÖVP-Parlamentsklub (APA-OTS)](https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20261018_OTS0007/zukunftsdepot-wichtiger-impuls-fuer-vermoegensaufbau-und-eigenvorsorge), [ORF.at](https://orf.at/stories/3445548/), [Der Standard](https://www.derstandard.at/story/3000000344880/steuerzuckerl-fuer-zukunftsdepot-faellt-kleiner-aus-als-gedacht), [A&W-Blog der Arbeiterkammer](https://www.awblog.at/Verteilung/Warum-ein-Zukunftsdepot-die-Kinder-reicher-Eltern-beguenstigt).

*Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung. Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen, Verluste sind möglich. Die beschriebenen Regeln sind Eckpunkte und können sich im Gesetzgebungsverfahren ändern.*

## Häufige Fragen zum Zukunftsdepot

### Wann startet das Zukunftsdepot?

Das Zukunftsdepot soll laut Bundeskanzleramt am 1. Juli 2027 starten. Der Startbonus gilt für alle Kinder, die ab dem 1. Jänner 2027 geboren werden. Voraussetzung für den Start ist ein beschlossenes Gesetz. Der Entwurf soll bis Ende Oktober 2026 in Begutachtung gehen, veröffentlicht ist er noch nicht.

### Kann ich schon jetzt ein Zukunftsdepot eröffnen?

Nein. Das Zukunftsdepot gibt es noch nicht, weil Gesetz und Bankprodukte fehlen. Das Depot soll erst ab dem 1. Juli 2027 eingerichtet werden können. Du kannst dich vorbereiten, indem du deine Bank nach ihrem Angebot fragst und die Monatsrate planst, ohne dein Reservekonto anzutasten.

### Wer bekommt die 500 Euro Startbonus?

Jedes ab 1. Jänner 2027 geborene Kind mit Hauptwohnsitz in Österreich, wenn Staatsbürgerschaft oder rechtliche Gleichstellung vorliegen und bis zur Volljährigkeit 15 Jahre rechtmäßiger Aufenthalt nachgewiesen werden. Bereits geborene Kinder bekommen keinen Bonus, können aber ein Depot eröffnen. Wie du die Voraussetzungen nachweist, regelt erst der Gesetzestext.

### Ist das Zukunftsdepot steuerfrei?

Teilweise. Realisierte Kursgewinne sollen bis zum 18. Geburtstag KESt-frei sein. Dividenden und Zinsen unterliegen laut Standard und APA weiterhin der KESt von 27,5 Prozent. Die Aussendung der ÖVP spricht von einem KESt-freien Depotwert. Der Gesetzestext muss den genauen Umfang klären.

### Wie viel darf ich einzahlen, und wer darf einzahlen?

Pro Kind sind bis zu 5.000 Euro im Jahr möglich, das sind rund 417 Euro im Monat. Einzahlen dürfen laut Bundeskanzleramt Eltern, Großeltern sowie Verwandte und Freunde. Du kannst auch weniger einzahlen. Einzahlungen sind nach bisherigem Stand nicht steuerlich absetzbar.

### Was kostet das Zukunftsdepot?

Die Kontoführung muss gratis sein. Transaktions-, Lager- und Ordergebühren müssen transparent ausgewiesen werden. Die Kosten sollen auf höchstens 1 Prozent pro Jahr begrenzt sein. Die Quellen beschreiben unterschiedlich, ob das die Gesamtkostenquote der Fonds oder weitere Kosten betrifft, das klärt erst das Gesetz. Frag deine Bank vor der Eröffnung nach allen Kosten.

### Kann ich das Geld vor dem 18. Geburtstag abheben?

Grundsätzlich nein. Nur in Ausnahmefällen wie einer existenziellen Notlage kann das Pflegschaftsgericht eine Entnahme genehmigen. Dann entfällt die Steuerbegünstigung. Ab dem 18. Geburtstag kann das Kind das Geld entnehmen. Plane es deshalb nicht als Reserve ein, sondern als Anlage für viele Jahre.

### Wie sicher ist das Geld im Zukunftsdepot?

Eine Renditegarantie und eine Mündelsicherheit gibt es nicht, Kursverluste sind möglich. Allgemein gilt für Wertpapierdepots: Wertpapiere sind Sondervermögen und fallen im Insolvenzfall einer Bank grundsätzlich nicht in die Insolvenzmasse. Das schützt vor dem Ausfall der Bank, nicht vor Kursverlusten. Der Bundesschatz ist eine Anleihe der Republik Österreich.

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