Finanzierung beim Hausbau

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Der Hausbau ist für viele Menschen das größte finanzielle Projekt ihres Lebens. Hierfür ist in den meisten Fällen eine Baufinanzierung nötig, um das Vorhaben finanziell stemmen zu können. Ohne einen fundierten Vergleich können die Finanzierungskosten schnell ausufern.

Minimale Zinsunterschiede machen oft einen großen finanziellen Unterschied. Darüber hinaus erfordert auch der Hausbau selbst sehr viel Planungsarbeit. Doch wie können künftige Bauherren die Kostenplanung sowie den Kreditvergleich sinnvoll angehen?

hausbau
Der Bau eines Hauses ist ein großes Projekt – jedoch ist das Ergebnis auch ein lang gehegter Traum vieler Menschen. Bildquelle: @Terrah Holly / Unsplash.com

Wünsche beim Hausbau präzisieren

Wenn es um das Eigenheim geht, sollten sich Interessenten darüber klar werden, was sie sich eigentlich wünschen. Sie sollten folgende Fragen für sich beantworten können:

  • Welche Bauweise soll das Haus vorweisen (Fertighaus, Massivhaus, Holzhaus, Tiny House)?
  • Wie groß soll es sein?
  • Welche Ausstattungsmerkmale sind mir wichtig?
  • Wie sollen das Gebäude und die Außenanlagen gestaltet werden?
  • Welchen energetischen Standard (Energiesparhaus, Passivhaus) soll mein Haus haben?

Für eine bessere Übersicht über die Möglichkeiten ist ein Blick in die Hauskataloge empfehlenswert. Darüber hinaus lohnt es sich auch, Hausbaumessen zu besuchen und sich über die neuesten Trends zu informieren. Nur wer alle Möglichkeiten kennt, kann am Ende eine wirklich fundierte Entscheidung treffen.

Überblick über die Baukosten verschaffen

Sind sich die Bauherren über ihre Wünsche im Klaren geht es an die Kostenkalkulation. Die Kosten lassen sich verschiedene Bereiche einteilen:

Kosten für den Grundstückserwerb

Wer ein Haus bauen möchte, muss zunächst passendes Grundstück kaufen. Neben dem reinen Kaufpreis fallen Kaufnebenkosten an:

  • Grunderwerbsteuer (im Normalfall 3,5 Prozent des Kaufpreises)
  • Maklerkosten (je nach Kaufpreis zwischen 3 und 4 Prozent des Kaufpreises)
  • Notarkosten (ca. 1-3 Prozent des Kaufpreises)
  • Grundbuchkosten (ca. 1,1 – 2,3 Prozent)

Bauvorbereitungskosten: Niemals unterschätzen!

Nach dem Grundstückskauf folgen die Bauvorbereitungskosten. Diese umfassen Ausgaben für die Grundstücksvermessung sowie die Objekteinmessung und bei Bedarf ein Bodengutachten. Zusätzlich fallen oft Kosten für die Erschließung des Grundstücks an die Wasser- und Stromversorgung an.

Darüber hinaus sollten auch die Versicherungskosten nicht unberücksichtigt bleiben. Dazu gehören:

  • Bauherrenhaftpflichtversicherung (hilft bei Sachschäden und Personenschäden am beziehungsweise durch den Bau)
  • Eigenheimversicherung (sichert den Bau gegen Elementarschäden, Wasserrohrbruch und Feuer ab)
  • Haushaltsversicherung (deckt die Schäden an oder den Diebstahl von beweglichen Gegenständen im Haus ab)

Bauleistungsversicherung (deckt Schäden am Bauwerk ab, z.B. durch Witterungseinflüsse und Diebstahl am Bau)

Baukosten: Der größte Kostenpunkt!

Einer der größten Kostenfaktoren sind die Baukosten an sich. Diese können je nach gewünschter Bauart und Anbieter stark variieren. Der größte Unterschied liegt zwischen einem Fertighaus eines Bauträgers und einem Massivhaus, welches durch einen Architekten errichtet wird. Beide Lösungen haben Vor- und Nachteile:

Fertighaus über Bauträger Massivhaus vom Architekten
  • + Deutlich günstiger
  • + Übersichtlicher Festpreis
  • + Haus wird „schlüsselfertig“ geliefert
  • + Weniger unvorhergesehene Probleme
  • + Individuelle Wünsche sind möglich
  • + Haus hebt sich vom Standard ab
  • + Raumaufteilung vollkommen frei einteilbar
  • – Individuelle Wünsche sind schwer zu berücksichtigen
  • – Haus „von der Stange“
  • – Geringere Haltbarkeit
  • – Deutlich teurer
  • – Bau dauert länger
  • – Kosten nicht vollständig planbar

Notreserve: Das Unerwartete erwarten

Der Bau einer Immobilie ist ein komplexer Vorgang, an dem im Normalfall viele Menschen beteiligt sind. Aus diesem Grund kann leider auch immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Da Termine bei der Abrufung der Baufinanzierungssumme eine wichtige Rolle spielen, können Verzögerungen viel Geld kosten. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, eine Notreserve anzulegen, die sich im Bereich zwischen 5 und 10 Prozent der Baukosten bewegt. Sollte dann etwas passieren, müssen in der Regel keine teuren Nachfinanzierungen in Anspruch genommen werden.

Hauskredite vergleichen und Geld sparen

Bevor Bauherren ein Eigenheim kaufen, sollten sie zuerst Hauskredite verschiedener Anbieter vergleichen. Bei einem Anbietervergleich machen bereits wenige Zehntelprozentpunkte beim Zinssatz über die Laufzeit hinweg finanzielle Unterschiede im fünfstelligen Bereich aus. Dies hat zwei wichtige Ursachen:

  1. Lange Laufzeiten (der Zinssatz wird häufig über 15-30 Jahre gezahlt)
  2. Hohe Kreditsummen (Der Zinssatz wird auf Kreditsummen im Bereich von 150.000 Euro aufwärts angewendet)  

Bei einem Kreditvergleich genügt es jedoch nicht, nur auf den Zinssatz zu schauen. Darüber hinaus beeinflussen weitere Aspekte die Kosten:

  • Die Länge der Zinsbindung (Laufzeit): Die Zinsbindung beschreibt einen Zeitraum, über den der Kreditnehmer einen festgelegten Zinssatz für den Hauskredit zahlt. Eine Kündigung in diesem Zeitraum ist nur möglich, wenn er eine teure Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zahlt. Lange Zinsbindungen lohnen sich deshalb vor allem bei niedrigen Zinsen, um sich diese möglichst lange zu sichern. Leider verlangen Banken häufig kleine Zinsaufschläge für die lange Planungssicherheit.
  • Anfängliche Tilgung: Kreditnehmer können bei einer Baufinanzierung ihre monatliche Rückzahlungsrate mitbestimmen. Diese setzt sich aus den Zinsen und der Tilgung zusammen. Die anfängliche Tilgung können Kreditnehmer selbst festlegen. Eine Tilgungsrate von 2 Prozent bedeutet, dass im ersten Jahr 2 Prozent der Darlehensschuld nebst Zinsen getilgt werden. Später erhöht sich der Tilgungsanteil, weil Zinsen immer nur auf den Restbetrag zu zahlen sind. Eine hohe anfängliche Tilgung sorgt für eine hohe Rückzahlungsrate, senkt jedoch die Kosten erheblich, weil die Restschuld schneller sinkt und somit die anfallenden Zinsen ebenfalls geringer werden.
  • Eigenkapital: Eigenkapital hilft bei einer Baufinanzierung gleich doppelt: Zum einen fällt Kreditsumme kleiner aus, zum anderen senkt ein geringer Beleihungswert das Ausfallrisiko. Dies belohnen Banken mit niedrigeren Zinsen für den Kredit.
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Ein Architekt entwirft individuelle Häuser für Kunden, ist jedoch auch teurer als der Bauträger mit dem Fertighaus. Bildquelle: @Daniel Mc Cullough / Unsplash.com

Fazit: Den Hausbau genau planen

Abschließend lässt sich festhalten, dass der Bau eines Hauses eine sorgfältige Planung erfordert. Nur wer sich vorher über die eigenen Wünsche klar wird, die Kosten genau kalkuliert und einen umfassenden Vergleich der Baufinanzierungen vornimmt, kann dieses Projekt erfolgreich und vergleichsweise günstig abschließen.

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