# Geld anlegen für Kinder in Österreich: 5 Wege und die Regeln dazu

> Fünf Wege, in Österreich für ein Kind zu sparen, und die Regeln, die dabei gelten: Eigentum, Pflegschaftsgericht, KESt, Schenkungsmeldung.

Kategorie: Geldanlagen · Autor: Alexander Senger · Aktualisiert: 23. Oktober 2026 · Lesezeit: 17 Min.

## Geld anlegen für Kinder: Das Wichtigste vorab

- 💡 **Fünf Wege:** Sparbuch oder Sparkonto, Festgeld, Bausparvertrag, Depot mit ETF-Sparplan und ab Juli 2027 geplant das staatliche Zukunftsdepot
- 🏦 **Sicher und mündelsicher:** Sparbuch, Festgeld und Bausparer sind bis 100.000 EUR je Kind und Bank einlagengesichert, ein Depot bringt über 18 Jahre höhere Chancen bei Kursrisiko
- ⚖️ **Auf Kindesnamen:** Das Geld gehört dem Kind. Wertpapiere mit Kindesgeld brauchen die Zustimmung beider Eltern und des Pflegschaftsgerichts (§ 167 ABGB)
- 🧾 **Steuern:** 25 % KESt auf Zinsen, 27,5 % auf Wertpapiererträge, auch beim Kind. Keine Schenkungssteuer, eine Meldung erst über 50.000 EUR je Schenker und Jahr

Geld für ein Kind legst du in Österreich auf fünf Wegen an: Sparbuch oder Sparkonto, Festgeld, Bausparvertrag, Depot mit ETF-Sparplan und ab 1. Juli 2027 geplant das Zukunftsdepot. Welcher Weg passt, hängt an zwei Fragen: Wie lange bleibt das Geld liegen, und auf wessen Namen läuft es? Die erste Frage entscheidet über Ertrag und Risiko, die zweite über Eigentum, Zugriff und das Pflegschaftsgericht.

Laut Sparstudie 2026 von Erste Bank und Sparkassen legen 43 % der Sparenden in Österreich Geld für die eigenen Kinder zurück, 20 % für Enkel, Patenkinder oder andere nahestehende Kinder. Genutzt werden vor allem Sparbuch (44 %), Jugendkonto (40 %) und Bausparvertrag (35 %). Wertpapier- oder ETF-Sparen für junge Menschen nutzen erst 15 %. Die Reihenfolge erklärt sich aus Sicherheit und Gewohnheit, nicht aus dem Ertrag. Über 18 Jahre ist das ein teurer Reflex, wie das Rechenbeispiel am Ende zeigt.

Dieser Ratgeber erklärt Regeln und Sparformen, er ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei größeren Beträgen oder Wertpapieren auf den Namen des Kindes klärst du den Einzelfall mit Bank, Notariat oder dem Pflegschaftsgericht.

## Welche Möglichkeiten gibt es, Geld für Kinder anzulegen?

Für ein Kind kannst du in Österreich auf fünf Arten anlegen, vom täglich verfügbaren Sparkonto bis zum Depot mit ETF-Sparplan. Die Tabelle zeigt, was jede Form sichert, bindet und bringt.

| Sparform | Sicherheit | Bindung | Woher der Ertrag kommt | Einstieg | Mündelsicher? |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sparbuch, Sparkonto | Einlagensicherung bis 100.000 EUR je Einleger und Bank | keine, oder vereinbarte Bindungsfrist | variabler Zins, 25 % KESt | ab 1 EUR, Kinderkonten oft mit Guthabendeckel | ja, als Spareinlage auf Kindesnamen (§ 216 ABGB) |
| Festgeld | Einlagensicherung bis 100.000 EUR | feste Laufzeit, meist 3 Monate bis 5 Jahre | fixer Zins, 25 % KESt | meist ab 500 bis 5.000 EUR | ja, als Spareinlage |
| Bausparvertrag | Einlagensicherung, Guthaben gesichert | 6 Jahre für die Prämie | Zins plus staatliche Prämie 1,5 % auf höchstens 1.200 EUR im Jahr | ab rund 30 EUR im Monat | ja, gilt als sichere Anlage |
| Depot mit ETF-Sparplan | kein Kapitalschutz, Wertpapiere sind Sondervermögen | keine, Verkauf jederzeit | Kursgewinne und Ausschüttungen, 27,5 % KESt | ab 1 bis 50 EUR je Sparplanrate | nur unter den Bedingungen des § 220 ABGB oder mit Genehmigung des Gerichts |
| Zukunftsdepot (geplant ab 1. Juli 2027) | wie Depot, breit gestreute UCITS-Fonds | gesperrt bis zum 18. Geburtstag | Kursgewinne, laut Plan KESt-frei bis 18 | 500 EUR Startguthaben für Jahrgänge ab 2027, bis 5.000 EUR Einzahlung im Jahr | Gesetz liegt noch nicht vor |

Die Logik dahinter ist einfach. Geld, das in den nächsten ein bis drei Jahren gebraucht wird, etwa für den Schulstart oder das erste Rad, gehört auf ein Sparkonto. Geld mit fünf bis sechs Jahren Horizont passt in Festgeld oder einen Bausparer. Geld, das bis zum 18. Geburtstag liegen bleibt, hat Zeit genug, um Kursschwankungen eines breit gestreuten ETF auszusitzen. Das heißt nicht, dass du alles ins Depot legen sollst. Es heißt, dass du für jeden Betrag den Horizont kennen solltest, bevor du die Form wählst.

## Sparbuch und Sparkonto fürs Kind

Ein Sparbuch oder Sparkonto auf den Namen des Kindes ist die einfachste Form, in Österreich Geld für Kinder anzulegen, und laut Sparstudie 2026 mit 44 % die am häufigsten genutzte. Eröffnet wird es durch die gesetzliche Vertretung, also in der Regel einen Elternteil, mit dem eigenen Ausweis und einem Ausweis oder der Geburtsurkunde des Kindes.

Drei Dinge solltest du vorher wissen:

- **Namenssparbuch oder Losungswort:** Ein Losungswortsparbuch gibt es nur für Beträge unter 15.000 EUR, und es darf nicht auf einen Namen lauten. Wer Sparbuch, Losungswort und Lichtbildausweis vorlegt, kann am Schalter abheben. Beim Namenssparbuch zahlt die Bank nur an die legitimierte Inhaberin oder den Inhaber aus. Für ein Kind ist das Namenssparbuch die klarere Form: Es dokumentiert, wem das Geld gehört.
- **Kinderkonten haben Deckel und Startzinsen:** Viele Banken bewerben Kinder-Sparkonten mit höheren Zinsen, begrenzen aber das Guthaben. Die Bank Austria zum Beispiel führt ihr Sparkonto für Kinder bis 10.000 EUR und das Jugend-Sparkonto ab 14 bis 15.000 EUR, und die Startzinsen gelten nur einmalig bei der Eröffnung, danach greift ein Fixzins von 0,125 % pro Jahr. Prüfe also immer, was nach der Startphase bleibt und ab welchem Betrag der Zins auf null fällt.
- **Zinsen sind variabel:** Ohne Bindung passt die Bank den Zins an. Der Oberste Gerichtshof hat Klauseln gekippt, die Banken eine Anpassung ohne nachvollziehbaren Maßstab erlaubten. Trotzdem gilt: Was heute beworben wird, ist in drei Jahren nicht garantiert.

Die Arbeiterkammer rät, vor der Eröffnung nicht nur den Zins zu vergleichen, sondern fixe oder variable Verzinsung, Bindungsdauer, Kündigungsfrist, Vorschusszinsen bei vorzeitiger Behebung und Spesen. Dazu kommt ein Punkt, den viele Banken leise handhaben: Klassische Sparbücher bekommen oft nur noch Bestandskunden, Neukunden erhalten ein Online-Sparkonto.

Welche Tagesgeldkonten in Österreich nach dem Capitalo Score vorne liegen, zeigt der [Tagesgeld-Vergleich](https://www.capitalo.at/tagesgeld). Zum Zeitpunkt dieses Ratgebers führen Santander BestFlex (103 von 125 Punkten, Sehr gut), Renault Bank Tagesgeld (98 von 125) und DADAT Sparkonto (98 von 125). Das sind Konten für Erwachsene, die du auf deinen Namen führst und dem Kind zuordnest. Ob Sparbuch oder Tagesgeld die bessere Form ist, erklärt der Ratgeber [Sparbuch oder Tagesgeld](https://www.capitalo.at/tagesgeld/ratgeber/sparbuch-vs-tagesgeld).

## Festgeld für Kinder: planbar, aber gebunden

Festgeld bringt einen fixen Zins über eine feste Laufzeit und ist bis 100.000 EUR je Einleger und Bank einlagengesichert. Für Geld mit klarem Termin, etwa die Matura-Reise in vier Jahren, ist das die planbarste Form.

Als eigenes Kinderprodukt bieten Banken Festgeld selten an; die Kinder-Angebote sind meist täglich fällige Sparkonten mit Guthabendeckel. Ein Festgeldkonto auf den Namen des Kindes ist rechtlich eine Spareinlage und damit mündelsicher, die Eröffnung läuft wie beim Sparbuch über die gesetzliche Vertretung. Einfacher ist es oft, das Festgeld auf den eigenen Namen zu führen und den Betrag später zu schenken. Was dabei steuerlich gilt, steht weiter unten.

Zwei Dinge sprechen gegen Festgeld für ein Kleinkind: Du kommst während der Laufzeit nicht an das Geld, und ein fixer Zins über fünf Jahre kann unter der Inflation liegen. Im Jahr 2025 lag die Inflation in Österreich laut Statistik Austria bei 3,6 %. Nach dem Capitalo Score liegen beim Festgeld in Österreich Kommunalkredit Invest Festgeld (101 von 125, Sehr gut), Bank Direkt Fixzinskonto (96 von 125) und Bigbank Festgeld (94 von 125) vorne. Laufzeiten und Konditionen vergleichst du im [Festgeld-Vergleich](https://www.capitalo.at/festgeld).

## Bausparen für Kinder: Prämie, 6 Jahre Bindung

Ein Bausparvertrag ist in Österreich die klassische Kinderanlage: Sparstudie 2026 zufolge haben 35 % der Sparenden einen Bausparer für ein Kind genutzt oder abgeschlossen. Der Staat zahlt 2026 eine Bausparprämie von 1,5 % auf höchstens 1.200 EUR Einzahlung pro Person und Jahr, also höchstens 18 EUR. Die Prämie ist KESt-frei und wird jedes Jahr neu festgesetzt.

So funktioniert es:

- **Laufzeit:** Für die Prämie gilt eine gesetzliche Mindestbindung von 6 Jahren. Danach ist das Guthaben frei verfügbar, und das Kind hat ab 18 Anspruch auf ein Bauspardarlehen, das es für Wohnung, Ausbildung oder Sanierung nutzen kann.
- **Alter:** Ein Bausparvertrag auf den Namen des Kindes ist laut Bausparkassen ab der Geburt möglich, abgeschlossen durch die gesetzliche Vertretung. Jugendbausparen beginnt bei manchen Anbietern ab 30 EUR im Monat.
- **Sicherheit:** Bausparguthaben fallen unter die Einlagensicherung und gelten als sichere Anlage, auch für Kindesgeld.

Ehrlich gerechnet ist die Prämie ein kleiner Hebel: 18 EUR im Jahr auf 1.200 EUR Einzahlung sind 1,5 %, und bei einer Einzahlung von 50 EUR im Monat (600 EUR im Jahr) bleiben 9 EUR. Den Ausschlag geben die Zinsen, die Bausparkassen für die Laufzeit zusagen, und die Frage, ob das Kind das Darlehensrecht später braucht. Bausparen eignet sich für einen klaren Sechs-Jahres-Horizont, nicht als einzige Anlage bis zur Volljährigkeit. Was das Darlehen später kostet, steht im Ratgeber [Bauspardarlehen in Österreich](https://www.capitalo.at/baufinanzierung/bauspardarlehen).

## Depot und ETF-Sparplan fürs Kind

Ein Depot mit ETF-Sparplan ist die Form mit den höchsten Chancen über 18 Jahre und die einzige mit Kursrisiko. In Österreich gibt es dafür eine Besonderheit: Keiner der Depot-Anbieter, die wir für Österreich dazu geprüft haben, eröffnet ein Depot auf den Namen eines minderjährigen Kindes. DADAT, Bank Direkt und flatex schreiben das ausdrücklich, Scalable Capital und Trade Republic bieten ihr Kinderdepot nur in anderen Ländern an.

Eltern, Großeltern und Paten gehen deshalb heute einen von zwei Wegen:

1. **Depot auf den eigenen Namen, dem Kind zugeordnet.** Du eröffnest ein zweites Depot oder bezeichnest ein Depot mit dem Namen des Kindes. Rechtlich bleibt es dein Vermögen, bis du es mit 18 als Schenkung überträgst. Das Kind hat vorher keinen Anspruch darauf, dafür brauchst du kein Gericht. easybank, flatex, BAWAG, bank99 und die Erste Bank beschreiben diesen Weg auf ihren Seiten.
2. **Generationendepot.** Erste Bank und Sparkassen bieten ein Depot an, bei dem du schon bei der Eröffnung das begünstigte Kind und den Übergabetag festlegst, frühestens den 18. Geburtstag. Eröffnen kann jede volljährige Person, Verwandtschaft ist nicht nötig, gegenüber dem gewählten Depotmodell entstehen laut Erste Bank keine Extrakosten. Die Eröffnung läuft über die Filiale. Die BAWAG bietet mit dem Familiendepot ein ähnliches Modell als Zusatzvereinbarung an.

| Depot | Capitalo Score | Depotgebühr pro Jahr | Weg fürs Kind |
| --- | --- | --- | --- |
| flatex Online-Depot | 74/110 · 3,3 ⭐ · Befriedigend | 0 EUR | weiteres Depot auf eigenen Namen |
| BAWAG Online-Depot | 64/110 · 2,9 ⭐ · Befriedigend | 18,43 EUR | Familiendepot, Übergabe frühestens ab 18 |
| easybank Wertpapierdepot | 54/110 · 2,4 ⭐ · Ausreichend | 0 EUR für Neukunden bei Eröffnung bis 31.12.2026, sonst 0,10 % pro Jahr | Depot dem Kind symbolisch zuordnen |
| bank99 Direkt-Depot | 38/110 · 1,7 ⭐ · Mangelhaft | 14,26 EUR, bis 31.12.2026 gratis | mehrere Depots möglich |
| Erste Bank Selfinvest Depot | 34/110 · 1,5 ⭐ · Mangelhaft | 0 EUR bis 50.000 EUR Depotwert | Generationendepot über die Filiale (Basis s Depot), Sparplan ab 10 EUR |

Die Tabelle ist nach Capitalo Score sortiert. Der Score bewertet das Depot als Ganzes, nicht die Eignung fürs Kind. Welche Depots sonst noch in Frage kommen und bei welchen es nicht geht, zeigt die Seite [Kinderdepot Österreich](https://www.capitalo.at/depot/kinderdepot). Wie ein Sparplan aufgesetzt wird, erklärt [ETF-Sparplan Österreich](https://www.capitalo.at/depot/etf-sparplan). Achte auf ein steuereinfaches Depot, dann führt die Bank die 27,5 % KESt automatisch ab; die Liste steht unter [steuereinfache Broker](https://www.capitalo.at/depot/steuereinfach).

Wertpapiere schwanken. Ein weltweit gestreuter ETF kann über Jahre im Minus liegen, Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Geld, das das Kind in den nächsten Jahren sicher braucht, gehört nicht ins Depot.

## Zukunftsdepot: das staatliche Kinderdepot ab 2027

Das Zukunftsdepot ist ein geplantes, steuerlich begünstigtes Wertpapierdepot für Kinder unter 18, das laut Bundesregierung am 1. Juli 2027 starten soll. Die Eckpunkte stellte Familienministerin Claudia Bauer am 20. Oktober 2026 vor:

- 500 EUR Startguthaben für jedes Kind, das ab 1. Jänner 2027 geboren wird. Wird bis zum dritten Geburtstag kein Zukunftsdepot eröffnet, legt der Staat das Guthaben im Bundesschatz an.
- Familie und Freunde dürfen zusammen bis zu 5.000 EUR im Jahr einzahlen.
- Der gesamte Depotwert einschließlich der Wertzuwächse ist bis zum 18. Geburtstag von der KESt befreit.
- Angelegt wird nur in breit gestreute UCITS-Fonds, keine Einzelaktien, keine Kryptowährungen. Die Depotführung ist kostenlos.
- Bis zum 18. Geburtstag ist das Depot für Auszahlungen gesperrt, das Geld gehört von Anfang an dem Kind.

Ein Gesetz liegt noch nicht vor, die Begutachtung ist angekündigt. Alle Regeln können sich bis dahin ändern. Was das Depot in Euro bringen kann und welche Fragen offen sind, rechnet der Ratgeber [Zukunftsdepot Österreich](https://www.capitalo.at/depot/ratgeber/zukunftsdepot) durch. Bis zum Start bleibt der Weg über ein Depot auf deinen Namen; ein späterer Übertrag ins Zukunftsdepot ist in den Eckpunkten nicht beschrieben.

## Auf wessen Namen? Was in Österreich für das Geld von Kindern gilt

Läuft eine Anlage auf den Namen des Kindes, gehört das Geld dem Kind, und die Eltern verwalten es nach den Regeln des ABGB für Mündelgeld. Das ist der Punkt, an dem sich die meisten Fehler entscheiden, deshalb der Reihe nach.

**Wer darf handeln:** Sind beide Eltern mit der Obsorge betraut, darf jeder Elternteil das Kind allein vertreten (§ 167 Abs. 1 ABGB). Ein Sparbuch auf Kindesnamen eröffnet also ein Elternteil. Anders bei Vermögensgeschäften außerhalb des „ordentlichen Wirtschaftsbetriebs": Dafür braucht es die Zustimmung des anderen obsorgeberechtigten Elternteils und die Genehmigung des Gerichts. Das Gesetz zählt ausdrücklich „die Anlegung von Geld mit Ausnahme der in den §§ 216 und 217 geregelten Arten" dazu (§ 167 Abs. 3 ABGB).

**Was mündelsicher heißt:** § 215 ABGB verlangt, Geld des Kindes „sicher und möglichst fruchtbringend" anzulegen. § 216 nennt Spareinlagen auf den Namen des Kindes mit der Bezeichnung „Mündelgeld", § 217 Wertpapiere wie Anleihen mit Haftung von Bund oder Ländern und Pfandbriefe. Sparbuch, Festgeld und Bausparvertrag fallen darunter. Aktien und ETFs tun das nicht. § 220 ABGB lässt eine andere Anlage zu, wenn sie den Grundsätzen einer sicheren und wirtschaftlichen Vermögensverwaltung entspricht und Risiken durch Streuung begrenzt werden. Ob ein ETF-Sparplan mit Kindesgeld diese Hürde nimmt, entscheidet im Einzelfall das Pflegschaftsgericht; eine pauschale Antwort gibt es nicht.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt ein Fall der Arbeiterkammer Steiermark: Eine Mutter hatte für zwei Kinder je rund 22.000 EUR in eine prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge eingezahlt, ohne Genehmigung des Pflegschaftsgerichts. Der Vertrag war „schwebend unwirksam", die Versicherung musste die Prämien samt 4 % Zinsen zurückzahlen. Die AK-Faustregel dazu: Jede Veranlagung, die Verluste bringen kann, braucht die Genehmigung. Das Gesetz ist mit § 220 etwas offener formuliert, in der Praxis läuft es auf dasselbe hinaus.

| Variante | Wem gehört das Geld | Wer verfügt bis 18 | Pflegschaftsgericht |
| --- | --- | --- | --- |
| Sparbuch, Festgeld, Bausparer auf Kindesnamen | dem Kind | die gesetzliche Vertretung, zum Wohl des Kindes | nein, mündelsichere Anlage |
| Depot auf Kindesnamen | dem Kind | die gesetzliche Vertretung | Zustimmung beider Eltern und Genehmigung des Gerichts, außer die Bedingungen des § 220 sind erfüllt (Einzelfall) |
| Depot oder Konto auf Elternnamen, dem Kind zugeordnet | dem Elternteil, bis zur Schenkung | der Elternteil, frei | nein |
| Generationendepot | der depotinhabenden Person, bis zur Übergabe | die depotinhabende Person | nein |

Zwei Betragsgrenzen tauchen in Ratgebern immer wieder auf, meist ungenau. Laut § 224 ABGB darf die gesetzliche Vertretung Zahlungen über 10.000 EUR an das Kind nur mit gerichtlicher Ermächtigung entgegennehmen, und laut § 133 Außerstreitgesetz überwacht das Gericht die Vermögensverwaltung der Eltern insbesondere, wenn das Vermögen 15.000 EUR wesentlich übersteigt. Beides sind keine Grenzen, ab denen jede Schenkung genehmigt werden muss. Ein reines Geldgeschenk ohne Belastung darf das Kind annehmen. Bei größeren Beträgen auf Kindesnamen frag die Bank oder das Bezirksgericht, bevor du einzahlst.

**Schenkung an das Kind:** Eine Schenkungssteuer gibt es in Österreich nicht. Es gibt eine Meldepflicht beim Finanzamt (§ 121a BAO), und zwar erst, wenn Geschenke desselben Angehörigen an dasselbe Kind 50.000 EUR innerhalb eines Jahres übersteigen. Die Grenze gilt je Schenker, Geschenke von Oma und Opa werden nicht zusammengerechnet. Für Personen außerhalb des weiten Angehörigenkreises, etwa nicht verwandte Paten, liegt die Grenze bei 15.000 EUR in fünf Jahren. Übliche Gelegenheitsgeschenke bis 1.000 EUR sind immer frei. Genau diese Regel macht den Weg „Depot auf Elternnamen, Übergabe mit 18" so praktikabel: Die Übertragung ist eine steuerfreie Schenkung, die du nur meldest, wenn sie über 50.000 EUR liegt.

Wessen Name auf dem Konto steht, dem gehört das Geld. Willst du den Zugriff bis zum 18. Geburtstag behalten, führe die Anlage auf deinen Namen. Soll das Geld dem Kind sicher gehören, auch wenn dir etwas passiert, nimm den Kindesnamen und bleib bei mündelsicheren Formen oder hol die Genehmigung.

## Steuern: KESt beim Kind, Rückholung, Prämie

Auch für ein Kind gilt die Kapitalertragsteuer: 25 % auf Zinsen aus Sparbuch, Sparkonto und Festgeld, 27,5 % auf Dividenden, Kursgewinne und Fondserträge. Die Bank behält sie ein und führt sie ab, damit ist die Steuer abgegolten (Endbesteuerung). Eine Steuererklärung braucht das Kind dafür nicht, einen Freibetrag wie den deutschen Sparerpauschbetrag gibt es in Österreich nicht.

Zurückholen lässt sich die KESt nur über die Regelbesteuerungsoption, also eine Einkommensteuererklärung des Kindes, die die Eltern einreichen. Das klingt attraktiv, weil ein Kind meist kein Einkommen hat, und läuft doch meist ins Leere. Das Finanzministerium nennt die Bedingung: Wird für das Kind ganzjährig Familienbeihilfe bezogen, wird nur die KESt erstattet, die den Kinderabsetzbetrag übersteigt. Für 2026 heißt das: Die einbehaltene KESt muss mindestens 850,80 EUR betragen, bevor der erste Euro zurückkommt. Bei 25 % KESt sind das Zinsen von mehr als 3.400 EUR im Jahr. Für ein normales Kindersparbuch ist die Option damit bedeutungslos, für ein größeres Erbe oder ein Depot mit hohen Ausschüttungen kann sie sich lohnen. Die Option gilt immer für alle Kapitaleinkünfte des Kindes zusammen.

Steuerfrei bleiben die Bausparprämie und, laut Plan, die Wertzuwächse im Zukunftsdepot bis zum 18. Geburtstag. Wie die KESt bei ETFs im Detail läuft, auch bei ausschüttungsgleichen Erträgen, erklärt der Ratgeber [KESt auf Aktien und ETFs](https://www.capitalo.at/depot/ratgeber/depot-steuern).

## Wie viel Geld für Kinder sparen? Ein Rechenbeispiel

Sparende in Österreich legen laut Sparstudie 2026 im Schnitt 306 EUR im Monat zurück, für alle Ziele zusammen, nicht je Kind. Wie viel davon ans Kind geht, ist eine Entscheidung des Haushalts. Wichtiger als der Betrag ist die Reihenfolge: Erst der eigene Notgroschen von drei Monatsausgaben, dann das Kind. Ein Kind hat mehr von Eltern ohne Kontoüberziehung als von einem vollen Sparbuch.

Was 50 EUR im Monat über 18 Jahre ergeben, hängt fast nur vom Ertrag ab. Die Einzahlung ist in allen drei Fällen dieselbe: 10.800 EUR.

| Annahme | Guthaben nach 18 Jahren | davon Ertrag |
| --- | --- | --- |
| 0 % (Girokonto, Sparbuch ohne Zins) | 10.800 EUR | 0 EUR |
| 2 % pro Jahr (Sparbuch, Festgeld, Bausparer) | rund 12.990 EUR | rund 2.190 EUR |
| 5 % pro Jahr (breit gestreuter ETF-Sparplan, Annahme) | rund 17.460 EUR | rund 6.660 EUR |

Die Zahlen sind Modellrechnungen vor KESt und Kosten mit konstantem Ertrag. 5 % sind eine vorsichtige Annahme für einen weltweiten Aktien-ETF; der MSCI World hat laut MSCI-Factsheet seit November 2006 netto 8,3 % pro Jahr in US-Dollar gebracht, vor Kosten, Steuern und Wechselkurs, und niemand kann das für die nächsten 18 Jahre zusagen. Dazwischen lagen auch Jahre mit deutlichen Verlusten.

Die andere Seite der Rechnung ist die Inflation. Lägen 10.000 EUR 18 Jahre lang unverzinst auf einem Sparbuch und bliebe die Inflation bei den 3,6 % des Jahres 2025, hätte das Geld am Ende die Kaufkraft von rund 5.290 EUR heute. Ein Sparbuch ist sicher vor Kursverlusten, nicht vor Kaufkraftverlust. Das ist der Grund, warum eine Mischung aus sicherem Sockel und ETF-Sparplan für lange Horizonte sinnvoll ist.

Mein Tipp aus der Praxis, kein Teil des Capitalo Scores: Teile das Geld in zwei Töpfe. Geldgeschenke und einen kleinen Sockel aufs Namenssparbuch des Kindes, damit es früh ein eigenes Konto hat und das Geld sicher ihm gehört. Den monatlichen Sparplan auf ein Depot auf deinen Namen, dem Kind zugeordnet, bis das Zukunftsdepot da ist.

## Fazit: Horizont, Name und Kosten entscheiden

Geld anlegen für Kinder heißt in Österreich: den Horizont kennen, den Namen bewusst wählen und die Kosten klein halten. Für kurze Ziele und Geldgeschenke reicht ein Namenssparbuch auf das Kind, einlagengesichert und mündelsicher. Für sechs Jahre passt ein Bausparer mit 18 EUR Prämie im Jahr. Für den Weg bis 18 bringt ein ETF-Sparplan die höheren Chancen, in Österreich heute über ein Depot auf deinen Namen, ab Juli 2027 geplant über das Zukunftsdepot. Läuft Wertpapiervermögen auf den Kindesnamen, brauchst du Zustimmung beider Eltern und Genehmigung des Gerichts. KESt zahlt auch das Kind, Schenkungen bis 50.000 EUR im Jahr sind meldefrei.

👉 **Welche Depots fürs Kind in Frage kommen:** [Kinderdepot Österreich](https://www.capitalo.at/depot/kinderdepot) · **Sparkonten nach Capitalo Score:** [Tagesgeld-Vergleich](https://www.capitalo.at/tagesgeld)

**Risikohinweis:** Eine Veranlagung in Wertpapiere ist mit Risiken verbunden. Der Wert kann schwanken, Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Ergebnisse. Dieser Ratgeber ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

Quellen: Bundesministerium für Finanzen (Besteuerung von Kapitalerträgen, Schenkungsmeldung, Erlass zur Bausparprämie 2026); RIS, ABGB §§ 167, 215 bis 220, 224 und Außerstreitgesetz § 133; oesterreich.gv.at (Geschäftsfähigkeit, Losungswortsparbuch, Schenkungssteuer); Finanzmarktaufsicht (Einlagensicherung); Bundeskanzleramt, Pressemeldung zum Zukunftsdepot vom 20. Oktober 2026; Statistik Austria, Inflation 2025; Erste Bank und Sparkassen, Sparstudie 2026 (IMAS, 1.382 Befragte); Arbeiterkammer (Sparbuch, mündelsichere Anlagen); Anbieterseiten von Bank Austria, Erste Sparkasse, Raiffeisen, s Bausparkasse; Capitalo-Produktdaten und Capitalo Score, abgerufen im Oktober 2026.

## Häufige Fragen zum Geld anlegen für Kinder

### Welche Kontomodelle für Kinder gibt es in Österreich?

Drei Typen: Kinder- und Jugendsparkonten (täglich fällig, oft mit Guthabendeckel von 10.000 bis 15.000 EUR und Startzins), Jugendkonten als Girokonto mit Karte, je nach Bank ab 10 bis 14 Jahren für Taschengeld und Alltag, und Vorsorgeformen wie Bausparvertrag oder Depot, die auf die Eltern oder das Kind lauten. Ein Jugendkonto ist zum Bezahlen gedacht, nicht zum Anlegen.

### Können Großeltern ein Sparbuch oder Depot für das Enkelkind eröffnen?

Ein Sparbuch auf den Namen des Enkels eröffnet nur die gesetzliche Vertretung, also ein Elternteil. Großeltern können aber jederzeit auf ein bestehendes Kindersparbuch einzahlen, ein Konto oder Depot auf den eigenen Namen führen und es später schenken, oder ein Generationendepot eröffnen, das bei Erste Bank und Sparkassen jeder volljährigen Person offensteht. Schenkungen von Großeltern an Enkel sind bis 50.000 EUR je Schenker und Jahr meldefrei.

### Ab wann darf ein Kind selbst über sein Sparbuch verfügen?

Mit 14 Jahren wird ein Kind mündig und darf über Geld verfügen, das ihm zur freien Verfügung überlassen wurde, und über eigenes Einkommen aus Ferialjobs. Ein von den Eltern verwaltetes Sparguthaben wird damit nicht automatisch frei. Volle Geschäftsfähigkeit beginnt mit 18, dann gehört dem Kind der Zugriff auf alles, was auf seinen Namen läuft.

### Gibt es ein Festgeldkonto für Kinder?

Als eigenes Kinderprodukt selten. Ein Festgeldkonto auf den Namen des Kindes ist rechtlich eine Spareinlage, mündelsicher und einlagengesichert, die Eröffnung läuft über die Eltern. Einfacher ist Festgeld auf den eigenen Namen mit späterer Schenkung. Für Kleinkinder ist die Bindung der Nachteil: Während der Laufzeit kommst du nicht an das Geld.

### Wie viel Geld sollte man gespart haben, wenn man ein Kind bekommt?

Eine feste Summe gibt es nicht. Sinnvoll ist ein Notgroschen der Eltern von drei Monatsausgaben, bevor das Sparen fürs Kind beginnt. Danach zählt die Regelmäßigkeit mehr als die Höhe: 50 EUR im Monat über 18 Jahre sind 10.800 EUR Einzahlung, mit 5 % Ertrag pro Jahr rund 17.460 EUR, als Modellrechnung vor Steuern und Kosten.

### Ist ein Sparbuch für Kinder noch sinnvoll?

Ja, für Geldgeschenke, kurzfristige Ziele und als erstes eigenes Konto des Kindes. Als einzige Anlage über 18 Jahre verliert es gegen die Inflation: 10.000 EUR unverzinst hätten nach 18 Jahren bei 3,6 % Inflation die Kaufkraft von rund 5.290 EUR heute. Für den langen Horizont ergänzt ein ETF-Sparplan das Sparbuch.

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