Als Hauseigentümer sparen – lohnt sich die Investition in eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist eine alternative Heizmethode, die in immer mehr Häusern zum Einsatz kommt. Es handelt sich im Grunde um eine spezielle Art der Heizung, die die in der Umgebung vorhandene thermische Energie nutzt, um das Haus aufzuwärmen. Das ist klimafreundlich und kann sich durch die geringeren Heizkosten im Idealfall innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren amortisieren.

Allerdings ist eine solche Pumpe mit recht hohen Investitionskosten verbunden. Deswegen sollten sich Hausbesitzer genau abwägen, ob es sich für sie um eine sinnvolle Investition handelt. Gelegentlich ist es sinnvoller, auf den Wärmepumpenstrom des eigenen Stromversorgers zu setzen und diesen regelmäßig zu wechseln. Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, müssen die einzelnen Kosten exakt durchgerechnet werden.

Für wen der Einsatz einer Wärmepumpe sinnvoll ist

Die Verwendung einer Wärmepumpe nur dann sinnvoll, wenn ein günstiger Stromtarif genutzt wird. Die Pumpe wird mittels Strom betrieben und erhöht somit den Strombedarf und folglich die Stromkosten. Bei einem ungünstigen Stromtarif steigen die Kosten hierbei so stark an, dass die Kostenersparnis durch den Einsatz der Pumpe direkt wieder verloren geht. Wer also sehr viel für seinen Strom zahlt, sollte auf eine Wärmepumpe verzichten oder über einen Anbieterwechsel nachdenken.

In der Regel lohnt sich die Anschaffung einer Wärmepumpe auch nur bei gut gedämmten Häusern. In Altbauten ohne moderne Dämmung muss die Pumpe eine höhere Vorlauftemperatur halten – also dauerhaft arbeiten, was viel Strom kostet. Daher ist dort der Einsatz nicht ratsam und es sollte auf andere Heizsysteme zurückgegriffen werden.

Nachrechnen, ob sich der Kauf lohnt

strom sparen
pixabay.de © Thanasis Papazacharias CCO Public Domain; Ob sich eine Wärmepumpe lohnt, hängt unter anderem vom Strompreis ab.

Es gibt eine recht einfache Formel, mit der gut abgeschätzt werden kann, ob sich eine Wärmepumpe für das eigene Zuhause lohnt. Grundlage dieser Formel ist die Jahresarbeitszahl (JAZ), die als Quotient das Verhältnis von investierter Energie zur erzeugten Wärmeleistung wiedergibt. Die Formel setzt den aktuellen Strompreis zum Preis eines alternativen Energieträgers (zum Beispiel Gas) ins Verhältnis. Sobald die JAZ einen höheren Wert als das Ergebnis dieser Rechnung hat, lohnt sich eine Wärmpumpe. Die Formel lautet also:

Strompreis / Preis für alternativen Energieträger = Richtwert

Zudem muss genau berechnet werden, wie hoch der jährliche Stromverbrauch bei einer Wärmepumpe ist. Dieser hängt maßgeblich vom Strompreis und der Art der verwendeten Pumpe ab. So unterscheidet sich der Stromverbrauch einer Luftwärmepumpe deutlich von dem einer Erdwärmepumpe oder einer Wasserwärmepumpe. Zudem sind Unterschiede bei der JAZ zu erkennen. Diese liegt bei einer Luftwärmepumpe durchschnittlich bei etwa 2,6-3, bei einer Erdwärmepumpe bei durchschnittlich 3,8-4 und bei einer Wasserwärmepumpe bei ca. 4,5-4,8. Hierbei ist zu beachten, dass es sich lediglich um Richtwerte handelt. In Einzelfällen können auch andere Werte ganz normal sein.

Die besten Voraussetzungen für eine Investition

Wann lohnt sich die Investition in eine Wärmepumpe besonders? Einmal natürlich, wie bereits beschrieben, wenn ein günstiger Stromtarif, ein gut gedämmtes Gebäude und eine effektiv arbeitende Wärmepumpe vorliegen. Dann amortisiert sich eine Wärmepumpe immer – es ist nur eine Frage der Zeit.

Diese ist dann besonders kurz, wenn die Pumpe bei einem Neubau oder einer Kernsanierung installiert wird.

In diesen Fällen wird sie einfach direkt anstatt einer anderen Heizanlage installiert – das bedeutet, dass bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit nur die Mehrkosten einer Wärmepumpe im Vergleich zu einer gewöhnlichen Heizung einfließen. Außerdem ist in diesen Fällen auch zumeist eine gute Dämmleistung garantiert, wodurch auch die Effizienz der Wärmepumpe sichergestellt ist. Dann kann sich diese auch schon in unter zehn Jahren amortisieren.

Besonders dann, aber auch schon bei Erfüllung der energetischen Voraussetzungen, ist eine Wärmepumpe also eine sinnvolle Investition, die auf lange Sicht finanzielle Vorteile bringt.

Alternativen zum Kauf einer Wärmepumpe

In einigen Fällen ergeben die Berechnungen zum Verbrauch, dass sich die Investition in eine eigene Wärmepumpe nicht lohnt. Sollte das der Fall sein, dann ist der Bezug des Wärmepumpenstroms vom Stromversorger die bessere Wahl. Beim jährlichen Tarifwechsel helfen Wechseldienste. Das ist einfach und lohnenswert. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass die benötigte Energie zu günstigen Preisen zur Verfügung steht.

Vielen Nutzern ist bei einem Energielieferanten wichtig, dass die genutzt Energie ökologisch ist. Deswegen muss bei der Auswahl darauf geachtet werden, dass der genutzte Strom nicht aus Kohle gewonnen wird oder aus Atomkraftwerken stammt. Aus genau diesem Grund entscheiden sich auch viele Menschen für eine Wärmepumpe, wenn sie sich finanziell lohnt. Mit einem solchen Gerät kann Energie schließlich auf eine besonders saubere und umweltfreundliche Art gewonnen und genutzt werden.

Regelmäßige Wechsel bringen Vorteile

Wer seinem Energielieferanten über mehrere Jahre hinweg treu bleibt, verschenkt oftmals eine Menge Geld. Denn gerade durch regelmäßige Wechsel ist es möglich, von Rabatten und Sonderaktionen zu profitieren. Deswegen ist es ratsam, die einzelnen Anbieter jährlich beziehungsweise kurz vor Ablauf des aktuellen Vertrags miteinander zu vergleichen und gegebenenfalls einen Wechsel vorzunehmen. Hierbei spielen sowohl der Preis als auch die Art der Stromgewinnung eine Rolle. Wer sich nicht alleine mit diesen teils sehr trockenen und bürokratischen Themen auseinandersetzen möchte, kann zudem die Angebote von Wechseldiensten nutzen.

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Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet die Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.

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